Kategorien
Religionsgeschichte

Die ersten Schritte in der Anderswelt

In „Früher war alles besser“ wird unter der Überschrift „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ kurz auf den Weg des Menschengeistigen in der Nachschöpfung eingegangen.
Nun wollen wir uns, in Anlehnung an die Gralsbotschaft „Im Lichte der Wahrheit“ von Abd-ru-shin (1), die ersten Schritte eines Menschen nach seinem Ableben ansehen.

Ein Mensch liegt im Sterben…

Er soll in Ruhe ableben dürfen, ohne Beeinflussung durch laut trauernde Angehörige. In alten Kulturen sollte der Körper des Sterbenden in den letzten Stunden nicht mehr berührt werden.

Wenn das Herz zu schlagen aufhört, und das Gehirn seine Tätigkeit einstellt, beginnt die Lösung der „Seele“ (wir bleiben bei diesem bekannten Begriff) von dem Erdenkörper. Denn der Tod ist nichts anderes, als das Ablegen der äußeren Hüllen.
Je nach der inneren Überzeugung des Menschen kann diese Lösung kürzere oder längere Zeit dauern. Wer auf das Jenseits und ein Weiterleben nach dem Erdentode eingestellt ist, braucht vielleicht nur Stunden. Menschen, die alles Transzendente abgelehnt und sich ganz und gar auf das Irdische konzentriert haben, mögen Tage oder Wochen benötigen, bis sie sich lösen können und langsam zu dem Bewusstsein kommen, dass sie zwar irdisch gestorben sind, aber doch noch leben.

Wenn sich die Seele von dem Erdenkörper (der Hülle der Groben Grobstofflichkeit) löst, wird eine Hülle der Mittleren Grobstofflichkeit (Esoteriker sprechen vom „Astralkörper“) mit herausgezogen, aber nicht sehr weit mitgenommen. Diese Hülle zerfällt, und ihr folgt der Zerfall des Erdenkörpers, mit dem sie eng verbunden war.
Seele und Körper sind zunächst noch mit der „Silbernen Schnur“ verbunden (die schon die Bibel kennt; Kohelet bzw. Prediger 12,6), einem hochelastischen Strahlungsband. Erst wenn diese Verbindungsschnur gerissen ist, gibt es keine Verbindung mehr zwischen der Seele und dem Erdenkörper. Erst dann spürt die Seele nichts mehr vom Körper, und ein Rückruf, eine Wiederbelebung ist nach dem Reißen der Silbernen Schnur selbst mit göttlicher Kraft (wie sie Jesus hatte) nicht mehr möglich.

Die ersten Stunden nach dem Ableben fühlt fast jede Menschenseele noch in abgeschwächter Art mit, was mit ihrem Körper geschieht. Wenn ein Transplantationsmediziner Organe entnimmt, kann das für den Abgeschiedenen durchaus noch schmerzhaft werden, und dieser bereut hoffentlich nicht, dass er in seiner unwissenden Hilfsbereitschaft die Zustimmung zur Organentnahme gegeben hat. Auch eine Feuerbestattung kann für überzeugte Materialisten, die noch lange an ihrem irdischen Körper hängen, unangenehm werden.

Die Seele wandert…

Die Seele trägt nach der Lösung zunächst noch fünf Hüllen, als äußerste Hülle eine Hülle der Feinen Grobstofflichkeit, die sie ablegen muss, bevor sie in die Feinstofflichkeit eintreten kann.

Nun muss sich zeigen, welche Belastungen an der Seele hängen:
Während ihres Lebens haben sich ihre Taten vor allem irdisch manifestiert. Doch die Taten waren begleitet von Worten, Gedanken und Empfindungen, die im transzendenten Raum Form angenommen haben.
Worte formten sich in der Mittleren, die Gedanken in der Feinen Grobstofflichkeit, und die Empfindungen in der Feinstofflichkeit.

Worte und Gedanken bilden die Orte und die Ebenen der Mittleren und der Feinen Grobstofflichkeit, in denen die Seele sich bewegen muss, bevor sie in die Feinstofflichkeit einzutreten vermag.
Es kann dauern, bis die Seele sich frei gelebt, d. h. erkannt hat, dass alle diese irdischen Dinge nicht den Wert oder die Wichtigkeit besitzen, die sie ihnen zugeschrieben hat.
Dafür muss sie – manchmal leidvoll – erkennen, dass sie Vieles wirklich Wichtige übergangen oder auch gar nicht wahrgenommen hat.
Wie oft hat sie während ihres Erdenlebens an das Jenseits gedacht und sich gefragt, wie es nach dem Erdentode weitergehen wird? Hat sie sich innerlich vorbereitet auf den unvermeidlich auf sie zukommenden Eintritt in die andere Welt?
Nun hat sie wohl einiges nachzuholen bevor sie weiterschreiten kann.
Erst wenn – dem Gesetz des Ausgleichs folgend – alle hemmenden Schicksalsfäden gelöst sind, die die Seele an die Grobstofflichkeit ketten, kann die Seele die Hülle der Feinen Grobstofflichkeit ablegen und in die Feinstofflichkeit eintreten.

Manche, besonders überzeugte Materialisten, bleiben länger „erdgebunden“ – also an die Grobstofflichkeit gebunden – und werden vielleicht bald wieder auf der Erde inkarniert.

Bis hierher kann auch ein Hellseher oder „Geistforscher“ aus eigener Kraft im günstigsten Fall vordringen. Von höheren Ebenen können dafür Begnadete nur durch besondere Kündungen erfahren, es sein denn ein Menschengeist hätte sich so weit entwickelt, das ihm geistiges Schauen geschenkt werden kann.

Endlich in der Feinstofflichkeit

Hier haben sich Empfindungsformen verdichtet, die machtvollerer sind als die entsprechenden Verdichtungen in der Grobstofflichkeit.

Der Weg der Seele führt nun  durch die Ebenen, mit denen sie verbunden ist, und die sie durchschreiten muss: Freundliche und unfreundliche.
 Stufe um Stufe oder Ebene um Eben soll die Seele – angespornt von der Sehnsucht ihres Geistes nach seiner lichten Heimat, dem Geistigen Reich – von nun an aufwärtsschreiten. Dabei muss sie erleben, was sie in ihrem Empfinden gewollt hat. Hoffentlich vorwiegend lichte Empfindungen, die nach oben führen.

Nur wenige Seelen sind so rein, dass sie völlig unbelastet über triste, trübe oder dunkle Ebenen hinwegschreiten können und gleich in lichtere Ebenen kommen, die im Altertum z. B. „Elysium“ genannt wurden. Solches uraltes Wissen wurde leider von den Priestern der Monotheisten verdrängt, die von den riesigen Welten nichts wissen wollen, die zwischen Gott und der grobstofflichen Schöpfung liegen, in der wir uns befinden. Dafür drohen sie ihren Gläubigen mit der Hölle, die solchen unwissenden Priestern dem Anschein nach näher steht, als lichtere Ebenen des Jenseits.

Auf die stofflichen Hüllen der Seelen wirken, sowohl in der Grob- wie in der Feinstofflichkeit, besonders zwei Schöpfungsgesetze:

Das Gesetz der Schwere:
Dieses wirkt besonders in der Stofflichkeit. Je nach ihrer Beschaffenheit schwebt die Seele nach oben, in etwas lichtere Gefielde, oder sie sinkt nach unten in dunkle Ebenen. Seelen gleicher Schwere landen auf Ebenen gleicher Höhe oder gleicher Dichte.
Unter „Schwere“ ist die Beschaffenheit der Seele zu verstehen. Ist sie mit dunklen, „schweren“ oder mit lichten, „leichten“ Empfindungen umgeben, oder von abzulösendem Karma oder Hängen belastet.
Die Alten Ägypter haben in einer symbolischen Darstellung das „Herz“ des Abgeschiedenen von Gottheiten wiegen lassen. Damit lagen sie nicht so ganz falsch. Denn mit dem „Herz“ ist wohl das Sonnengeflecht gemeint, über das die Empfindung des Geistes zu uns spricht, und damit in letzter Konsequenz das Innenleben, auf das es in erster Linie ankommt. Und die „Gottheiten“ der Ägypter repräsentierten das Wirken der Schöpfungsgesetze.

Das Gesetz der Anziehung der Gleichart:
Gleichzeitig wirkt auch dieses Gesetz und führt gleichartige Seelen auf den entsprechenden Ebenen zusammen.
Anziehend wirken vor allem auch die Hänge: Alkoholiker, Fanatiker, Feinschmecker, Geizige, Gewalttätige, Hassende, Raucher, Rauschgiftsüchtige, Sexbesessene, Spielsüchtige, Sportfans, Wütende usw. finden sich zusammen und machen es sich gegenseitig mehr oder weniger schwer.
In tieferen Ebenen kann es sehr unangenehm werden. Hier treffen zum Beispiel wilde Schläger auf einander und prügeln sich, bis sie erschöpft umfallen, um dann nach einer Erholungspause von neuem anzufangen.
Es kann dauern, bis die Seelen in dunklen Niederungen erkennen, dass sie nicht in dem von den Kirchen versprochenen Paradies gelandet sind.

Der Verstand, auf den wir auf der Erde fast ausschließlich gehört haben, mit ihm das Gefühl und sein angelerntes Wissen, sind mit dem Gehirn erloschen. Nun fehlen manche Hemmungen des Verstandes, wie auch seine Situationsanalysen.

Die Seelen schwingen ganz im auf Erden vernachlässigten Empfinden und leben ihre Empfindungen  ungehemmt aus. Lässt sich eine Seele von negativen Empfindungen erfassen, so stürzt sie in eine tiefere Ebene – der entsprechenden Schwere und ihrer Gleichart gemäß – ab. Dabei verengt sich auch ihr Horizont. Der Rückweg kann dann Kraft und Zeit kosten. Es besteht sogar die Gefahr, dass es weiter abwärts geht.

Erwacht in einer Seele die Erkenntnis, der tiefe Wunsch nach Besserung und Gutmachung, und die demütige Bitte um Hilfe, kann diese Seele auch aus einer dunklen Ebene herausgeleitet werden. Sie kommt dann in eine etwas lichtere Umgebung, in der sie weiter lernen und gutmachen darf, um schließlich erneut auf der Erde inkarniert zu werden. Das kann ein langer, schwieriger Weg werden, und die Zeit kann knapp werden. Denn anders als Buddhisten lehren, steht uns keine Unendlichkeit, sondern nur eine begrenzte, inzwischen schon knapp gewordene Zeit für unseren Entwicklungsgang zur Verfügung.

Ein Karma entsteht den Seelen beim Ausleben ihrer Hänge in niederen Ebenen nicht. Denn sie schaden ja nur Gleichartigen, lassen sich gegenseitig das Falsche ihres niederen Wollens erleben, um zu einer besseren Einsicht zu kommen.

Eine reichlich große Ebene dürfte die Fußballebene sein, in der Spieler und Fans ihrer Leidenschaft hemmungslos frönen. Sind diese nicht sehr mit Karma belastet, können sie das Ganze recht unterhaltsam finden. Sie wissen ja nicht, dass sie nur Zeit vergeuden, die ihnen hoffentlich nicht in der Zukunft fehlt.
In den beweglicheren, feineren Stofflichkeiten geht vieles schneller als auf Erden, und die dortigen Fußballmannschaften würden den irdischen Weltmeister spielend schlagen – wenn denn die beiden Welten aufeinandertreffen könnten.

Mir persönlich wird es nicht erspart bleiben, die Fechter-Ebene zu durchschreiten. Dort darf ich mich dann nicht aufhalten lassen. Auch nicht wenn ich alte Freunde und Partner treffe und so schnell und elegant gefochten wird, wie ich es auf Erden nie erleben konnte.

Aber auch lichtstrebende Seelen treffen sich auf Ebenen, die ihrem Wollen und ihrer Gleichart entsprechen. Sie ermuntern und helfen sich gegenseitig beim Abarbeiten der noch fälligen Läuterungen.

Diese transzendenten Ebenen der Grob- wie der Feinstofflichkeit bestehen aus Landschaften:
Bergen, Flüssen, Meeren, Seen, Tälern, Wäldern, Wiesen usw.; aber auch Dörfern und Städten unterschiedlichster Art. Hell und freundlich in lichteren Ebenen, abstoßend und hässlich in den dunklen Niederungen, in die man selbst hoffentlich nicht hineingezogen wird.
In niederen Ebenen kann man in halb oder ganz dunklen Sand- oder Felswüsten landen. Dann ist man  immer noch besser dran als Seelen, die bis zur Brust im Schlamm stecken, der aus von ihnen selbst und Gleichartigen geschaffenen hässlichen Gedanken- oder Empfindungsformen erstand. Sich von da unten herauszuarbeiten kann dauern, schwierig sein und die Zeit kann knapp werden.
Von dem Schicksal von Menschengeistern, die eine besonders schwere Schuld auf sich geladen, vielen Anderen schwer geschadet und entsprechend viel gutzumachen haben, nicht zu reden.

Sehr Vielen wird zu spät die Bedeutung des Wortes von Abd-ru-shin bewusst:
„Haltet den Herd Eurer Gedanken rein. Ihr stiftet damit Frieden und seid glücklich.“

Irdische Ausbildung, Titel, Verdienste, Anerkennungen und Auszeichnungen haben, ebenso wie die Dogmen der irdischen Religionen oder Konfessionen, im Jenseits ihre Bedeutung weitgehend verloren. Keine anerkannte Religionsgemeinschaft schwingt voll und ganz im Gotteswillen und kann  ihren Bekennern einen sicheren Aufstieg im Jenseits garantieren.
Allerdings können auf Erden tief verinnerlichte materialistische Fehleinschätzungen oder religiöse Irrlehren die Seele auch im Jenseits noch schwer belasten und ihr den Aufstieg sehr erschweren.
Die wenigsten Priester scheinen zu wissen, welche Verantwortung sie übernehmen, wenn sie uralte Irrlehren von Generation zu Generation weitertragen.

Wie schon gesagt, zählt drüben allein die wahre, die innere Qualität, die im Weben der  Schöpfungsgesetze unausweichlich aufgedeckt wird. Und allmächtige Schöpferkräfte sorgen für den gesetzmäßigen Ausgleich. Jede Seele trifft ihre, aufs Feinste abgewogene Wechselwirkung entsprechend ihrem wahren Wollen und ihren Taten – schon hier auf Erden, in der Feinen Grobstofflichkeit, oder in der Feinstofflichen Welt.

Der Weg des Menschengeistes durch die Nachschöpfung

Wie schon in „Früher war alles besser“ angedeutet, muss der unbewusst aus dem Geistigen Reich ausgehende Geistkeim die Nachschöpfung (Grob- und Feinstofflichkeit) durchwandern, um sich dabei zum vollbewussten, reifen Geist zu entwickeln. Er muss, den Schöpfungsgesetzen entsprechend, die stoffliche Schöpfung erleben, um sie zu verstehen. Dabei entwickelt er sich vom Unbewussten zum Bewussten und Sichselbstbewussten.
Bei dieser Weltenwanderung trägt der Geist auf Erden insgesamt sieben Hüllen, die er nacheinander anlegen musste. Jede dieser Hüllen ist gleichbedeutend mit einem Körper. Jede Hülle bietet der Seele in den jeweiligen Ebenen der Nachschöpfung Schutz und ermöglicht ein Wirken nach außen. Bei ihrem Aufstieg legt die Seele diese Hüllen nach und nach ab.

Ursprünglich sollte es eine abwechslungsreiche, fröhliche Wanderung werden, mit laufend neuen Eindrücken: Beginnend als unbewusster Geistkeim im Wesenhaften Ring, dann durch die Feine, Mittlere und Grobe Feinstofflichkeit, sowie die Feine und Mittlere Grobstofflichkeit bis in die Grobe Grobstofflicht unserer Erde als End- und Wendepunkt.

Die Erde ist etwas Besonderes:
Auf unserer grobstofflichen Erde können – durch den Erdenkörper, als äußerste und dichteste der sieben Hüllen geschützt – Menschengeister ganz verschiedener Reifegrade auf einander treffen, die auf anderen Ebenen, durch die Gesetze der Schwere und der Gleichart, streng getrennt bleiben müssten. 
So können auch Geschaffene oder Urgeschaffene aus höheren Ebenen, sogar Gottessöhne, inkarniert werden, um als Wegbereiter, Propheten oder Lichtgesandte den sich entwickelnden Menschengeistern Vorbild und Hilfe zu bieten.
Diese Unterschiede in der Geistesart der Erdenmenschen sollen ein besonderes Erleben bringen, mit starken Entwicklungsanstößen für den Aufstieg. Die Seele soll ja von der Erde, als unterstem Punkt der Seelenreise, in das Geistige Reich zurückkehren.

Dunklere Ebenen, landläufig als „Fegefeuer“ oder „Hölle“ bezeichnet, die tiefer liegen als unser Erdenplan, muss ein Menschengeist zu seiner Reifung nicht kennen lernen. Da hinein geraten kann man schnell, z. B. durch hartnäckige Böswilligkeit. Der Weg zurück wird aber zeitraubend und mühsam werden.

Um gleich einem verbreiteten Missverständnis vorzubeugen: Alles Üble, auch die Hölle, ist ein Werk der Menschen. Von Gott geht nur Gutes aus; Liebe und Förderung.

Das Versagen der Menschheit:
Leider ist auf dem für den Menschengeist vorgesehenen Entwicklungsweg eine Katastrophe eingetreten:
Auf der Erde entdeckten die Menschen die Möglichkeiten des Erdverstandes zur Durchdringung des rein Irdischen. Sie ließen sich von dessen Möglichkeiten faszinieren, wurden eitel, ichbezogen und materialistisch. Sie vergaßen, dass sie im Kern geistig sind und auf ihr Empfinden hören müssen.
So wurden sie schließlich im Laufe von Jahrtausenden in ihrem Selbstverständnis zu „Primaten“ mit besonders hoch entwickelten Gehirnen, die durch ihr überragendes Denkvermögen aus der übrigen Natur herausragen, und sich stolz „Verstandesmenschen“ und „Materialisten“ nennen.
Also eine grundlegende Fehleinschätzung der Natur des Menschen, als nicht mehr als einem „intelligenten Affen“, von dem man kaum Altruismus, Empathie, Menschlichkeit, geistiges Streben, Religiosität erwarten kann.

Wer sich selbst zum Gehirntier stempelt, sich von Begier und Dünkelhaftigkeit leiten lässt, sagt allem echten Menschentum ab, das nur in Vergeistigung liegen kann. Denn der Geist ist der eigentliche Mensch. Nur der Geist mit seinem Empfinden (nicht dem Bauchgefühl) kann Kontakte zu höheren Kräften knüpfen oder gar Gott erkennen.
Also ein erschreckender geistiger Abstieg der Erdenmenschheit und ein Verstoß gegen die grundlegende Schöpfungsordnung, der nicht ohne drastische Rückwirkungen bleiben kann; auf der Erde und in der jenseitigen Welt.

 Ein solch dramatischer, tiefgehender Irrtum beeindruckt auch das Innenleben; er wird nach dem Ableben von den Seelen in die Anderswelt mitgenommen und fesselt sie an die Grobstofflichkeit, der ja der Verstand entstammt.

Die Folgen dieser totalen Überbewertung des Verstandes wirken sich aus – im Dies- und im Jenseits – in für uns unvorstellbarer Weise.

Unter der Verstandesherrschaft wird Unglaubliches Wirklichkeit.
Die Menschen fragen, „weshalb lässt Gott das alles zu?“, anstatt zu erkennen, dass sie selbst es sind, die alle Übel schaffen unter denen sie leiden müssen – hier auf Erden und erst recht nach dem Ableben in der jenseitigen Welt.

Eine nachhaltige Besserung verlangt geistiges Erwachen!
Noch so gut gemeinte verstandesmäßige Ansätze können nicht zu dauerhaften Lösungen führen.
Denn erfolgreich und dauerhaft können nur Werke sein, die im Einklang mit Schöpfungsgesetzen schwingen, die dem reinen Verstandesdenken unzugänglich sind.

Den gröbsten und dichtesten, den irdischen Teil dieser Natur- oder Schöpfungsgesetze erforschen wir im Rahmen der Naturwissenschaften und sind davon fasziniert. Doch in der Begeisterung über die universelle Gültigkeit dieser Naturgesetze im sichtbaren Universum, übersehen wir, dass entsprechende Gesetze auch das Geschehen in den unseren Augen verborgenen Ebenen regeln. Diese „geistigen“ Gesetze bestimmen das Leben, unser Schicksal, im Diesseits wie im Jenseits.
Dem Erdverstand sind diese „höheren“ Gesetze fremd. Kopfschüttelnd muss ein wissenschaftsgläubiger Verstandsmensch alles ablehnen, was „nicht wissenschaftlich bewiesen“ ist: Höhere Einsichten, die Existenz jenseitiger Welten, Weiterleben nach dem Tod, mehrfache Erdenleben (Reinkarnation), das unvermeidliche Zusammenspiel von Karma und Schicksal, von Entscheidungsfreiheit und Verantwortung, usw.

Diesen wissenschaftsgläubigen Zweiflern und Gehirnakrobaten steht nach ihrem irdischen Ableben ein unangenehmes Erleben bevor!
Hoffentlich kommen sie dann bald zu einer realistischeren Einsicht!

Zur Größe der Schöpfung, der Bedeutung des Menschen und der Hilfe Gottes

Da wir Menschen sehr zur Selbstüberschätzung neigen, noch ein paar Worte zur Größe der Schöpfung, zur Bedeutung des Menschen und der Hilfe Gottes.

Unsere Nachschöpfung ist der kleinste und unterste Teil der Schöpfung. Der grobstoffliche Teil dieser Nachschöpfung, mit der kleinen Erde, besteht aus sieben Weltenteilen, von denen einer unser riesiges Universum ist. Die darüber liegenden Schöpfungsteile sind alle deutlich größer als die Grobstofflichkeit.

Will man die Bedeutung eines Menschengeistes im Vergleich zum Ganzen abschätzen, so ist der Einzelmensch nicht viel mehr als ein Atom im Vergleich zum Universum. Dabei bleibt unberücksichtigt, dass ein Atom aus derselben Materie besteht wie das Universum. Das Menschengeistige dagegen ist anderer, schwächerer Art als die Wesenheiten in den über seinem Ausgangspunkt liegenden Ebenen.

Die Menschen, die heute noch an Gott glauben, machen sich oft ein falsches Bild von der Hilfe Gottes. Sie meinen, dass Gott ihre Gebete erhören müsse, wenn sie in selbst geschaffenen Problemen stecken und um Hilfe bitten.
Dabei sind vom Verstand ausgehende Gebete – ohne tiefes Empfinden – von vornherein aussichtslos.
Dass wir Menschen selbst auch Pflichten zu erfüllen haben und nicht nur rücksichtslos nehmen dürfen, ist den Wenigsten bewusst.
Ein Mensch kommt aber vor allem dann in Schwierigkeiten, wenn er mit seinem Wollen und Tun nur auf irdische Erwägungen baut und dabei unveränderliche Schöpfungsgesetze missachtet. Dann muss er die fälligen Rückwirkungen ertragen und daraus lernen.  
Denn der Menschengeist ist ein von Gott abhängiges Geschöpf, das die Pflicht hat, die Gottgesetze richtig zu erfassen und danach zu leben.
Hilfe kann ihm nur werden, nachdem er seine Schwächen erkannt und sich innerlich umgestellt hat!

Literatur:
(1) Abd-ru-shin, „Im Lichte der Wahrheit“, Gralsbotschaft. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart.  (Buchbesprechung).
(2) Thanatos TV. (Zum ThemaAußerkörperliche Erfahrung“).

Anhang:
Es gibt auch Romane die einigermaßen anschauliche Einblicke in das jenseitige Leben bieten. Man muss aber bedenken, dass jeder Menschengeist alles seiner Persönlichkeit entsprechend individuell erlebt, und die Schilderungen entsprechend verschieden sind. Auch können sich bei Aufnahmen aus dem Jenseits durch irdische Visionäre Missverständnisse und Unklarheiten einschleichen.
Zwei Empfehlungen wären:
(I) Franchezzo: „Ein Wanderer im Lande der Geister“, Turm-Verlag, Bietigheim, 1961.
(II) Manfred Kyber: „Nachruhm“. Aus „Gesammelte Tiergeschichten“ Christian Wegner Verlag, Hamburg. Hier im Anhang von „Macht euch die Erde untertan

Lesen Sie dazu auch „Der gewalttätige Mensch – Opfer seiner Entwicklung?“ und „Weshalb lässt Gott das alles zu?„.