{"id":1146,"date":"2009-05-12T14:24:10","date_gmt":"2009-05-12T13:24:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/?page_id=1146"},"modified":"2023-07-13T10:58:16","modified_gmt":"2023-07-13T09:58:16","slug":"das-war-der-wilde-westen-teil-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/%d0%b8%d1%81%d1%82%d0%be%d1%80%d0%b8%d1%8f\/%d1%8d%d1%82%d0%be-%d0%b1%d1%8b%d0%bb-%d0%b4%d0%b8-%d0%b7%d0%b0%d0%bf%d0%b0%d0%b4-%d1%87%d0%b0%d1%81%d1%82%d1%8c-6\/","title":{"rendered":"\u042d\u0442\u043e \u0431\u044b\u043b \u0414\u0438\u043a\u0438\u0439 \u0417\u0430\u043f\u0430\u0434 \u0427\u0430\u0441\u0442\u044c 6"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p><strong>(Ver\u00f6ffentlicht in GralsWelt 32\/2004)<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<h5>Der gro\u00dfe Aufbruch<\/h5>\n<p><strong>Wagemut, geniale technische Leistungen, aber zugleich hemmungslose Habgier und menschenverachtende Brutalit\u00e4t &#8211; unter diesen Vorzeichen ging im \u201eWilden Westen&#8220; Nordamerikas die Besiedelung der Gro\u00dfen Ebenen vor sich. Ein Aufbruch unvorstellbaren Ausma\u00dfes, eine Zeit, die in ungez\u00e4hlten Filmen und B\u00fcchern verherrlicht wird &#8211; die gro\u00dfe Zeit des Eisenbahnbaus, der \u201eHomestead&#8220;-Pioniere, aber auch die letzte Zeit der Pr\u00e4rieindianer.<\/strong><\/p>\n<p>Durch den amerikanischen B\u00fcrgerkrieg war diesen eine kurze Atempause geg\u00f6nnt gewesen &#8211; nun aber gingen die Wei\u00dfen daran, die Lebensgrundlagen der bislang frei und unabh\u00e4ngig lebenden Roten zu vernichten. Landraub und brutale Schlachten zwangen die Indianer zur Kapitulation. Sie mussten ihr Dasein fortan in Reservaten fristen, sie hungerten &#8211; und nicht wenige verfielen in einen religi\u00f6sen Wahn.<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>\u201eOnkel Sam ist reich genug, uns allen eine Farm zu schenken.&#8220;<\/em><br \/>Popul\u00e4res Lied aus der Zeit um 1860.<\/p>\n<p><em>\u201eOnkel Sam wettet 160 Acres gegen 26 Dollar, dass du innerhalb von f\u00fcnf Jahren auf deinem Land verhungert bist.&#8220;<\/em><br \/>Witz der Heimst\u00e4tter.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Land war billig in den USA. Ab 1841 konnte jeder B\u00fcrger 160 Acres[1] zum Festpreis von 1,25 $ pro Acre erwerben. Schwer vorstellbar, wie solche Aussichten auf billiges Land in Europa wirkten. In den Auswandererl\u00e4ndern erschienen bunte Plakate, die den amerikanischen Westen \u00fcberschw\u00e4nglich priesen. Masseneinwanderungen aus Europa begannen, und immer mehr Siedler dr\u00e4ngten in den Westen.<br \/>Um den Bev\u00f6lkerungsdruck aufzufangen, wurde 1862 ein Heimst\u00e4ttengesetz (\u201eHomestead Act&#8220;) verabschiedet. Nun konnte jeder Amerikaner 160 Acres fast umsonst bekommen; er musste sich nur gegen eine Geb\u00fchr von 26 $ registrieren lassen. Bebaute er das Land f\u00fcnf Jahre lang, so ging es in sein Eigentum \u00fcber.<\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>Eine amerikanische Legende<br \/><\/strong><em>&#8222;Old Pinck ,Stubborn&#8216; McNail, der 1864 mit einer Frau und vier Kindern 160 Acres Pr\u00e4rie in Nebraska absteckte, Gassoden ausstach, ein Erdloch damit bedeckte, eine B\u00fcffelhaut vor die \u201eT\u00fcr&#8220; hing und begann sein Land zu pfl\u00fcgen, wohnte 30 Jahre lang mit seiner Familie in dieser Erdh\u00fctte. Seine Frau Mary sammelte getrockneten B\u00fcffelmist f\u00fcr das Herdfeuer, und, als es keine B\u00fcffel mehr gab, Gras. Sie gebar 14 Kinder und begrub 8 davon im Laufe der Zeit. Es gab Winter, in denen der eiskalte Nordwind Old Pincks Heim im Boden zum Platzen brachte. Old Pinck k\u00e4mpfte gegen W\u00f6lfe und Indianer. Zehnmal wurde seine Maisernte durch Hagelschlag, Feuer, Frost, Wolkenbr\u00fcche und Zyklone vernichtet. Dann, als alles \u00fcberstanden zu sein schien, kamen die Heuschrecken und verdunkelten die Sonne. Nebraska wurde \u00fcber Nacht nahezu menschenleer. An Leib und Seele gebrochene Menschen verlie\u00dfen fast ohne Habe ihr Land, f\u00fcr das sie jahrelang geblutet und geschwitzt hatten. Aber Old Pinck \u201eStarrkopf&#8220; blieb. Er bettete schlie\u00dflich seine fr\u00fch verbrauchte Frau in die Erde, die so grausam war. Endlich, 20 Jahre (!) nach seinem Anfang, konnte er seine 1. Ernte verkaufen und 400 $ dazu verwenden, seine Kinder einzukleiden. Er schickte sie alle sechs in die Schule und auf Universit\u00e4ten. Und w\u00e4hrend aus ihnen angesehene Menschen wurden, pfl\u00fcgte Old Pinck nach wie vor sein Land und setzte sich nach jeder Stunde einmal auf den Pflug, um sich die wunden F\u00fc\u00dfe zu reiben. Seine \u201eHeldentaten&#8220; haben etwas von bleibendem Wert hinterlassen: fruchtbares Land und gesunde S\u00f6hne und T\u00f6chter, die stolz auf ihre Eltern sind.\u00a0 \u00a0<br \/><\/em>(4, S. 365).<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die g\u00fcnstigen, f\u00fcr eine Landwirtschaft nach europ\u00e4ischem Muster geeigneten Fl\u00e4chen waren bald vergeben, und Neusiedler versuchten auch die Gro\u00dfen Ebenen zu besiedeln. Wo Holz fehlte, bauten sie ihre H\u00fctten aus Grassoden. Oft k\u00e4mpften sie verzweifelt gegen Hitze, Trockenheit, Staubst\u00fcrme, Heuschrecken, bis sie einsahen, dass man mit 160 Acres auf den Ebenen nicht existieren kann und aufgaben. Heute gibt es im mittleren Westen fast nur noch Gro\u00dffarmen.<br \/>Die Mentalit\u00e4t der Heimst\u00e4tter, die der unfreundlichen Umwelt ihre Existenz abrangen, sich gegenseitig halfen, H\u00e4user bauten und Gemeinden gr\u00fcndeten, sp\u00fcrt man im amerikanischen Westen bis heute.<br \/>F\u00fcr nomadisierende Indianer blieb in den von Heimst\u00e4ttern beanspruchten Regionen kein Raum: Wild wurde geschossen oder vertrieben, die Felder mit Stacheldraht eingez\u00e4unt (schon wegen der Rinderherden der Rancher), und das Land so weit m\u00f6glich \u201ekultiviert&#8220;.<\/p>\n<h5><strong>Schienen von Ost nach West<\/strong><\/h5>\n<p>Im Jahre 1835, als die erste deutsche Eisenbahn zwischen N\u00fcrnberg und F\u00fcrth er\u00f6ffnet wurde, gab es in den USA bereits 200 Eisenbahnlinien, und der schon 1832 aufgestellte Geschwindigkeitsrekord lag bei 128 km\/h. Als Kalifornien zur Union kam (1848) war klar, dass eine Eisenbahnverbindung zum Pazifik notwendig wurde. Die Aufgabe war gewaltig, und Kenner des Westens hielten eine Bahn \u00fcber die Rocky Mountains f\u00fcr unm\u00f6glich. Doch im Land der \u201eunbegrenzten M\u00f6glichkeiten&#8220; gelten Hindernisse als Herausforderung.<\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>Landraub f\u00fcr die Eisenbahn<br \/><\/strong><em>&#8222;1862 unterzeichnete Pr\u00e4sident Lincoln den Transkontinental-Eisenbahnvertrag, der auf einem ebenso simplen wie genialen Patentrezept beruhte: Die US-Regierung verschenkte an die Eisenbahngesellschaft f\u00fcr jede Meile Schienenstrang einen Landstreifen von 20 Meilen beiderseits des Bahndammes, also pro Meile Bahnlinie 40 Quadratmeilen (102,4 Quadratkilometer). Zus\u00e4tzlich subventionierte sie den Bau mit Aktien im Wert von 32.000 Dollar pro Meile im H\u00fcgelland und 48.000 Dollar pro Meile im Gebirge. Die kalkulierten Baukosten betrugen pro Meile 20.000 Dollar, so dass die Gesellschaften allein schon aus der Subvention einen Gewinn verbuchen konnten und zus\u00e4tzlich noch die enormen Profite aus Verkauf und Verpachtung der Landschenkung und aus Konzessionen f\u00fcr Hotels, Spielhallen, Tanzhallen, Saloons, Ladengesch\u00e4fte und Fabrikationsbetriebe in den St\u00e4dten, die am Rand des Schienenstranges erbaut wurden, einstreichen konnten.<\/em><br \/><em> Das Land, das die Regierung verschenkte, war Indianerland, das in zahllosen Vertr\u00e4gen &#8218;auf ewige Zeiten, so lange Gras w\u00e4chst und Wasser flie\u00dft&#8216; den Indianern zugesagt worden war. Aber die Juristen interpretierten alle diese Vertr\u00e4ge von vornherein als &#8218;unverbindliche Nutzungsrechtszusagen mit jederzeitiger formloser K\u00fcndigung, sobald die Regierung selbst eine Nutzung vornehmen m\u00f6chte&#8216;. Mit einem Federstrich waren vertragliche Zusicherungen, die den Indianern gemacht wurden, hinf\u00e4llig. \u00dcberdies hatte man auch noch beschlossen, dass die Indianer, die &#8217;nicht in Reservationen leben&#8216; von den USA als &#8218;M\u00fcndel&#8216; im Sinne der Gesetzgebung und Rechtsprechung zu betrachten seien&#8230;<\/em><br \/><em> Damit waren die gesetzlichen und rechtlichen Voraussetzungen f\u00fcr das, was die Indianer schlichtweg Landraub nannten, vollkommen erf\u00fcllt, und kein Indianer der westlichen Territorien hat je begriffen, was hier auf den vielen &#8217;sprechenden Papieren&#8216; \u00fcberhaupt geschah.&#8220;<\/em><br \/>H. J. Stammel \u201eDer Wilde Westen im Bild&#8220;, Prisma, G\u00fctersloh 1978, S. 156 f.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Der Bau der Bahnlinie, die beide K\u00fcsten verbinden sollte, begann 1863, wurde aber durch den B\u00fcrgerkrieg unterbrochen. Nach dem Krieg ging man mit voller Kraft voran. <br \/>Von Osten aus legte die \u201e<em>Union Pacific Railroad&#8220;<\/em> unter h\u00e4rtesten Bedingungen ihren Schienenstrang \u00fcber die Gro\u00dfen Ebenen.<\/p>\n<p>Die <em>\u201eCentral Pacific Railroad&#8220;<\/em> kam ihr auf einer ungleich schwierigeren Strecke von Kalifornien durch die Sierra Nevada entgegen. Hier vollbrachten chinesische Kulis unter unmenschlichen Bedingungen bewundernswerte Leistungen.<\/p>\n<p>Als sich nach einem erbitterten Wettrennen der beiden Rivalen die Schienenstr\u00e4nge der Central Pacific mit denen der Union Pacific am 10. Mai 1869 in der W\u00fcste von Utah trafen, war das Jahrhundertwerk vollbracht, dem bald weitere Bahnlinien in den Westen folgten.<\/p>\n<p>Die Geschichte der amerikanischen Eisenbahnen ist reich an gro\u00dfartigem Wagemut und genialen technischen Leistungen, aber ebenso an hemmungsloser Habgier, vehementem Fortschrittsstreben und menschenverachtender Brutalit\u00e4t. Niemand registrierte den Raubbau an der Natur: Abholzen von W\u00e4ldern, massenhaftes Einfangen von Mustangs, Abschlachten von Bisons und anderen Wildtieren usw.<\/p>\n<h5><strong>Die Schlacht am Little Bighorn<\/strong><\/h5>\n<p>Von der \u201eIndianerschlacht am Little Bighorn River&#8220;, mehr als vierzigmal verfilmt, hat fast jeder schon geh\u00f6rt; denn dieses (f\u00fcr die amerikanische Geschichte nebens\u00e4chliche) Scharm\u00fctzel ist weit bekannter als die gro\u00dfen Schlachten des amerikanischen B\u00fcrgerkrieges, von denen eine einzige hundertmal so viele Opfer forderte.<\/p>\n<p>Vorausgegangen war der Schlacht am Little Bighorn ein Friedensschluss im Jahre 1868, der den Sioux (Dakota) akzeptable Reservationen versprach, darunter die Black Hills (Schwarze Berge). Die amerikanische Armee zog sich aus diesen Gebieten zur\u00fcck, r\u00e4umte sogar drei Forts, die dann von den Sioux niedergebrannt wurden, so dass sich die Pr\u00e4rieindianer als Sieger des Krieges f\u00fchlen konnten.<\/p>\n<p>Doch wie stets wurden auch diese Vertr\u00e4ge von den Tatsachen rasch \u00fcberholt. Die<em> Northern Pazific Railway<\/em> baute eine im Friedensvertrag genehmigte Bahnlinie durch das Indianerland, die bald Abenteurer und Siedler in den mittleren Westen brachte. <br \/>Dann wurde in den Black Hills Gold entdeckt, und ausgerechnet der durch seine Niederlage am Little Bighorn legend\u00e4r gewordene <em>General Custer<\/em> konnte im Rahmen einer milit\u00e4rischen Erkundung im Jahre 1874 die Goldfunde best\u00e4tigen. <br \/>Nun gab es kein Halten mehr: Tausende von Goldsuchern str\u00f6mten in die Indianerreservate, f\u00e4llten B\u00e4ume, dezimierten das Wild und schossen auf jeden Indianer, der sich ihnen in den Weg stellte. Die Regierung wollte die Black Hills, die heiligen Berge der Sioux, kaufen. Als diese sich weigerten, war Krieg unvermeidlich.<\/p>\n<p>Viele Sioux und Cheyenne hatten die Reservate nach Westen, in Richtung Bighorn Mountains verlassen und sollten im Jahr 1876 von der Armee zur\u00fcckgetrieben werden. Bei solchen Feldz\u00fcgen wurden regelm\u00e4\u00dfig Tipis mitsamt den Vorr\u00e4ten niedergebrannt, und nicht nur Krieger, sondern auch Frauen und Kinder get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Nach einigen Gefechten wurde die Armee geteilt, um die in den Weiten der Pr\u00e4rie untergetauchten Indianer zu stellen. Eine Gruppe von ca. 600 Mann f\u00fchrte Leutnant Colonel <em>George Armstrong Custer<\/em> (1839-1876). Er traf am 25. Juni 1876 auf die gr\u00f6\u00dfte Ansammlung von Indianern der Gro\u00dfen Ebenen, die je ein Wei\u00dfer zu Gesicht bekommen hatte. Custers gr\u00f6\u00dfte Sorge war, die Feinde k\u00f6nnten entkommen. Seine drei \u201eGatling&#8220; Schnellfeuergesch\u00fctze (Vorl\u00e4ufer des Maschinengewehres), die die Konfrontation zu seinen Gunsten h\u00e4tten entscheiden k\u00f6nnen, hatte er von vornherein zur\u00fcckgelassen, weil sie das schnelle Vorw\u00e4rtskommen seiner Truppe behinderten. So griff er an, angeblich ohne St\u00e4rke und genauen Aufenthaltsort des Gegners zu kennen.<\/p>\n<p>Auch die Indianer wurden anscheinend von den anr\u00fcckenden Truppen \u00fcberrascht und mussten hastig zur Verteidigung ihrer Frauen und Kinder schreiten.<br \/>W\u00e4hrend der Train als zu langsam zur\u00fcckblieb, st\u00fcrmten <em>Custers<\/em> Kavalleristen in zwei Gruppen vor. <br \/>Ein Bataillon von etwa 140 Mann unter <em>Major Reno<\/em> erlitt hohe Verluste und musste zur\u00fcckweichen. <br \/><em>Custer<\/em> selbst wurde mitsamt seinen Leuten (insgesamt 210) umzingelt und niedergek\u00e4mpft. Keiner \u00fcberlebte. <br \/><em>Reno<\/em> erhielt Verst\u00e4rkung vom Train und konnte zwei schwere Tage bis zum Eintreffen der Hauptarmee durchhalten.<\/p>\n<p>Die Nachricht von der Niederlage traf am 5. Juli in den amerikanischen St\u00e4dten ein, als man noch mitten in den Feiern zum 100. Jahrestag der Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung vom 4. Juli 1776 war. Ein Aufschrei ging durch das Land, der das Ende der freien Indianer forderte.<\/p>\n<p>Die Schlacht am Little Bighorn war einer der wenigen Siege, die Indianer aus eigener Kraft \u00fcber eine amerikanische Armee erlangten. Doch dieser letzte gro\u00dfe Sieg half ihnen nicht, sondern beschleunigte nur das Ende ihrer Selbst\u00e4ndigkeit.<\/p>\n<p>Die Diskussionen \u00fcber <em>Custer<\/em> halten bis heute an. Es gibt hunderte von B\u00fcchern, die ihn teils verherrlichen, teils ihm schwere Fehler vorwerfen. Folgt man <em>Stammel<\/em> (3), dann wurde <em>Custer<\/em> zun\u00e4chst losgeschickt und dann &#8211; vielleicht sogar vors\u00e4tzlich &#8211; im Stich gelassen. Ein Jahrhundert lang wurde das Heldenlied von der standhaften Verteidigung gesungen; wei\u00dfe \u00dcberlebende gab es ja nicht, und Berichte der Indianer interessierten nicht. Diese wussten von einer schm\u00e4hlichen Niederlage der Wei\u00dfen (5, S. 31 und 2, S. 100 f.); die verzweifelten Soldaten sollen sich zum gro\u00dfen Teil selbst erschossen haben, um nicht lebend in die H\u00e4nde der Indianer zu fallen (3, S. 277).<\/p>\n<p>Nicht allein <em>Custer<\/em>, auch andere Offiziere waren in Indianerk\u00e4mpfen wilde Draufg\u00e4nger. Nach dem B\u00fcrgerkrieg hatte die Armee viel zu viele Offiziere. Wer weiter bei der Armee bleiben wollte, musste drastische Zur\u00fcckstufungen hinnehmen; zum Beispiel vom Major zum Sergeant, vom Leutnant zum einfachen Soldaten. Auch Custer, Kriegsheld und j\u00fcngster General des B\u00fcrgerkrieges, trat als Brigadegeneral des Krieges der Friedensarmee als Oberstleutnant bei. Auf Bef\u00f6rderung konnte nur hoffen, wer sich im Westen, dem einzigen Kriegsschauplatz, auszeichnete, d. h. m\u00f6glichst viele Indianer abschlachtete. Humanit\u00e4t und Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Roten war nicht gefragt, und man darf annehmen, dass die Indianer auch vors\u00e4tzlich provoziert wurden. (1, S. 242).<\/p>\n<p>Das Schlachtfeld von Little Bighorn ist heute ein \u201eNational Monument&#8220; in Montana (an der I-90 zwischen Billings und Sheridan). Den gefallenen Kavalleristen sind Grabdenkm\u00e4ler gewidmet. K\u00fcnftig soll hier noch eine Gedenkst\u00e4tte f\u00fcr die bei der Verteidigung ihres Landes, ihrer Frauen und Kinder gefallenen Indianer entstehen.<\/p>\n<h5><strong>Das letzte Aufb\u00e4umen<\/strong><\/h5>\n<p>Den Indianern gingen mit dem Bau der Eisenbahnen und der Besiedlung aller f\u00fcr die Landwirtschaft nutzbaren Gebiete die Freir\u00e4ume f\u00fcr ihr ungebundenes Leben verloren. Hinzu kam das Abschie\u00dfen von Bisons, ihrer wichtigsten Ressource, das man als das beste Mittel ansah, die Pr\u00e4rieindianer in Reservate zu zwingen.<br \/>Manche St\u00e4mme wehrten sich, wohl wissend, dass letzten Endes alles vergeblich sein werde.<\/p>\n<p>Viele Heldenlieder wurden und werden gesungen: <br \/>Vom unn\u00f6tigen Kampf der Nez Perce, deren friedliebender <em>H\u00e4uptling Joseph<\/em> (1840-1904) die Armee durch sein taktisches Geschick mehrmals so narrte, dass seine milit\u00e4rischen Winkelz\u00fcge in West Point, der amerikanischen Milit\u00e4rakademie, gelehrt wurden. <br \/>Vom Verzweiflungskampf der Apachen in Neu Mexico, die jahrelang von mehr als 5.000 Soldaten gejagt wurden, bis ihr <em>H\u00e4uptling Geronimo<\/em> (1829-1909) mit 36 Apachen kapitulierte. <br \/>Die Liste l\u00e4sst sich beliebig fortf\u00fchren, doch das Ende war immer das gleiche: Die St\u00e4mme wurden zerschlagen, in Reservationen gezwungen, ihre Kultur zerst\u00f6rt&#8230;<\/p>\n<h5><strong>Der Geistertanz<\/strong><\/h5>\n<p>Ganz zuletzt, als alles verloren war, richteten viele Indianer ihre Hoffnung auf ein Wunder. Um 1888 bezeichnete sich der Pajute Wovoka (Uowoka) als Messias der Indianer und predigte: <br \/><em>\u201eDer Tag ist nah, an dem es kein Elend und keine Krankheit mehr gibt. Die Toten werden aus der Geisterwelt zur\u00fcckkehren und alle Indianer werden in einem Gl\u00fcck vereinigt sein, das keinen Tod mehr kennt. Die Erde wird erneuert werden, alle Wei\u00dfen werden verschwunden sein, Bisons und Mustangs, Antilopen und Biber werden zur\u00fcckkehren und Erdbeben werden den Tag der Erneuerung ank\u00fcndigen&#8230;&#8220;<\/em> (5, S. 224 f.).<\/p>\n<p>Die hungernden Indianer, die tatenlos in Reservationen herumlungerten und auf die Gnade der US-Regierung angewiesen waren, ergriff ein religi\u00f6ser Wahn. Viele warfen alle Metallgegenst\u00e4nde von sich, tanzten, bis sie in Trance fielen und sich mit ihren Toten in Verbindung glaubten.<\/p>\n<p>Die Indianeragentur geriet in Panik. Sie lie\u00df Geistert\u00e4nzer entwaffnen, aus Angst vor einem Aufstand von 25.000 Sioux, wobei im Dezember 1890 <em>Sitting Bull, <\/em>der ber\u00fchmte Medizinmann,\u00a0erschossen wurde. <br \/>Eine Gruppe der Geistert\u00e4nzer fl\u00fcchtete mit ihrem H\u00e4uptling <em>Big Foot<\/em> in die Bad Lands. Sie wurden eingeholt und sollten ihre Waffen abgeben. Durch ein Missverst\u00e4ndnis kam es zu einer Schie\u00dferei, der 150 Indianer mitsamt ihrem H\u00e4uptling, und 25 Soldaten zum Opfer fielen. <br \/>Das war die \u201eSchlacht am Wounded Knee Creek[2], die als letzter gr\u00f6\u00dferer Kampf zwischen Wei\u00df und Rot gilt.\u00a0<\/p>\n<p>Fortsetzung <a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/das-war-der-wilde-westen-teil-7\/\">&#8222;Das war der wilde Westen&#8220; Teil 7<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Endnoten:<br \/><\/strong>[1] 160 Acres = \u00bc Quadratmeile = 0,65 Quadratkilometer = 65 Hektar = 650.000 qm.<br \/>[2] Im Nordosten von Pineridge (South Dakota).<\/p>\n<p><strong>Literatur:<br \/><\/strong>(1) Cooke, Alistair: \u201eGeschichte Amerikas&#8220;, Pawlak, Herrsching, 1975.<br \/>(2) Davis, William C.: \u201eDer Wilde Westen&#8220;, Karl M\u00fcller, Erlangen, 1994.<br \/>(3) Schwarzer Hirsch: \u201eIch rufe mein Volk&#8220;, Lamuv, Bornheim, 1982.<br \/>(4) Stammel, H. J.: \u201eDer Wilde Westen im Bild&#8220;, Prisma, G\u00fctersloh, 1978.<br \/>(5) Stammel, H. J.: \u201eIndianer&#8220;, Bertelsmann, G\u00fctersloh, 1977.<br \/>(6) Stammel, H. J.: \u201eWestw\u00e4rts&#8220;, Hestia, Bayreuth, 1987.<\/p>\n\n\n<p>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Ver\u00f6ffentlicht in GralsWelt 32\/2004) Der gro\u00dfe Aufbruch Wagemut, geniale technische Leistungen, aber zugleich hemmungslose Habgier und menschenverachtende Brutalit\u00e4t &#8211; unter diesen Vorzeichen ging im \u201eWilden Westen&#8220; Nordamerikas die Besiedelung der Gro\u00dfen Ebenen vor sich. Ein Aufbruch unvorstellbaren Ausma\u00dfes, eine Zeit, die in ungez\u00e4hlten Filmen und B\u00fcchern verherrlicht wird &#8211; die gro\u00dfe Zeit des Eisenbahnbaus, der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-1146","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-geschichte"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Das war der Wilde Westen Teil 6 &#8211; SiegfriedHagl.com<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/\u0438\u0441\u0442\u043e\u0440\u0438\u044f\/\u044d\u0442\u043e-\u0431\u044b\u043b-\u0434\u0438-\u0437\u0430\u043f\u0430\u0434-\u0447\u0430\u0441\u0442\u044c-6\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"ru_RU\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Das war der Wilde Westen Teil 6 &#8211; SiegfriedHagl.com\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"(Ver\u00f6ffentlicht in GralsWelt 32\/2004) Der gro\u00dfe Aufbruch Wagemut, geniale technische Leistungen, aber zugleich hemmungslose Habgier und menschenverachtende Brutalit\u00e4t &#8211; unter diesen Vorzeichen ging im \u201eWilden Westen&#8220; Nordamerikas die Besiedelung der Gro\u00dfen Ebenen vor sich. Ein Aufbruch unvorstellbaren Ausma\u00dfes, eine Zeit, die in ungez\u00e4hlten Filmen und B\u00fcchern verherrlicht wird &#8211; die gro\u00dfe Zeit des Eisenbahnbaus, der [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/\u0438\u0441\u0442\u043e\u0440\u0438\u044f\/\u044d\u0442\u043e-\u0431\u044b\u043b-\u0434\u0438-\u0437\u0430\u043f\u0430\u0434-\u0447\u0430\u0441\u0442\u044c-6\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"SiegfriedHagl.com\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2009-05-12T13:24:10+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2023-07-13T09:58:16+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"siegfriedhagl\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"\u041d\u0430\u043f\u0438\u0441\u0430\u043d\u043e \u0430\u0432\u0442\u043e\u0440\u043e\u043c\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"siegfriedhagl\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"\u041f\u0440\u0438\u043c\u0435\u0440\u043d\u043e\u0435 \u0432\u0440\u0435\u043c\u044f \u0434\u043b\u044f \u0447\u0442\u0435\u043d\u0438\u044f\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"14 \u043c\u0438\u043d\u0443\u0442\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/das-war-der-wilde-westen-teil-6\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/das-war-der-wilde-westen-teil-6\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"siegfriedhagl\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f\"},\"headline\":\"Das war der Wilde Westen Teil 6\",\"datePublished\":\"2009-05-12T13:24:10+00:00\",\"dateModified\":\"2023-07-13T09:58:16+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/das-war-der-wilde-westen-teil-6\\\/\"},\"wordCount\":2507,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f\"},\"articleSection\":[\"Geschichte\\\/Historik\"],\"inLanguage\":\"ru-RU\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/das-war-der-wilde-westen-teil-6\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/das-war-der-wilde-westen-teil-6\\\/\",\"name\":\"Das war der Wilde Westen Teil 6 &#8211; SiegfriedHagl.com\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2009-05-12T13:24:10+00:00\",\"dateModified\":\"2023-07-13T09:58:16+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/das-war-der-wilde-westen-teil-6\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"ru-RU\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/das-war-der-wilde-westen-teil-6\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/das-war-der-wilde-westen-teil-6\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Das war der Wilde Westen Teil 6\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/\",\"name\":\"SiegfriedHagl.com\",\"description\":\"Artikel und Blog von Siegfried Hagl\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"ru-RU\"},{\"@type\":[\"Person\",\"Organization\"],\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f\",\"name\":\"siegfriedhagl\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"ru-RU\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"siegfriedhagl\"},\"logo\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g\"},\"sameAs\":[\"http:\\\/\\\/www.hagl.net\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"\u042d\u0442\u043e \u0431\u044b\u043b \u0414\u0438\u043a\u0438\u0439 \u0417\u0430\u043f\u0430\u0434 \u0427\u0430\u0441\u0442\u044c 6 - SiegfriedHagl.com","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/\u0438\u0441\u0442\u043e\u0440\u0438\u044f\/\u044d\u0442\u043e-\u0431\u044b\u043b-\u0434\u0438-\u0437\u0430\u043f\u0430\u0434-\u0447\u0430\u0441\u0442\u044c-6\/","og_locale":"ru_RU","og_type":"article","og_title":"Das war der Wilde Westen Teil 6 &#8211; SiegfriedHagl.com","og_description":"(Ver\u00f6ffentlicht in GralsWelt 32\/2004) Der gro\u00dfe Aufbruch Wagemut, geniale technische Leistungen, aber zugleich hemmungslose Habgier und menschenverachtende Brutalit\u00e4t &#8211; unter diesen Vorzeichen ging im \u201eWilden Westen&#8220; Nordamerikas die Besiedelung der Gro\u00dfen Ebenen vor sich. Ein Aufbruch unvorstellbaren Ausma\u00dfes, eine Zeit, die in ungez\u00e4hlten Filmen und B\u00fcchern verherrlicht wird &#8211; die gro\u00dfe Zeit des Eisenbahnbaus, der [&hellip;]","og_url":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/\u0438\u0441\u0442\u043e\u0440\u0438\u044f\/\u044d\u0442\u043e-\u0431\u044b\u043b-\u0434\u0438-\u0437\u0430\u043f\u0430\u0434-\u0447\u0430\u0441\u0442\u044c-6\/","og_site_name":"SiegfriedHagl.com","article_published_time":"2009-05-12T13:24:10+00:00","article_modified_time":"2023-07-13T09:58:16+00:00","author":"siegfriedhagl","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"\u041d\u0430\u043f\u0438\u0441\u0430\u043d\u043e \u0430\u0432\u0442\u043e\u0440\u043e\u043c":"siegfriedhagl","\u041f\u0440\u0438\u043c\u0435\u0440\u043d\u043e\u0435 \u0432\u0440\u0435\u043c\u044f \u0434\u043b\u044f \u0447\u0442\u0435\u043d\u0438\u044f":"14 \u043c\u0438\u043d\u0443\u0442"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/das-war-der-wilde-westen-teil-6\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/das-war-der-wilde-westen-teil-6\/"},"author":{"name":"siegfriedhagl","@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#\/schema\/person\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f"},"headline":"Das war der Wilde Westen Teil 6","datePublished":"2009-05-12T13:24:10+00:00","dateModified":"2023-07-13T09:58:16+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/das-war-der-wilde-westen-teil-6\/"},"wordCount":2507,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#\/schema\/person\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f"},"articleSection":["Geschichte\/Historik"],"inLanguage":"ru-RU"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/das-war-der-wilde-westen-teil-6\/","url":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/das-war-der-wilde-westen-teil-6\/","name":"\u042d\u0442\u043e \u0431\u044b\u043b \u0414\u0438\u043a\u0438\u0439 \u0417\u0430\u043f\u0430\u0434 \u0427\u0430\u0441\u0442\u044c 6 - SiegfriedHagl.com","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#website"},"datePublished":"2009-05-12T13:24:10+00:00","dateModified":"2023-07-13T09:58:16+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/das-war-der-wilde-westen-teil-6\/#breadcrumb"},"inLanguage":"ru-RU","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/das-war-der-wilde-westen-teil-6\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/das-war-der-wilde-westen-teil-6\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Das war der Wilde Westen Teil 6"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#website","url":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/","name":"SiegfriedHagl.com","description":"\u0421\u0442\u0430\u0442\u044c\u044f \u0438 \u0431\u043b\u043e\u0433 \u0417\u0438\u0433\u0444\u0440\u0438\u0434\u0430 \u0425\u0430\u0433\u043b\u044f","publisher":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#\/schema\/person\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"ru-RU"},{"@type":["Person","Organization"],"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#\/schema\/person\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f","name":"\u0437\u0438\u0433\u0444\u0440\u0438\u0434\u0445\u0430\u0433\u043b\u044c","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"ru-RU","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g","caption":"siegfriedhagl"},"logo":{"@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g"},"sameAs":["http:\/\/www.hagl.net"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1146","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1146"}],"version-history":[{"count":24,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1146\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10078,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1146\/revisions\/10078"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1146"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1146"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1146"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}