{"id":2234,"date":"2014-08-17T10:21:31","date_gmt":"2014-08-17T09:21:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/?page_id=2234"},"modified":"2026-01-11T11:18:59","modified_gmt":"2026-01-11T10:18:59","slug":"die-apokalypse-als-hoffnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/%d0%b8%d1%81%d1%82%d0%be%d1%80%d0%b8%d1%8f-%d1%80%d0%b5%d0%bb%d0%b8%d0%b3%d0%b8%d0%b8\/%d0%b0%d0%bf%d0%be%d0%ba%d0%b0%d0%bb%d0%b8%d0%bf%d1%81%d0%b8%d1%81-%d0%ba%d0%b0%d0%ba-%d0%bd%d0%b0%d0%b4%d0%b5%d0%b6%d0%b4%d0%b0\/","title":{"rendered":"\u0410\u043f\u043e\u043a\u0430\u043b\u0438\u043f\u0441\u0438\u0441 \u043a\u0430\u043a \u043d\u0430\u0434\u0435\u0436\u0434\u0430?"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>(Ver\u00f6ffemtlicht 2014)<\/p><\/blockquote>\n<h5><b>Die Welt geht noch nicht unter&#8230; <\/b><\/h5>\n<p>Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts h\u00f6rte ich in einem kleinen, privaten Kreis um Carl Friedrich v. Weizs\u00e4cker (1912-2007) einen Vortrag von Marion Gr\u00e4fin D\u00f6nhoff (1909-2002), der gro\u00dfen alten Dame des deutschen politischen Journalismus.<\/p>\n<p>Ihre Darlegungen waren von gr\u00f6\u00dftem Optimismus gepr\u00e4gt: der Eiserne Vorhang war gerade gefallen, die Teilung Europas in zwei verfeindete, ideologische Bl\u00f6cke schien beendet. Der Kalte Krieg, der die Welt nahe an den Abgrund eines Atomkrieges gef\u00fchrt hatte, war Geschichte. Anstatt der Konfrontation hatte die Zusammenarbeit zwischen Russland und den USA begonnen. Beiden war ihr Feindbild abhanden gekommen, das so lange die Weltpolitik entscheidend beeinflusst hatte. Die zu weltpolitischer Bedeutung aufsteigenden neuen M\u00e4chte, wie China, Indien oder Brasilien, suchten ebenfalls die Zusammenarbeit mit dem Westen. Alle Anzeichen lie\u00dfen eine friedlichere, gl\u00fccklichere Zukunft der Menschheit erwarten.<\/p>\n<p>Leider dauerte die hoffnungsvolle Aufbruchsstimmung nach dem Fall des Eisernen Vorhanges kaum zwei Jahrzehnte, bis neue Bedrohungen auftauchten, die den Endzeitpropheten wieder Argumente liefern. Denn immer wenn Naturkatastrophen, politische oder wirtschaftliche Turbulenzen das Leben erschweren, oder gar Kriege drohen, treten unvermeidlich auch Endzeitprediger auf, die zur dringend n\u00f6tigen spirituellen Umkehr mahnen.<\/p>\n<blockquote><p><b>Zwangsl\u00e4ufige Selbstzerst\u00f6rung der Zivilisationen?<br \/>\n<\/b><em>\u201eIrgendwann um 1950 trafen sich der Physiker Enrico Fermi und drei seiner Kollegen zum Mittagessen im Los Alamos National Laboratory in New Mexico. Nachdem sie sich \u00fcber eine Karikatur des New Yorker am\u00fcsiert hatten, die eine fliegende Untertasse zeigte, gingen sie zu konventionelleren wissenschaftlichen Themen \u00fcber. Pl\u00f6tzlich platzte Fermi heraus: \u201aAber wo sind sie?\u2019<br \/>\n<\/em><em>Fermis Kollegen brauchten ein, zwei Augenblicke, bis ihnen klar war, dass er noch immer an die Besucher von fremden Sternen dachte. W\u00e4hrend des Essens waren ihm ein paar \u00dcberlegungen durch den Kopf gegangen. Selbst dann, wenn nur ein verschwindend kleiner Teil der 250 Milliarden Sterne unserer Galaxis Planeten h\u00e4tte, auf denen die Entstehung von Leben m\u00f6glich w\u00e4re, m\u00fcsste das All doch voll sein mit Au\u00dferirdischen. Die Erde ist \u2013 bezogen auf das Alter der Galaxis \u2013 relativ jung, weniger als f\u00fcnf Milliarden Jahre alt, also k\u00f6nnten mache dieser Wesen einen sehr viel \u00e4lteren Stammbaum haben und sehr viel weiter entwickelt sein als wir. Selbst wenn ihre Raumschiffe so langsam w\u00e4ren wie unsere, h\u00e4tten sie h\u00f6chstens 50 Millionen Jahre gebraucht, um das ganze Milchstra\u00dfensystem zu erkunden. Also, wo sind sie? Warum haben sie keinen Kontakt mit uns aufgenommen?<br \/>\n<\/em><em>1967 pr\u00e4sentierten die Astronomen Josef Schklowski und Carl Sagan eine ern\u00fcchternde L\u00f6sung f\u00fcr das <strong>Fermi-Paradoxon.<\/strong> Wenn auch nur jeder 250.000. Stern von einem bewohnbaren Planeten umkreist wird, dann, so berechneten sie, g\u00e4be es in der Milchstra\u00dfe potentiell eine Million extraterrestrischer Zivilisationen. Die Tatsache, dass wir keinerlei Spuren von ihnen haben, k\u00f6nne, so die beiden Astronomen, nur bedeuten, dass fortgeschrittene Zivilisationen sich stets selbst zerst\u00f6ren. Und zwar m\u00fcsse das jeweils innerhalb von 100 Jahren nach der Erfindung von Atomwaffen geschehen, andernfalls n\u00e4mlich h\u00e4tten die Au\u00dferirdischen gen\u00fcgend Zeit gehabt, den Kosmos mit Signalen zu f\u00fcllen, die wir auffangen k\u00f6nnten.\u201c<\/em> (6, S. 587).<br \/>\n(In der Esoterik-Szene spuken etliche Geschichten oder Visionen herum von au\u00dferirdischen Zivilisationen, die sich selbst zerst\u00f6rten<a title=\"\" href=\"#_edn1\">[i]<\/a>. Der hundertste Jahrestag des ersten Abwurfs einer Atombombe kommt 2045!).<\/p><\/blockquote>\n<p>So gab es auch seit Ende des Zweiten Weltkrieges etliche, nicht nur religi\u00f6s begr\u00fcndete, apokalyptische Szenarien. W\u00e4hrend des Kalten Krieges schienen die verbreiteten Zukunfts\u00e4ngste real, dass ein gro\u00dfer Krieg mit Kernwaffen die Ausrottung der Menschheit, oder zumindest den Untergang der Zivilisationen bedeuten k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Dann folgte die \u2013 inzwischen abgeebbte \u2013 optimistische New-Age-Welle, die im beginnenden \u201eWassermann-Zeitalter\u201c auf eine Wendezeit hoffte, die in ein besseres, spirituelles Zeitalter f\u00fchren sollte.<\/p>\n<p>Seit den siebziger Jahren wurden die Gefahren der \u00dcberv\u00f6lkerung und der Umweltzerst\u00f6rung immer mehr Menschen bewusst. Das Modell einer unersch\u00f6pflichen wirtschaftlichen Expansion war nicht l\u00e4nger haltbar, so wenig wie das Konzept der Moderne: \u201ealles ist m\u00f6glich\u201c. Seither sehen Viele in einer \u00f6kologischen Apokalypse die gr\u00f6\u00dfte Gefahr f\u00fcr die Zukunft der Menschheit.<\/p>\n<h5>Die neue Bedrohung des Westens<\/h5>\n<p>Zu Beginn des 21. Jahrhunderts, am 11. September 2001, machte ein spektakul\u00e4rer Terroranschlag deutlich, dass die Zeit f\u00fcr einen weltweiten Frieden noch nicht reif ist.<\/p>\n<p>Auf einen derartigen Angriff fanatischer Terroristen war kaum jemand gefasst, auch wenn es an Warnungen vor der kommenden gro\u00dfen Auseinandersetzung zwischen dem fundamentalistischen Islam und dem Westen nicht gefehlt hat (5).<\/p>\n<p>Nach dem Sturz des Bolschewismus hielten Viele diese fanatisch vertretene, politische Ideologie f\u00fcr \u00fcberwunden; doch sie existiert weiter, gewinnt sogar neue Anh\u00e4nger unter den Verlierern der Globalisierung.<\/p>\n<p>Viele Menschen \u2013 besonders in weniger entwickelten L\u00e4ndern \u2013 f\u00fchlen sich benachteiligt oder unterdr\u00fcckt. Solche wenden sich manchmal wieder dem Kommunismus zu, der seinen Anh\u00e4ngern nicht selten als Ersatzreligion dient. Oder sie werden zu religi\u00f6sen Fanatikern. Nationalismus und Rassismus k\u00f6nnen sich mit religi\u00f6sem oder politischem Fanatismus zu einer explosiven Mischung zusammenf\u00fcgen. (Vgl. <a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wirtschaft-und-soziales\/wop-bleibt-die-hoffnung\/\">\u201eWo bleibt die Hoffnung f\u00fcr die Armen der Welt?\u201c<\/a>, unter &#8222;Wirtschaft und Soziales&#8220;).<\/p>\n<p>Zu gro\u00df wurde \u2013 trotz aller gut gemeinten, oft schlecht durchgef\u00fchrten Entwicklungshilfe \u2013 die Kluft zwischen armen und reichen L\u00e4ndern. Auch innerhalb der einzelnen V\u00f6lker, sogar in reichen Nationen wie den USA, wachsen die sozialen Spannungen.<\/p>\n<p>Die Bev\u00f6lkerungsexplosion, der zunehmende Mangel an Ressourcen, die Verarmung der Lebensr\u00e4ume der Erde, die \u00dcberschuldung der Nationen wirken sich immer deutlicher aus.<\/p>\n<p>Sogar in den Industriel\u00e4ndern w\u00e4chst die Unsicherheit. Gut bezahlte Arbeitspl\u00e4tze werden rar, kaum ein Arbeitnehmer kann sich noch sicher f\u00fchlen, denn selbst eine gute Ausbildung und erstklassige Leistungen bedeuten keine Arbeitsplatzgarantie mehr.<\/p>\n<p>Und erst in den Entwicklungsl\u00e4ndern: Hier zerfallen Staaten, und die Zahl der Hungernden, der Menschen ohne Zukunftschancen, steigt dramatisch an. Und damit auch der Hass auf den Westen, gegen die einstigen Kolonialm\u00e4chte, die f\u00fcr alle \u00dcbel verantwortlich gemacht werden (vgl. Buchbesprechung <a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/buch-und-filmbesprechungen\/der-has-auf-den-westen\/\">\u201eDer Hass auf den Westen\u201c<\/a>).<\/p>\n<p>Die westlichen L\u00e4nder wissen nicht so recht wie sie sich verhalten sollen. Die Verbrechen der kolonialen Vergangenheit belasten ihr Gewissen und machen es ihnen schwer, zu einer realistischen Lageeinsch\u00e4tzung der Gegenwart zu finden. Hinzu kommt die Erkenntnis, dass der neoliberale Ansatz westlicher L\u00e4nder zur \u201eRettung der Welt\u201c gescheitert ist.<\/p>\n<p>Dieser, besonders von den USA ausgehende \u201emissionarische Liberalismus\u201c war \u00fcberzeugt, dass nach der Einf\u00fchrung von Demokratie, Menschenrechten, Religionsfreiheit und freier Marktwirtschaft \u00fcberall in der Welt paradiesische Zust\u00e4nde geradezu zwangsl\u00e4ufig entstehen m\u00fcssten.<\/p>\n<p>\u00dcber Traditionen, \u00dcberzeugungen, religi\u00f6se \u00dcberlieferungen, die \u00f6konomische Basis und den Bildungsstand der zur Demokratie zu bekehrenden V\u00f6lker gingen die Prediger des westlichen Liberalismus ebenso hinweg, wie einst die christlichen Missionare. Die Neo-Liberalen haben \u2013 wie die Missionare \u2013 \u00fcbersehen, dass eine \u00c4nderung zum Besseren von der Mehrheit getragen werden muss. Die Menschen m\u00fcssen das Neue zuerst verstehen und dann auch damit \u00fcbereinstimmen, bevor sie es in ihrem Leben umsetzen k\u00f6nnen. (Vgl. <a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/die-christliche-mission-eine-gescheiterte-utopie\/\">\u201eDie christliche Mission \u2013 eine gescheiterte Utopie?\u201c<\/a>, unter &#8222;Religionsgeschichte&#8220;).<\/p>\n<h5>Der asymmetrische Krieg<\/h5>\n<p>Seit Jahren spricht man nun schon von einem \u201easymmetrischen Krieg\u201c der Armen gegen die Reichen, in dem manche die Vorstufe eines Weltkampfes des Islam gegen die westliche Kultur sehen. Nach dem Verst\u00e4ndnis islamisch-fundamentalistischer Extremisten ist ein solcher weltweiter Kampf gegen die westliche Unmoral eine Voraussetzung f\u00fcr die kommende Apokalypse. (Vgl. <a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/die-apokalypsen-im-21-jahrhundert\/\">\u201eDie Apokalypsen im 21. Jahrhundert\u201c,<\/a> unter &#8222;Religionsgeschichte&#8220;). Religi\u00f6sen Fanatikern, die vielleicht die Apokalypse ausl\u00f6sen wollen, ist dann sogar der Einsatz von Kernwaffen zuzutrauen, sofern sie ihrer habhaft werden.<\/p>\n<p>Terroraktionen und Selbstmordattentate bringen die milit\u00e4risch hochger\u00fcsteten L\u00e4nder in Verlegenheit. Denn mit U-Booten, Flugzeugtr\u00e4gern, Interkontinentalraketen ist gegen eine Guerillaarmee schwer anzukommen, und der \u201eKrieg gegen den Terror\u201c nicht zu gewinnen. Schon gar nicht, wenn die Aufst\u00e4ndischen vom Volk unterst\u00fctzt werden. Wie sollten auch ausl\u00e4ndische Truppen, denen Sprache, Sitten und Gebr\u00e4uche des Landes fremd sind, die todesbereiten Freiheitsk\u00e4mpfer, Glaubenskrieger oder Terroristen aus Hunderten von mehr oder weniger harmlosen Zivilisten herauspicken, die ihnen \u2013 nicht immer freiwillig \u2013 Schutz und Hilfe gew\u00e4hren?<\/p>\n<h5>Leben wir in der Endzeit?<\/h5>\n<p>Solche Verwicklungen in unl\u00f6sbar scheinende Konflikte geben Endzeitpropheten der verschiedensten Ideologien oder Konfessionen neuen Aufwind. Seit Jahrtausenden wird ja die gro\u00dfe Auseinandersetzung zwischen Gut und B\u00f6se, zwischen Licht und Finsternis, erwartet. In der Vergangenheit glaubten Apokalyptiker in jedem Jahrhundert die angek\u00fcndigten Zeichen f\u00fcr den Beginn der Endzeit zu erkennen. So auch in unserer Zeit.<\/p>\n<p>Erst nach dem endg\u00fcltigen Sieg des Lichtes, der Vernichtung aller \u00dcbelwollenden, k\u00f6nnen demzufolge die l\u00e4ngst prophezeiten goldenen Zeiten beginnen. Dabei versteht sich von selbst, dass die jeweiligen Endzeitprediger sich ganz sicher sind, dass sie pers\u00f6nlich zu den \u201eGuten\u201c geh\u00f6ren, die gerettet werden. Solche Endzeitpropheten gibt es in vielen unterschiedlichen Gruppen verschiedenster L\u00e4nder und Religionen, die sich nicht selten gegenseitig verteufeln.<\/p>\n<h5>Die religi\u00f6sen<b> Apokalypsen<\/b><a title=\"\" href=\"#_edn2\">[ii]<\/a><b> <\/b><\/h5>\n<p>Als erster sprach vermutlich Zarathustra (Zoroaster, vgl. <a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/ein-persischer-wahrheitsbringer\/\">\u201eEin persischer Wahrheitsbringer\u201c<\/a>, unter &#8222;Religionsgeschichte&#8220;) etwa im ersten vorchristlichen Jahrtausend von dem bevorstehenden Endkampf zwischen Gut und B\u00f6se, der teilweise auch auf der Erde ausgetragen wird.<\/p>\n<p>Den Sieg des Lichtes betrachtete er anscheinend nur als m\u00f6glich, nicht als sicher. \u00c4gyptische Mystiker sagten sogar einen unaufh\u00f6rlichen Wechsel von Licht und Finsternis voraus, und der griechische Dichter Hesiod rechnete im 8. Jahrhundert vor Christus sogar mit einem Sieg des Dunkels (3, S. 23).<\/p>\n<p>Die Prophetie von der gro\u00dfen endzeitlichen Auseinandersetzung ist nicht nur ein integraler Bestandteil abrahamitischer Religionen (Judentum, Christentum, Islam). Sie findet sich in vergleichbarer Form auch bei Buddhisten, Hindus, Hopi-Indianern, New-Age-Anh\u00e4ngern, Okkultisten, Paganisten<a title=\"\" href=\"#_edn3\">[iii]<\/a>, Parsen<a title=\"\" href=\"#_edn4\">[iv]<\/a>, usw.<\/p>\n<p>Die Bibel beginnt mit der Sch\u00f6pfungsgeschichte und endet mit der Vorhersage des Weltgerichtes, der \u201egro\u00dfen Apokalypse\u201c. Diese Erwartung eines Endgerichtes, einer Reinigung der Erde, geh\u00f6rt zu den verbreitetsten religi\u00f6sen Ideen.<\/p>\n<p>Leider wurde dieser grundlegende religi\u00f6se Gedanke \u00fcber viele Jahrhunderte missbraucht, um die Menschen mit der Furcht vor der Verdammnis zu disziplinieren.<\/p>\n<p>Doch die besonders \u2013 aber nicht nur \u2013 von monotheistischen Religionen erzeugte H\u00f6llenfurcht ist kein guter Ratgeber. Gar die Unterstellung, der Sch\u00f6pfer lie\u00dfe sich durch Bestechung (Ablasshandel, Spenden an die Kirche oder die Moschee, Selbstmordattentate und dergleichen) f\u00fcr die eigenen, spirituellen oder materiellen Ziele g\u00fcnstig stimmen, war und ist glatte Gottesl\u00e4sterung.<\/p>\n<p>So richtig es ist, den Menschen auf seine Verantwortlichkeit gegen\u00fcber seinem Sch\u00f6pfer hinzuweisen, so falsch ist es, wenn sich Menschen, Prediger, Priester ein Urteil anma\u00dfen, das die Ratschl\u00fcsse des Ewigen vorwegnehmen will.<\/p>\n<h5>Die Apokalypse der \u00d6kologen<\/h5>\n<p>Heute m\u00fcssen wir die \u201eApokalypse der \u00d6kologen\u201c ernst nehmen; die Warnungen vor einem \u201e\u00d6kozid\u201c, einem \u00f6kologischen Selbstmord. Leider ist nicht mehr auszuschlie\u00dfen, dass lebenswichtige Naturkreisl\u00e4ufe zusammenbrechen k\u00f6nnten und dann ein apokalyptisches Szenario ausl\u00f6sen, dessen Konsequenzen sich kaum jemand vorzustellen vermag.<\/p>\n<blockquote><p>\u00a0<b>Die \u00f6kologische Apokalypse<br \/>\n<\/b>Nach neueren Prognosen<a title=\"\" href=\"#_edn5\">[v]<\/a>, die leider recht fundiert sind, kann die Erderw\u00e4rmung in der zweiten H\u00e4lfte des 21. Jahrhunderts eine kritische Schwelle \u00fcberschreiten. Dann m\u00fcssten \u00d6kosysteme gro\u00dfr\u00e4umig zusammenbrechen. Natur und Umwelt w\u00fcrden sich in einem f\u00fcr uns unvorstellbaren Ausma\u00df ver\u00e4ndern, die gef\u00fcrchtete <em>\u201eApokalypse der \u00d6kologen\u201c<\/em> k\u00f6nnte teilweise Wirklichkeit werden.<br \/>\n<em>\u201eDie Apokalypse der \u00d6kologen m\u00fcsste grauenhaft sein. Ein einziges langsames Morden und qualvolles Sterben, der Untergang von Pflanzen, Tieren, Menschen durch die schleichende Verseuchung des Lebensraumes. Ein grausamer Tod, dem die brutale Zerst\u00f6rung alles Lebendigen in einem gewaltigen atomaren Schlag fast vorzuziehen w\u00e4re.<br \/>\n<\/em><em>Im Vergleich zu diesen Schreckensvisionen der Naturwissenschaftler sind die Propheten fast schon Optimisten. Auch sie sehen Katastrophen schlimmster Art. Doch es sind Katastrophen, die nicht wahllos zuschlagen, nicht in sinnlosem W\u00fcten zerst\u00f6ren, es sind Eingriffe, die Fehlentwicklungen korrigieren, lebensbejahende und spirituelle Entwicklungen f\u00f6rdern und einen Evolutionssprung verursachen.\u201c\u00a0 \u00a0 \u00a0<\/em>(4, S. 392)<\/p><\/blockquote>\n<p>Jonathan Granoff, Pr\u00e4sident des \u201eGlobal Security Institute\u201c, einer Non-Profit-Organisation, meinte:<br \/>\n<i>\u201eWir sind die erste Generation, die durch ihre ethischen Entscheidungen bestimmen muss, ob sie zugleich auch die letzte sein wird.\u201c<\/i><\/p>\n<p>Damit stehen wir vor einer neuen Erfahrung, die schon Kindern \u2013 oft in viel zu jungen Jahren \u2013 vermittelt wird und sie bedr\u00fccken kann. Das \u00fcber Jahrtausende hinweg Undenkbare, Unm\u00f6gliche ist Wirklichkeit geworden:<\/p>\n<p>Das \u00dcberleben der Menschheit ist nicht mehr nur eine Frage der Ratschl\u00fcsse Gottes, des (unausweichlich kommenden?) J\u00fcngsten Gerichtes, des Ausbruchs eines Gro\u00dfvulkans, oder eines Impakts<a title=\"\" href=\"#_edn6\">[vi]<\/a>, sondern es h\u00e4ngt vor allem von uns selbst ab! (Vgl. &#8222;<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/okologie\/kommt-die-apokalypse-der-religionen\/\">Welche Apokalypse kommt<\/a>?).<\/p>\n<h5>Not lehrt beten<\/h5>\n<p>In allen Kulturen spielen religi\u00f6se Riten, Gebete, Meditation eine wichtige Rolle. Je gr\u00f6\u00dfer die Not, desto inbr\u00fcnstiger werden auch die Gebete. Denn wer sich am Ende seiner Weisheit f\u00fchlt, vor unl\u00f6sbaren Problemen steht, der hofft auf h\u00f6here M\u00e4chte, das Eingreifen des Schicksals, die Hilfe Gottes. Man legt seine Zukunft resignierend in die \u201eHand Gottes\u201c, in dem Bewusstsein eigener Machtlosigkeit.<\/p>\n<p>In solchen Situationen liegt es auch nahe, sich endzeitlichen Weissagungen oder prophetischen Deutungen der Heiligen B\u00fccher zuzuwenden.<\/p>\n<p>Das fr\u00fche Christentum war ja ein eschatologischer<a title=\"\" href=\"#_edn7\">[vii]<\/a> Kult. Die ersten Christen glaubten, die Zerst\u00f6rung der Welt und die Wiederkunft Christi st\u00fcnden unmittelbar bevor. Dann werde aus den Ruinen der alten Welt eine neue, vollkommene Welt, das \u201eTausendj\u00e4hrige Reich\u201c hervor gehen.<\/p>\n<p>Solche Zukunftserwartungen haben in der ganzen Geschichte des Abendlandes ihre Rolle gespielt. Unz\u00e4hlige religi\u00f6se Gemeinden, von den Kirchen abweichende, mehr oder weniger sektiererische Gruppen, Neureligionen, \u00f6konomische oder politische Bewegungen, philosophische Ideen, versprachen ideale Verh\u00e4ltnisse durch utopische neue Ordnungen zu schaffen.<\/p>\n<p>Diese Hoffnung auf eine \u201ebessere Welt\u201c findet sich nach wie vor in den Predigten vieler Konfessionen, in politischen Programmen, in \u00f6konomischen Lehren, sogar in atheistischen Weltbildern.<\/p>\n<p>So gut wie allen diesen Utopien \u2013 ob politisch, \u00f6kologisch, \u00f6konomisch, philosophisch oder religi\u00f6s begr\u00fcndet \u2013 ist eines gemeinsam: ein beachtliches Ma\u00df an Realit\u00e4tsverlust, an dem sie dann bisher auch allesamt gescheitert sind. Oder fehlte vielleicht nur die letzte, begeisternde \u00dcberzeugung, der \u201eGlaube, der Berge versetzen kann\u201c?<\/p>\n<h5>Die Erwartung eines Heilbringers<\/h5>\n<p>In den endzeitlichen Prophetien ist oft das Auftreten eines Lichtgesandten vorhergesagt. Der \u201eMessianismus\u201c findet sich in vielen mythischen \u00dcberlieferungen. Diese sprechen von einer \u00fcberragenden Geistpers\u00f6nlichkeit, die bereits auf Erden war und in der Endzeit wiederkehren wird.<\/p>\n<p>Es kann sich um Krishna (Hinduismus), den Saoshyant (altpersische Religion), den Maitreya-Buddha, den Messias (Judentum), den Christus, den Geist der Wahrheit (Joh. 16,13), den Imam Mahdi (Islam), oder den Verborgenen Zw\u00f6lften Imam (schiitischer Islam) handeln, deren Wiederkehr als Helfer der Rechtgl\u00e4ubigen eines Volkes oder der ganzen Menschheit erhofft wird. Hier handelt es sich offenbar um ein \u201eWissen-von\u201c das allen Kulturen auf der Erde gemeinsam ist.<\/p>\n<p>Diese Erwartungshaltung kann politische Dimensionen annehmen, die zu einer Bedrohung f\u00fcr andere werden. So sagte Ahmadinejad, der fr\u00fchere Pr\u00e4sident Irans:<br \/>\n<i>\u201eDie Hauptmission unserer Revolution ist, den Weg f\u00fcr das Wiedererscheinen des 12. Imams, von Mahdi, vorzubereiten. Wir sollten unsere wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Strategien so definieren, dass sie zur R\u00fcckkehr des Imams Mahdi passen\u201c <\/i>(8).<\/p>\n<p>Im profanen Bereich lassen Sagen auf eine \u00fcberragende irdische Herrscherpers\u00f6nlichkeit hoffen. Zum Beispiel in Zentralasien den Heldenk\u00f6nig Gesar, oder in Europa die (symbolische) Wiederkehr sagenhaft verkl\u00e4rter Herrscher: K\u00f6nig Artus, Kaiser Karl oder Kaiser Barbarossa.<\/p>\n<h5>Hoffen auf die Endzeit?<\/h5>\n<p>Vor der Epoche der Aufkl\u00e4rung, mit ihrem Kampf gegen die Kirchen, f\u00fchlten sich die meisten Menschen mehr oder weniger geborgen im Schutze ihres Sch\u00f6pfers, der \u00fcber ihr Schicksal wachte und es bestimmte. Da alles vom Willen Gottes abhing, konnte man sich ein nutzloses Hadern mit seinem Schicksal sparen, auch wenn es noch so hart oder ungerecht schien.<\/p>\n<blockquote><p><b>Die Prophezeiung des Kondors und des Adlers<br \/>\n<\/b><em>\u201eFast alle Kulturen, die ich kenne, gehen davon aus, dass wir Ende des 20. Jahrhunderts in ein bedeutendes Wendezeitalter eingetreten sind. In Kl\u00f6stern im Himalaja, an rituellen Orten in Indonesien, in den Reservationen der nordamerikanischen Ureinwohner, von den Tiefen das Amazonas bis zu den Bergen der Anden und zu den alten St\u00e4dten der Maya in Mittelamerika \u2013 \u00fcberall h\u00f6rte ich, dass wir in einer besonderen historischen Zeit leben und dass wir geboren wurden, weil wir eine Mission zu erf\u00fcllen h\u00e4tten.<br \/>\n<\/em><em>Die Bezeichnungen und der Inhalt der Prophezeiungen weichen ein wenig von einander ab. Sie sprechen von einem neuen Zeitalter, dem Dritten Jahrtausend, dem Wassermann-Zeitalter und dem Anfang der F\u00fcnften Sonne oder vom Ende der alten Zeitrechnung und dem Beginn einer neuen. Trotz der unterschiedlichen Terminologie haben sie jedoch vieles gemeinsam, und \u201aDie Prophezeiung des Kondors und des Adlers\u2019 ist typisch f\u00fcr sie. Ihr zufolge spaltete sich die menschliche Gemeinschaft am Beginn der Geschichte und schlug zwei unterschiedliche Wege ein: jenen des Kondors (der das Herz, die Intuition und das Mystische verk\u00f6rpert) und jenen des Adlers (der den Verstand, das Rationelle und des Materielle repr\u00e4sentiert). In den letzten Jahren des 15. Jahrhunderts, so die \u00dcberlieferung, liefen beide Wege auf einander zu, und der Adler drohte den Kondor zu \u00fcberw\u00e4ltigen. Aber f\u00fcnfhundert Jahre sp\u00e4ter, Ende des 20. Jahrhunderts, sollte eine neue Zeit beginnen, in der sich dem Kondor und dem Adler die M\u00f6glichkeit bietet, sich zu vereinigen, gemeinsam am Himmel zu fliegen und den selben Weg einzuschlagen. Wenn der Kondor und der Adler diese Chance nutzen, werden sie herausragende, einzigartige Nachkommen hervorbringen.\u201c<\/em> (7, S. 343 f.).<br \/>\n(Das sehr wichtige Thema &#8222;Geist&#8220; (Kondor) und &#8222;Verstand&#8220; (Adler) wird in der Gralsbotschaft (1) ausf\u00fchrlich diskutiert).<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Thema der Aufkl\u00e4rung war die Befreiung des Menschen: Die Befreiung aus der politischen Knechtung durch autokratische Monarchen und die Befreiung aus der seelischen Unterwerfung unter machtgierige Priester. Die Menschen sollten erwachsen werden und ihr Schicksal selbstverantwortlich gestalten. Der aufgekl\u00e4rte Mensch verlor damit auch das Gef\u00fchl seiner Geborgenheit im Schutze eines Gottes, der alles zum Besten f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Wenn jedoch Katastrophen hereinbrechen, Einzelmenschen oder ganze Gruppen sich in bedrohlichen, gar hoffnungslos scheinenden Situationen befinden, aus denen sie keinen Ausweg sehen, dann bricht auch bei aufgekl\u00e4rten Menschen die Sehnsucht nach g\u00f6ttlicher Hilfe durch. Viele hoffen dann auf einen \u201eEingriff von oben\u201c, auf den \u201edeus ex machina\u201c<a title=\"\" href=\"#_edn8\">[viii]<\/a> der griechischen Trag\u00f6die, auf eine schicksalhafte Wende zum Besseren, oder die nahende Endzeit. Wie sagt ein Sprichwort:<br \/>\n<i>\u201eAuf einem Schiff in Seenot gibt es keine Atheisten!\u201c <\/i><\/p>\n<p>In unserer Gegenwart zeigt sich sogenanntes Gottvertrauen h\u00e4ufig nur als Resignation vor Problemen. So zum Beispiel bei der Nicht-Reaktion auf die drohende Ressourcenverknappung, bei der \u00dcberschuldung von Staaten, bei politischen oder \u00f6konomischen Instabilit\u00e4ten, bei Naturzerst\u00f6rungen und Klimawandel, oder bei B\u00fcrgerkriegen und der Bev\u00f6lkerungsexplosion mit ihrer Flut von Migranten.<\/p>\n<p>Ratlose Regierende schauen hilflos weg und verniedlichen die gr\u00f6\u00dfer und gr\u00f6\u00dfer werdenden Probleme. Und diese realen, nicht wegzudiskutierenden Bedrohungen nehmen unterdessen ein apokalyptisches Ausma\u00df an, das sich nicht l\u00e4nger verdr\u00e4ngen und vor allem bald nicht mehr steuern l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Wenn menschliche Klugheit versagt, bleibt dann noch das Hoffen auf die Hilfe Gottes? K\u00f6nnen wir davon ausgehen, verlangen, oder durch Gebete erzwingen, dass ER unsere Fehler und Vers\u00e4umnisse korrigieren wird?<\/p>\n<p>Die meisten von uns machen sich zu wenig bewusst, dass die Hoffnung auf h\u00f6here M\u00e4chte, auf einen g\u00f6ttlichen Eingriff, manchmal lediglich pers\u00f6nliche Resignation bedeuten kann; das deprimierende Eingest\u00e4ndnis der eigenen Hilflosigkeit oder des Versagens.<\/p>\n<p>Meist unbewusst entzieht man sich zum eigenen Schaden damit dem Erkennen der eigenen Urs\u00e4chlichkeit und fl\u00fcchtet in anscheinendes Gottvertrauen. In depressiver Resignation wird dann \u00fcbersehen, dass der eigene Beitrag zur L\u00f6sung der Krise m\u00f6glich und auch die Voraussetzung daf\u00fcr ist, dass die ersehnte Hilfe Gottes wirksam werden kann.<\/p>\n<h5>Bete und arbeite!<\/h5>\n<p>Der alte Wahlspruch des Benedikt von Nursia (um 480-547)<a title=\"\" href=\"#_edn9\">[Ix]<\/a> hat noch immer seinen Wert. Denn zun\u00e4chst liegt es an jedem Einzelnen, sich pers\u00f6nlich um die Verbesserung seines n\u00e4heren Umfeldes zu bem\u00fchen; in Gedanken, Worten und Taten. Wer es vers\u00e4umt, selbst zu handeln, sich daf\u00fcr auf Andere verl\u00e4sst, auf die Einsicht der Verantwortlichen wartet, oder auf Wunder hofft, der wird so gut wie sicher entt\u00e4uscht werden.<\/p>\n<p>Kein Mensch wei\u00df wirklich, ob und wann die \u201edie Endzeit\u201c, das \u201eJ\u00fcngste Gericht\u201c, die \u201eReinigung der Erde\u201c kommen wird und ob dies durch einen noch nie da gewesenen g\u00f6ttlichen Eingriff geschehen soll.<\/p>\n<p>Mit Sicherheit aber wissen wir, dass die Zukunft etwas ist, das von uns heute mitgestaltet wird. Zukunft entwickelt sich aus den Verh\u00e4ltnissen der Gegenwart und wird von gegenw\u00e4rtigen und zuk\u00fcnftigen Entscheidungen beeinflusst.<\/p>\n<p>Wer in der Gegenwart aufbauend im Hinblick auf die Zukunft handelt, im pers\u00f6nlichen Bereich, den er beeinflussen kann, der muss weder die Zukunft noch das Weltgericht f\u00fcrchten. F\u00fcr ihn als Person wird es positiv weiter gehen \u2013 auf dieser Erde oder im Jenseits, in der \u201eAnderswelt\u201c.<\/p>\n<div>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div>\n<p><strong>Endnoten:<br \/>\n<\/strong><a title=\"\" href=\"#_ednref1\">[i]<\/a> Zum Beispiel \u201eMallona\u201c von Leopold Engel, Turm, Bietigheim, 1961.<br \/>\n<a style=\"font-size: revert;\" title=\"\" href=\"#_ednref2\">[ii]<\/a><span style=\"font-size: revert;\"> Apokalypse = Offenbarung; Apokalypsen = prophetische Schriften \u00fcber das Weltende.<br \/>\n<\/span><a style=\"font-size: revert;\" title=\"\" href=\"#_ednref3\">[iii]<\/a><span style=\"font-size: revert;\"> Paganisten sind Anh\u00e4nger von Naturreligionen. Fr\u00fcher wurden sie als \u201eHeiden\u201c bezeichnet.<br \/>\n<\/span><a style=\"font-size: revert;\" title=\"\" href=\"#_ednref4\">[iv]<\/a><span style=\"font-size: revert;\"> Parsen (von Perser) sind die heutigen Anh\u00e4nger der Religion des Zarathustra. Sie leben zum gro\u00dfen Teil in Indien und Pakistan.<br \/>\n<\/span><a style=\"font-size: revert;\" title=\"\" href=\"#_ednref5\">[v]<\/a><span style=\"font-size: revert;\"> Vgl. Jorgen Randers, \u201e2052\u201c, oekom, M\u00fcnchen, 2012.<br \/>\n<\/span><a style=\"font-size: revert;\" title=\"\" href=\"#_ednref6\">[vi]<\/a><span style=\"font-size: revert;\"> Einschlag eines Himmelsk\u00f6rpers.<br \/>\n<\/span><a style=\"font-size: revert;\" title=\"\" href=\"#_ednref7\">[vii]<\/a><span style=\"font-size: revert;\"> Eschatologie = die Lehre von den letzten Dingen und vom Weltenende.<br \/>\n<\/span><a style=\"font-size: revert;\" title=\"\" href=\"#_ednref8\">[viii]<\/a><span style=\"font-size: revert;\"> Deus ex machina = Gott aus der Maschine. In der griechischen Trag\u00f6die schwebte ein Gott von oben auf die B\u00fchne, um unl\u00f6sbare Verquickungen zu entwirren.<br \/>\n<\/span><a style=\"font-size: revert;\" title=\"\" href=\"#_ednref9\">[ix]<\/a><span style=\"font-size: revert;\"> Dass die Existenz dieses heilig gesprochenen M\u00f6nches neuerdings von Historikern angezweifelt wird \u00e4ndert nichts an der Richtigkeit des ihm zugeschriebenen Wahlspruches.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><b>Literatur:<br \/>\n<\/b>(1) Abd-ru-shin &#8222;Im Lichte der Wahrheit&#8220;, Gralsbotschaft, Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart. <a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/buch-und-filmbesprechungen\/im-lichte-der-wahrheit\/\">Buchbesprechung<\/a>.<br \/>\n<span style=\"font-size: revert;\">(2) Cohn Norman, Die Erwartung der Endzeit, Insel., Frankfurt, 1997.<br \/>\n<\/span>(3) Gray John, Politik der Apokalypse, Klett-Cotta, Stuttgart 2009.<br \/>\n(4) Hagl Siegfried, Die Apokalypse als Hoffnung, Droemer-Knaur, M\u00fcnchen, 1984.<br \/>\n(5) Huntington Samuel, Der Kampf der Kulturen, Europa, M\u00fcnchen, 1997.<br \/>\n(6) Morris Ian, Wer regiert die Welt?, Campus, Frankfurt, 2011.<br \/>\n(7) Perkins John, Bekenntnisse eines Economic Hit Man, Goldmann, M\u00fcnchen 2007.<br \/>\n(8) <a href=\"http:\/\/www.lightforthelastdays,co.uk\/view_page.asp?Page_id=389&amp;menue_id=646\">http:\/\/www.lightforthelastdays,co.uk\/view_page.asp?Page_id=389&amp;menue_id=646<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Ver\u00f6ffemtlicht 2014) Die Welt geht noch nicht unter&#8230; Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts h\u00f6rte ich in einem kleinen, privaten Kreis um Carl Friedrich v. 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