{"id":1642,"date":"2011-08-27T09:32:50","date_gmt":"2011-08-27T08:32:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com"},"modified":"2024-07-24T10:14:49","modified_gmt":"2024-07-24T09:14:49","slug":"die-christliche-mission-eine-gescheiterte-utopie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/%d0%b8%d1%81%d1%82%d0%be%d1%80%d0%b8%d1%8f-%d1%80%d0%b5%d0%bb%d0%b8%d0%b3%d0%b8%d0%b8\/%d1%85%d1%80%d0%b8%d1%81%d1%82%d0%b8%d0%b0%d0%bd%d1%81%d0%ba%d0%b0%d1%8f-%d0%bc%d0%b8%d1%81%d1%81%d0%b8%d1%8f-%d0%bf%d1%80%d0%be%d0%b2%d0%b0%d0%bb-%d1%83%d1%82%d0%be%d0%bf%d0%b8%d1%8f\/","title":{"rendered":"\u0425\u0440\u0438\u0441\u0442\u0438\u0430\u043d\u0441\u043a\u0430\u044f \u043c\u0438\u0441\u0441\u0438\u044f - \u043d\u0435\u0443\u0434\u0430\u0432\u0448\u0430\u044f\u0441\u044f \u0443\u0442\u043e\u043f\u0438\u044f"},"content":{"rendered":"<h5>Fr\u00fcher waren es christliche Missionare, heute sind es die Prediger des Neo-Liberalismus, die es vers\u00e4umen, auf die Belange der \u201ezu bekehrenden\u201c V\u00f6lker einzugehen.<\/h5>\n<blockquote><p>(Ver\u00f6ffentlicht in GralsWelt 66\/2011)<\/p><\/blockquote>\n<p>Jahrhunderte lang sahen es die Kirchen des Abendlandes als ihre Aufgabe, die christlichen Lehren in alle Welt zu verbreiten. Der Aufruf dazu findet sich in der Bibel zum Beispiel in Matth. 28, 18\u201320. Demnach sprach der Auferstandene zu seinen J\u00fcngern:<\/p>\n<p><em>\u201eMir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen V\u00f6lkern, und macht alle Menschen zu meinen J\u00fcngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alle zu befolgen, was ich euch geboten habe.\u201c \u00a0<\/em><\/p>\n<p>Bald nach dem Kreuzestod von Jesus begann die Missionsarbeit seiner Anh\u00e4nger. Innerhalb von drei Jahrhunderten verbreitete sich das Christentum \u00fcber das R\u00f6mische Reich und dar\u00fcber hinaus bis Abessinien und Indien. (Vgl. <a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/zur-verbreitung-des-christentums-und-der-ausbreitung-des-islam\/\">&#8222;Zur Verbreitung des Christentums&#8220;<\/a>).<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste gro\u00dfe Schub f\u00fcr die Missionsarbeit kam mit dem Kolonialismus. Wo immer portugiesische oder spanische Konquistadoren oder sonstige europ\u00e4ische Eroberer in fremde L\u00e4nder eindrangen, wurden sie von Priestern und M\u00f6nchen begleitet. Diese f\u00fchlen sich berufen, die unwissenden \u201eHeiden\u201c in \u00dcbersee zum Christentum zu bekehren. Durch die Taufe und den Glauben an Jesus Christus sollten die Eingeborenen erl\u00f6st und vor dem H\u00f6llenfeuer bewahrt werden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Kolonialzeit wetteiferten unterschiedliche christliche Kirchen (evangelisch, katholisch, orthodox) und sogar verschiedene Orden (Dominikaner und Jesuiten) um die Seelen der Heiden und machten sich \u2013 manchmal sogar in unsch\u00f6ner Weise \u2013 gegenseitig Konkurrenz.<\/p>\n<p>Viele Missionare arbeiteten in bester \u00dcberzeugung, gaben sich gro\u00dfe M\u00fche, nahmen Strapazen auf sich und riskierten nicht selten sogar ihr Leben im Dienste ihrer Kirche. Man kommt nicht umhin, mit Achtung von den Leistungen mancher Missionare zu sprechen. (Vgl. &#8222;Kurz, knapp, kurios&#8220; Seite 254 \u201eUtopia im Urwald\u201c). Allerdings fehlte ihnen meist das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Kultur und die \u00dcberlieferungen der zu Bekehrenden. Sofern diese sich nicht von ihren alten Riten trennen wollten, wurden sie als Ketzer behandelt und ihr kulturelles und religi\u00f6ses Erbe vernichtet. So wurden zum Beispiel fast alle Schriften der Mayas verbrannt \u2013 sehr zum Leidwesen moderner Forscher.<\/p>\n<p>Auch der gut gemeinte Unterricht in den Missionsschulen f\u00fchrte \u2013 besonders im 20. Jahrhundert \u2013 oft nicht zum erhofften Erfolg. Die lesekundigen\u00a0\u00e4lteren Sch\u00fcler lasen nicht selten lieber Marx, Engels, Lenin und Mao als die Bibel. So trugen Missionare in den Entwicklungsl\u00e4ndern ungewollt zur Verbreitung kommunistischer Vorstellungen bei.<\/p>\n<p>In der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts ist die christliche Missionsarbeit gro\u00dfen Teils zum Erliegen gekommen. Neue Gl\u00e4ubige gewinnt eher der Islam, f\u00fcr den aggressive Prediger in vielen L\u00e4ndern massiv eintreten, w\u00e4hrend in den meisten islamischen Staaten keinerlei Verbreitung anderer religi\u00f6ser Ideen m\u00f6glich ist.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Arroganz unter der Maske der Menschenliebe<br \/>\n<\/strong><em>&#8222;Der Menschenrechtler ist, wie der Missionar, in Wirklichkeit oft ein unverbesserlicher Feind der Menschen, als deren Freund er sich ausgibt, weil er weder gen\u00fcgend Phantasie hat, um sich in ihre wahren Bed\u00fcrfnisse hineinzudenken, noch gen\u00fcgend Demut, um ihre Bed\u00fcrfnisse zu achten, als w\u00e4ren es seine eigenen. So kommen dann Arroganz, Fanatismus, Zudringlichkeit und Imperialismus in der Maske der Menschenliebe daher.&#8220;<br \/>\n<\/em>George Santayana<span style=\"font-size: revert;\"> (6, S. 249)<\/span><\/p><\/blockquote>\n<h5>Eine verpasste Chance<\/h5>\n<p>In S\u00fcdamerika hat sich in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhundert eine Chance f\u00fcr das Christentum geboten, seine eigenen Lehren ernsthaft zu praktizieren, und damit seinem Glauben und der Missionsarbeit \u00fcber Amerika hinaus zeitgem\u00e4\u00dfe, neue Impulse zu geben.<\/p>\n<p>Katholische <strong>Befreiungstheologen<\/strong> sahen eine Aufgabe ihrer Kirche im Kampf gegen Armut, Unterdr\u00fcckung, Ungerechtigkeit. Das Urchristentum war ja besonders eine Religion der Armen, der Unterdr\u00fcckten, der Sklaven; eine Zielgruppe, die in der christlichen Verk\u00fcndigung bis heute erkennbar ist (vgl. <a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/das-feuer-des-christentums\/\">\u201eDas Feuer des Christentums\u201c<\/a> unter &#8222;Religionsgeschichte&#8220;).<\/p>\n<p>Doch die Amtskirchen konnten sich im 20. Jahrhundert so wenig wie im Mittelalter dazu durchringen, gegen staatliche Repressionen und amtlich praktiziertes Unrecht Stellung zu beziehen. Anscheinend war die Angst vor eigenem Machtverlust gr\u00f6\u00dfer als der Mut, f\u00fcr christliche Werte entschlossen einzutreten und im Extremfall sogar das Martyrium auf sich zu nehmen. Es fehlten wohl ein zweiter Franz von Assisi (1181\u20131226) und ein Papst, der dessen Anliegen verstand. [1]<\/p>\n<p>So wurden die Befreiungstheologen als Kommunisten diffamiert und gerieten ins Abseits. Einzelne ihrer Anh\u00e4nger verzweifelten an ihrer Kirche und wurden zu gewaltbereiten Extremisten \u2013 zum Beispiel der aus S\u00fcdtirol stammende Jesuiten-Novize Michael Nothdurfter (1961\u20131990): Entt\u00e4uscht von seiner Kirche kam er \u00fcber die Befreiungstheologie zu kommunistischen Anschauungen. Er wurde bei einer Geiselnahme erschossen.<\/p>\n<blockquote><p><strong>\u201eDer Mensch ist s\u00fcchtig und abh\u00e4ngig wie nie zuvor\u201c<br \/>\n<\/strong><em>&#8222;Wir leben seit 1989 in einer vereinheitlichten globalisierten Wirtschaftsordnung der Technokratie, die eine absolute Verf\u00fcgung \u00fcber Raum, Zeit und Sch\u00f6pfung beansprucht und herstellt. Die Maschine, getrieben von dem Zwang, mehr zu produzieren, l\u00e4uft, von technologischen Erfolgen unvorstellbaren Ausma\u00dfes best\u00e4tigt. Sie ist auf ein \u201eMehr\u201c an Schnelligkeit, Produktivit\u00e4t, Verbrauch und Gewinn f\u00fcr etwa zwanzig Prozent der Menschheit hin programmiert. Dieses Programm ist effektiver und gewaltt\u00e4tiger als alle historisch vergleichbaren Gro\u00dfreiche mit ihren babylonischen T\u00fcrmen. Innerhalb der Gro\u00dfmaschine sind Menschen nicht nur, wie Marx es gesehen hat, \u201eentfremdet\u201c von dem, was sie werden k\u00f6nnten, sondern zugleich s\u00fcchtig und abh\u00e4ngig wie nie zuvor.&#8220;<\/em><br \/>\nDorothee S\u00f6lle<span style=\"font-size: revert;\"> (10, S. 241)<\/span><\/p><\/blockquote>\n<h5>Neoliberale Heilsversprechen<\/h5>\n<p>An die Stelle der christlichen Missionare traten in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts Propagandisten, die neoliberale Ideen mit gleicher ideologischer Voreingenommenheit vertreten, wie einst die Missionare ihre Dogmen.<\/p>\n<p>Allerdings geht es nun nicht mehr um das Seelenheil, sondern um (angeblich) ideale soziale Zust\u00e4nde und die wirtschaftliche Prosperit\u00e4t. Eine s\u00e4kulare Utopie \u00fcbernimmt den Platz des einst verhei\u00dfenen geistigen Paradieses\u00a0im Jenseits. Das zu erwartende Scheitern dieser neoliberalen, irdischen Utopie wird sich dann kaum verheimlichen lassen \u2013 anders als die religi\u00f6sen Paradies-Verhei\u00dfungen, die nicht einklagbar sind.<\/p>\n<p>Wieder wird aller Welt gepredigt, dass in der neuen \u00c4ra des weltweiten Kapitalismus f\u00fcr alle V\u00f6lker nur <em>ein<\/em> Weg in eine gl\u00fcckliche Zukunft f\u00fchren kann. Und wieder ist es ein Weg der Europ\u00e4er<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_edn1\">[2]<\/a> und Nordamerikaner. Den Platz des Missionars haben \u00d6konomen, Entwicklungshelfer und Menschenrechtler eingenommen. Ihr Heilsversprechen hei\u00dft Demokratie und liberale \u00d6konomie nach westlichem Vorbild.<br \/>\n<em>\u201eDieser Glaube, die Menschheit st\u00fcnde an der Schwelle einer neuen \u00c4ra, kommt sozialwissenschaftlich daher, ist aber einfach nur die neueste Spielart apokalyptischer Anschauungen, die bis in die Antike zur\u00fcckreichen\u201c<\/em>, schreibt Cohn Norman im Buch <em>\u201eErwartung der Endzeit\u201c<\/em> (3, S. 9).<\/p>\n<blockquote><p><strong>\u201eW\u00fcrde und Ehre z\u00e4hlen nicht mehr!\u201c<br \/>\n<\/strong><em>&#8222;Die Abschaffung aller Regeln, genauer die Reduzierung aller Regeln auf das Gesetz des Marktes, ist das Gegenteil von Freiheit \u2013 n\u00e4mlich deren Illusion. So altmodische und aristokratische Werte wie W\u00fcrde, Ehre, Herausforderung, Opfer z\u00e4hlen darin nicht mehr.&#8220;<br \/>\n<\/em><span style=\"font-size: revert;\">Jean Baudrillard (1929\u20132007) (13)<\/span><\/p><\/blockquote>\n<h5>Nach dem Kalten Krieg<\/h5>\n<p>W\u00e4hrend des Kalten Krieges war der Kommunismus ein gef\u00fcrchteter Konkurrent des Westens. Es galt der Welt zu beweisen, dass zum Beispiel die \u201esoziale Marktwirtschaft\u201c nach deutschem Vorbild<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_edn2\">[3]<\/a> zum \u201eWohlstand f\u00fcr alle\u201c f\u00fchrt und dem kommunistischen Ansatz klar \u00fcberlegen ist.<\/p>\n<p>Eine r\u00fccksichtlose Ausbeutung von Mensch und Natur im Sinne einer neo-liberalen \u201efreien Marktwirtschaft\u201c verbot sich daher im Wettbewerb der beiden politischen Systeme.<\/p>\n<p>Nach dem Scheitern der bolschewistischen Misswirtschaft ging der Neo-Liberalismus in die Offensive. Nun wurde propagiert, dass \u00fcberall ideale Zust\u00e4nde eintreten m\u00fcssen, wenn nur \u2013 nach amerikanischem Vorbild \u2013 Demokratie, freie Marktwirtschaft, freier Waren- und Kapitalverkehr eingef\u00fchrt werden. Wer sich diesem Ansinnen widersetzte, wurde als Kommunist diffamiert, als Gefahr f\u00fcr den Weltfrieden angeprangert oder zur \u201eAchse des B\u00f6sen\u201c gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Der US-amerikanische Politikwissenschaftler<em> Francis Fukuyama<\/em> (5) vertritt die Meinung, dass <em>\u201edas Ende der Geschichte\u201c erreicht sei, wenn sich die liberale Demokratie als \u201eendg\u00fcltige menschliche Regierungsform\u201c<\/em> weltweit durchgesetzt habe. Diese ideale Regierungsart w\u00fcrde f\u00fcr alle Menschen die bestm\u00f6glichen Lebensbedingungen bringen. (Vgl. <a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wirtschaft-und-soziales\/start-ins-21-jahrhundert\/\">\u201eDer Start ins 21. Jahrhundert\u201c<\/a>, unter &#8222;Wirtschaft und Soziales&#8220;).<\/p>\n<p>Die Exponenten dieses \u201emessianischen Liberalismus\u201c lassen sich durchaus mit den Missionaren vergleichen. Beide \u2013 Missionare wie Prediger des Neo-Liberalismus \u2013 waren oder sind unbeirrbar von der Richtigkeit ihrer Ideologien \u00fcberzeugt und halten es nicht f\u00fcr n\u00f6tig, auf die spezifischen Belange \u2013 in Kultur, Religion und Wirtschaft \u2013 der zu bekehrenden V\u00f6lker einzugehen.<\/p>\n<p>Da die (noch) st\u00e4rkste Weltmacht hinter den Markt-Fetischisten steht, errangen sie Erfolge beim Abbau von Handelshemmnissen, in der Deregulierung und der Globalisierung. Diese Ma\u00dfnahmen halfen vor allem den Industriel\u00e4ndern, w\u00e4hrend die armen L\u00e4nder noch auf den versprochenen Aufschwung warten.<\/p>\n<h5>Eine Weltverschw\u00f6rung?<\/h5>\n<p>Von den verschiedensten Seiten werden alle m\u00f6glichen Verschw\u00f6rungstheorien kolportiert. Geheime Gesellschaften wie Freimaurer oder Illuminaten planen angeblich mit unterschiedlichen Mitteln den Umsturz, die (okkulte) Weltherrschaft. Vermutlich werden solche Schauergeschichten vors\u00e4tzlich ausgestreut, um von den wahren Ans\u00e4tzen zur Beherrschung der Welt abzulenken. De facto ist ja eine, von der westlichen F\u00fchrungsmacht gest\u00fctzte, kapitalistische Wirtschaftsweise schon dabei, die \u201eWeltherrschaft\u201c anzutreten<em>:<br \/>\n<\/em><em>\u201eUnter der Neuen Weltordnung bestimmen die Milit\u00e4rplaner des Au\u00dfenministeriums, des Pentagons und der CIA die Au\u00dfenpolitik der USA. Sie unterhalten auch Kontakte zu Vertretern des IWF<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_edn3\">[4]<\/a>, der Weltbank und Welthandelsorganisation (WTO). Die internationale Finanzb\u00fcrokratie in Washington wiederum, verantwortlich f\u00fcr die m\u00f6rderischen Wirtschaftsreformen, die sie der Dritten Welt und den meisten L\u00e4ndern des ehemaligen Ostblicks aufzwingt, pflegt enge Beziehungen zum Finanzestablishment der Wall Street.<br \/>\n<\/em><em>Die M\u00e4chte hinter diesem System sind die globalen Banken und Finanzorganisationen, der milit\u00e4risch-industrielle Komplex, die \u00d6l- und Energiegiganten, die Biotech-Konzerne sowie m\u00e4chtige Medien- und Kommunikationsunterne&lt;hmen mit ihren gef\u00e4lschten Nachrichten und offenkundigen Verzerrungen der Weltereignisse.\u201c<\/em><br \/>\n(2, S. 12; vgl. dazu den Kasten \u201eMonetarismus oder Menschenrechte?\u201c in <a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wirtschaft-und-soziales\/start-ins-21-jahrhundert\/\">&#8222;Der Start ins 21. Jahrhundert&#8220;<\/a> unter &#8222;Wirtschaft und Soziales&#8220;).<\/p>\n<blockquote><p><strong>\u201eKrieg und freie M\u00e4rkte gehen Hand in Hand\u201c<br \/>\n<\/strong><em>&#8222;Zu Beginn des dritten Jahrtausends gehen Krieg und \u201efreie M\u00e4rkte\u201d Hand in Hand. Der Krieg ist gewisserma\u00dfen das multilaterale Investitionsabkommen der letzten Instanz. Er zerst\u00f6rt physisch, was durch Deregulierung, Privatisierung und die Erzwingung von \u201eMarktreformen\u201c noch nicht vernichtet wurde. Direkte kriegerische Kolonialisierung und die Errichtung westlicher Protektorate erf\u00fcllen de facto den Zweck, westlichen Banken und multinationalen Konzernen ungehinderten Zugang zu den betreffenden M\u00e4rkten zu verschaffen, so dass sie \u2013 wie in den Bestimmungen der WTO verlangt \u2013 global wie auf einem nationalen Markt agieren k\u00f6nnen. Die \u201eRaketendiplomatie\u201c von heute wiederholt die Kanonenbootdiplomatie, die im 19. Jahrhundert zur Durchsetzung des \u201eFreihandels\u201c diente.&#8220;<br \/>\n<\/em>Michel Chossudovsky<span style=\"font-size: revert;\"> (2, S. 34)<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>Die von diesem neo-kapitalistischen Wirtschaftssystem beg\u00fcnstigten, riskanten finanziellen Transaktionen f\u00fchrten zu wirtschaftlichen Turbulenzen, Banken-Crash und Staatsbankrott. Die Weltwirtschaft pendelt zwischen Boom und Crash. Geschickte Spekulanten k\u00f6nnen sich in beiden Phasen bereichern. Schlagen riskante Spekulationen zur Gewinn-Maximierung fehl, dann versuchen die gescheiterten Manager, manchmal sogar mit Erfolg, die Verluste auf die Steuerzahler abzuw\u00e4lzen!<\/p>\n<p>Was dann auf viele wie eine Verschw\u00f6rung wirkt, ist meist nichts weiter als die Konsequenz des weltweit dominierenden, neo-kapitalistischen Wirtschaftssystems, das sich weder durch gesetzliche Vorschriften nach durch ethische Vorgaben einschr\u00e4nken lassen will. Die Verantwortlichen in den Banken und in der Gro\u00dfindustrie tun das, wof\u00fcr sie bezahlt werden: m\u00f6glichst hohe Renditen erwirtschaften!<\/p>\n<p>Wenn zum Beispiel eine Aktiengesellschaft keine maximalen Renditen anstrebt, daf\u00fcr aber volkswirtschaftlich verantwortungsvoll handelt, sozial denkt, die Belange der Mitarbeiter ber\u00fccksichtigen und den langfristigen Bestand des Unternehmens sichern will, dann m\u00fcssen sich ihre Aktion\u00e4re mit einer geringeren Kapitalverzinsung abfinden. Die Aktienkurse der betreffenden Gesellschaft sinken, aus dem \u201esozialen Vorzeigeunternehmen\u201c wird ein \u00dcbernahmekandidat. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wird diese AG dann billig aufgekauft, unter neuem Management auf den \u201erichtigen Kurs\u201c gebracht oder gewinnbringend zerschlagen.<\/p>\n<h5>Die Widerst\u00e4nde wachsen<\/h5>\n<p>Wie nicht anders zu erwarten, formieren sich Gegenkr\u00e4fte zum derzeit dominierenden, turbo-kapitalistischen Wirtschaftssystem. Allerdings weniger von politischen Parteien, deren Aufgabe es w\u00e4re, den Fehlentwicklungen entgegenzutreten. Die Gegenbewegungen kommen vor allem aus der Zivilgesellschaft. Es sind NGOs (Non-Government Organisations, nicht-staatliche Organisationen) wie Apollo Alliance, Attac, Greenpeace, B\u00fcrgerinitiativen, usw. Hier verbreiten \u201eVision\u00e4re ohne Macht\u201c ihre alternativen Ideen und versuchen ein breiteres Publikum f\u00fcr neue Wege zu gewinnen.<\/p>\n<p>Die von diesen alternativen Bewegungen eingeschlagenen Wege sind m\u00fchsam und langwierig. Die etablierten Gruppen und Parteien sind ja nur schwer zum Umdenken zu bewegen, und die Masse der von den Medien oft unzureichend oder einseitig informierten Bev\u00f6lkerung braucht Zeit, um eine Problematik zu verstehen, die ihr niemand anschaulich erkl\u00e4ren will.<\/p>\n<blockquote><p><strong>\u201eNiemand will einen messianischen US-Pr\u00e4sidenten!\u201c<br \/>\n<\/strong><em>&#8222;Was niemand in Asien, Lateinamerika oder Afrika will: einen messianischen US-Pr\u00e4sidenten \u00e0 la George W. Bush, der glaubt, das amerikanische Modell anderen Staaten im Verh\u00e4ltnis eins zu eins aufzwingen zu k\u00f6nnen. In der Dritten Welt k\u00f6nnen viele sehr wohl zwischen arroganter Gro\u00dfspurigkeit und gesundem Selbstbewusstsein unterscheiden.&#8220;<br \/>\n<\/em>Erich Follath<span style=\"font-size: revert;\"> (4, S. 93)<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>Das hat sich zum Beispiel in der \u00f6kologischen Bewegung gezeigt, die vom Establishment zun\u00e4chst madig gemacht wurde. Es musste zu spektakul\u00e4ren Aktionen von Greenpeace und zur Gr\u00fcndung neuer Parteien kommen, die sich f\u00fcr den unerl\u00e4sslichen Umwelt- und Naturschutz einsetzten, dessen Notwendigkeit die Etablierten nicht sehen wollten. Als dann folgerichtig, als Reaktion auf das Versagen der etablierten Parteien, die Gr\u00fcnen in Parlamente einzogen, wurde das Parteienspektrum bunter und die Regierungsbildung schwieriger.<\/p>\n<p>Einiges spricht daf\u00fcr, dass sich dieser Weg wiederholen kann. Die Machthaber sind nur selten einsichtig. Es w\u00e4re gut, wenn sie sich etwas mehr mit der Geschichte besch\u00e4ftigen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Der amerikanische Unabh\u00e4ngigkeitskampf, die franz\u00f6sische und die russische Revolution, der amerikanische B\u00fcrgerkrieg, der Sturz der Weimarer Republik, der Sieg des Maoismus in China \u2013 alle diese revolution\u00e4ren Umst\u00fcrze mit katastrophalen Folgen h\u00e4tten sich durch ein wenig Einsicht der Verantwortlichen vermeiden oder rechtzeitig in geregelte Reformen umleiten lassen; ohne gravierende Verluste an Menschenleben und G\u00fctern. Doch Weitsicht war noch nie eine hervorragende Tugend der Herrschenden.<\/p>\n<p>Vorerst bleibt uns noch die Hoffnung auf eine bessere Einsicht der vom Volk gew\u00e4hlten Demokraten, die sich eidlich verpflichtet haben, dem Wohl des Volkes zu dienen. Diese sollten mehr an das Gemeinwohl als an ihre Parteiinteressen denken. Die zu vermeidenden Alternativen w\u00e4ren Chaos, Umsturz, Revolution, oder gar Krieg, also Instabilit\u00e4ten, die noch kaum je etwas Gutes gebracht haben.<\/p>\n<p><strong>Literatur:<br \/>\n<\/strong>(1) Brunnengr\u00e4ber\/Klein\/Walk, NGOs im Prozess der Globalisierung, Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung, Bonn 2005.<br \/>\n(2) Chossudovsky Michel, Global Brutal, Zweitausendeins, Frankfurt 2002.<br \/>\n(3) Cohn Norman, Die Erwartung der Endzeit, Insel, Frankfurt 1997.<br \/>\n(4) Der Spiegel, 30\/2010.<br \/>\n(5) Fukuyama Francis, Das Ende der Geschichte, Kindler, M\u00fcnchen 1992.<br \/>\n(6) Gray John, Politik der Apokalypse, Klett-Cotta, Stuttgart 2009.<br \/>\n(7) Heins Volker, Weltb\u00fcrger und Lokalpatrioten, Bayerische Landeszentrale f\u00fcr politische Bildungsarbeit, M\u00fcnchen 2002.<br \/>\n(8) Paczensky Gert von, Teurer Segen, Goldmann, M\u00fcnchen 1991.<br \/>\n(9) Sinn Hans-Werner, Kasino-Kapitalismus, Econ Berlin 2009.<br \/>\n(10) S\u00f6lle Dorothee, Mystik und Widerstand, Piper, M\u00fcnchen 1999.<br \/>\n(11) Steingart Gabor, Deutschland. Der Abstieg eines Superstars, Piper, M\u00fcnchen 2006<br \/>\n<strong>www \u2026<br \/>\n<\/strong>Befreiungstheologie:<br \/>\nhttp:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Befreiungstheologie.<br \/>\nKritik am Kapitalismus:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kapitalismuskritik\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kapitalismuskritik\u00a0<\/a><br \/>\n<strong>Endnoten:<br \/>\n<\/strong>[1] Der 1936 -in Buenos Aires (Argentinien) geborene Papst Franciscus wurde wohl von der Befreiungstheologie beeinflusst, wie sein folgender Ausspruch zeigt: \u201eDie eigenen G\u00fcter nicht mit den Armen zu teilen, bedeutet diese zu bestehlen. Die G\u00fcter, die wir besitzen geh\u00f6ren nicht uns, sondern ihnen.\u201c (Zitiert nach Thilo Sarrazin \u201eWunschdenken\u201c, DVA, 2016, S. 430). Das sagt der Chef der vermutlich reichsten Organisation der Welt!<strong><br \/>\n<\/strong><a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ednref1\">[2]<\/a> Um 1900 hatte Europa einen Anteil vom 25 Prozent an der Weltbev\u00f6lkerung. Im Jahre 2007 betrug dieser Anteil noch 11 Prozent. (9).<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ednref2\">[3<\/a><a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ednref2\">]<\/a> Leider hat das Deutschland-Modell seit Adenauers Zeiten einen Konstruktionsfehler, an dem es zu scheitern droht. Derzeit hat das \u201eSchiff Deutschland\u201c schon Schlagseite und droht zu kentern, falls nicht entschlossen umgesteuert wird. Bisher hatte noch keine politische Partei den Mut, dem Volk ehrlich zu sagen, was Sache ist (vgl. Literaturverzeichnis 9).<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ednref3\">[4]<\/a> CIA = Central Intelligence Agency; IWF = International Monetary Fund (Internationaler W\u00e4hrungsfonds).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fcher waren es christliche Missionare, heute sind es die Prediger des Neo-Liberalismus, die es vers\u00e4umen, auf die Belange der \u201ezu bekehrenden\u201c V\u00f6lker einzugehen. (Ver\u00f6ffentlicht in GralsWelt 66\/2011) Jahrhunderte lang sahen es die Kirchen des Abendlandes als ihre Aufgabe, die christlichen Lehren in alle Welt zu verbreiten. Der Aufruf dazu findet sich in der Bibel zum [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-1642","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-religionsgeschichte"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die christliche Mission - eine gescheiterte Utopie &#8211; SiegfriedHagl.com<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/\u0438\u0441\u0442\u043e\u0440\u0438\u044f-\u0440\u0435\u043b\u0438\u0433\u0438\u0438\/\u0445\u0440\u0438\u0441\u0442\u0438\u0430\u043d\u0441\u043a\u0430\u044f-\u043c\u0438\u0441\u0441\u0438\u044f-\u043f\u0440\u043e\u0432\u0430\u043b-\u0443\u0442\u043e\u043f\u0438\u044f\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"ru_RU\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die christliche Mission - eine gescheiterte Utopie &#8211; SiegfriedHagl.com\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Fr\u00fcher waren es christliche Missionare, heute sind es die Prediger des Neo-Liberalismus, die es vers\u00e4umen, auf die Belange der \u201ezu bekehrenden\u201c V\u00f6lker einzugehen. (Ver\u00f6ffentlicht in GralsWelt 66\/2011) Jahrhunderte lang sahen es die Kirchen des Abendlandes als ihre Aufgabe, die christlichen Lehren in alle Welt zu verbreiten. Der Aufruf dazu findet sich in der Bibel zum [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/\u0438\u0441\u0442\u043e\u0440\u0438\u044f-\u0440\u0435\u043b\u0438\u0433\u0438\u0438\/\u0445\u0440\u0438\u0441\u0442\u0438\u0430\u043d\u0441\u043a\u0430\u044f-\u043c\u0438\u0441\u0441\u0438\u044f-\u043f\u0440\u043e\u0432\u0430\u043b-\u0443\u0442\u043e\u043f\u0438\u044f\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"SiegfriedHagl.com\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2011-08-27T08:32:50+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2024-07-24T09:14:49+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"siegfriedhagl\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"\u041d\u0430\u043f\u0438\u0441\u0430\u043d\u043e \u0430\u0432\u0442\u043e\u0440\u043e\u043c\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"siegfriedhagl\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"\u041f\u0440\u0438\u043c\u0435\u0440\u043d\u043e\u0435 \u0432\u0440\u0435\u043c\u044f \u0434\u043b\u044f \u0447\u0442\u0435\u043d\u0438\u044f\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"14 \u043c\u0438\u043d\u0443\u0442\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/religionsgeschichte\\\/die-christliche-mission-eine-gescheiterte-utopie\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/religionsgeschichte\\\/die-christliche-mission-eine-gescheiterte-utopie\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"siegfriedhagl\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f\"},\"headline\":\"Die christliche Mission &#8211; eine gescheiterte Utopie\",\"datePublished\":\"2011-08-27T08:32:50+00:00\",\"dateModified\":\"2024-07-24T09:14:49+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/religionsgeschichte\\\/die-christliche-mission-eine-gescheiterte-utopie\\\/\"},\"wordCount\":2584,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f\"},\"articleSection\":[\"Religionsgeschichte\"],\"inLanguage\":\"ru-RU\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/religionsgeschichte\\\/die-christliche-mission-eine-gescheiterte-utopie\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/religionsgeschichte\\\/die-christliche-mission-eine-gescheiterte-utopie\\\/\",\"name\":\"Die christliche Mission - eine gescheiterte Utopie &#8211; SiegfriedHagl.com\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2011-08-27T08:32:50+00:00\",\"dateModified\":\"2024-07-24T09:14:49+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/religionsgeschichte\\\/die-christliche-mission-eine-gescheiterte-utopie\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"ru-RU\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/religionsgeschichte\\\/die-christliche-mission-eine-gescheiterte-utopie\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/religionsgeschichte\\\/die-christliche-mission-eine-gescheiterte-utopie\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Die christliche Mission &#8211; eine gescheiterte Utopie\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/\",\"name\":\"SiegfriedHagl.com\",\"description\":\"Artikel und Blog von Siegfried Hagl\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"ru-RU\"},{\"@type\":[\"Person\",\"Organization\"],\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f\",\"name\":\"siegfriedhagl\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"ru-RU\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"siegfriedhagl\"},\"logo\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g\"},\"sameAs\":[\"http:\\\/\\\/www.hagl.net\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"\u0425\u0440\u0438\u0441\u0442\u0438\u0430\u043d\u0441\u043a\u0430\u044f \u043c\u0438\u0441\u0441\u0438\u044f - \u043d\u0435\u0443\u0434\u0430\u0432\u0448\u0430\u044f\u0441\u044f \u0443\u0442\u043e\u043f\u0438\u044f - SiegfriedHagl.com","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/\u0438\u0441\u0442\u043e\u0440\u0438\u044f-\u0440\u0435\u043b\u0438\u0433\u0438\u0438\/\u0445\u0440\u0438\u0441\u0442\u0438\u0430\u043d\u0441\u043a\u0430\u044f-\u043c\u0438\u0441\u0441\u0438\u044f-\u043f\u0440\u043e\u0432\u0430\u043b-\u0443\u0442\u043e\u043f\u0438\u044f\/","og_locale":"ru_RU","og_type":"article","og_title":"Die christliche Mission - eine gescheiterte Utopie &#8211; SiegfriedHagl.com","og_description":"Fr\u00fcher waren es christliche Missionare, heute sind es die Prediger des Neo-Liberalismus, die es vers\u00e4umen, auf die Belange der \u201ezu bekehrenden\u201c V\u00f6lker einzugehen. (Ver\u00f6ffentlicht in GralsWelt 66\/2011) Jahrhunderte lang sahen es die Kirchen des Abendlandes als ihre Aufgabe, die christlichen Lehren in alle Welt zu verbreiten. Der Aufruf dazu findet sich in der Bibel zum [&hellip;]","og_url":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/\u0438\u0441\u0442\u043e\u0440\u0438\u044f-\u0440\u0435\u043b\u0438\u0433\u0438\u0438\/\u0445\u0440\u0438\u0441\u0442\u0438\u0430\u043d\u0441\u043a\u0430\u044f-\u043c\u0438\u0441\u0441\u0438\u044f-\u043f\u0440\u043e\u0432\u0430\u043b-\u0443\u0442\u043e\u043f\u0438\u044f\/","og_site_name":"SiegfriedHagl.com","article_published_time":"2011-08-27T08:32:50+00:00","article_modified_time":"2024-07-24T09:14:49+00:00","author":"siegfriedhagl","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"\u041d\u0430\u043f\u0438\u0441\u0430\u043d\u043e \u0430\u0432\u0442\u043e\u0440\u043e\u043c":"siegfriedhagl","\u041f\u0440\u0438\u043c\u0435\u0440\u043d\u043e\u0435 \u0432\u0440\u0435\u043c\u044f \u0434\u043b\u044f \u0447\u0442\u0435\u043d\u0438\u044f":"14 \u043c\u0438\u043d\u0443\u0442"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/die-christliche-mission-eine-gescheiterte-utopie\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/die-christliche-mission-eine-gescheiterte-utopie\/"},"author":{"name":"siegfriedhagl","@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#\/schema\/person\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f"},"headline":"Die christliche Mission &#8211; eine gescheiterte Utopie","datePublished":"2011-08-27T08:32:50+00:00","dateModified":"2024-07-24T09:14:49+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/die-christliche-mission-eine-gescheiterte-utopie\/"},"wordCount":2584,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#\/schema\/person\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f"},"articleSection":["Religionsgeschichte"],"inLanguage":"ru-RU"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/die-christliche-mission-eine-gescheiterte-utopie\/","url":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/die-christliche-mission-eine-gescheiterte-utopie\/","name":"\u0425\u0440\u0438\u0441\u0442\u0438\u0430\u043d\u0441\u043a\u0430\u044f \u043c\u0438\u0441\u0441\u0438\u044f - \u043d\u0435\u0443\u0434\u0430\u0432\u0448\u0430\u044f\u0441\u044f \u0443\u0442\u043e\u043f\u0438\u044f - SiegfriedHagl.com","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#website"},"datePublished":"2011-08-27T08:32:50+00:00","dateModified":"2024-07-24T09:14:49+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/die-christliche-mission-eine-gescheiterte-utopie\/#breadcrumb"},"inLanguage":"ru-RU","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/die-christliche-mission-eine-gescheiterte-utopie\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/die-christliche-mission-eine-gescheiterte-utopie\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Die christliche Mission &#8211; eine gescheiterte Utopie"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#website","url":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/","name":"SiegfriedHagl.com","description":"\u0421\u0442\u0430\u0442\u044c\u044f \u0438 \u0431\u043b\u043e\u0433 \u0417\u0438\u0433\u0444\u0440\u0438\u0434\u0430 \u0425\u0430\u0433\u043b\u044f","publisher":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#\/schema\/person\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"ru-RU"},{"@type":["Person","Organization"],"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#\/schema\/person\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f","name":"\u0437\u0438\u0433\u0444\u0440\u0438\u0434\u0445\u0430\u0433\u043b\u044c","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"ru-RU","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g","caption":"siegfriedhagl"},"logo":{"@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g"},"sameAs":["http:\/\/www.hagl.net"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1642","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1642"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1642\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10949,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1642\/revisions\/10949"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1642"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1642"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1642"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}