{"id":1113,"date":"2009-05-12T10:29:58","date_gmt":"2009-05-12T09:29:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/?page_id=1113"},"modified":"2023-12-13T12:14:16","modified_gmt":"2023-12-13T11:14:16","slug":"das-war-der-wilde-westen-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/%d0%b8%d1%81%d1%82%d0%be%d1%80%d0%b8%d1%8f\/%d1%8d%d1%82%d0%be-%d0%b1%d1%8b%d0%bb-%d0%b4%d0%b8-%d0%b7%d0%b0%d0%bf%d0%b0%d0%b4-%d1%87%d0%b0%d1%81%d1%82%d1%8c-1\/","title":{"rendered":"\u042d\u0442\u043e \u0431\u044b\u043b \u0414\u0438\u043a\u0438\u0439 \u0417\u0430\u043f\u0430\u0434, \u0447\u0430\u0441\u0442\u044c 1"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>(Ver\u00f6ffentlicht in Gralswelt 27\/2003)<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, gilt Nordamerika als die f\u00fchrende Weltmacht, und amerikanische Ideale dienen vielen Menschen als Vorbild. Der Werdegang der \u201eVereinigten Staaten von Amerika&#8220; scheint dabei geschichtlich weitestgehend aufgearbeitet: Man wei\u00df, wie blutig der Kampf um die \u201eNeue Welt&#8220; einst gef\u00fchrt wurde, und man bedauert das Schicksal der urspr\u00fcnglich rund 25 Millionen amerikanischer Ureinwohner, deren bemerkenswerte Kultur im Laufe weniger Jahrhunderte nahezu vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt wurde.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Nach ihrer grausamen Vernichtung erfreute sich die indianische Welt, vom 20. Jahrhundert an, zunehmender Beliebtheit. Unz\u00e4hlige Romane und Filme idealisierten den Wagemut, die Naturverbundenheit, die Tapferkeit oder den Ehrbegriff einzelner St\u00e4mme, und (angebliche) Berichte \u00fcber bedeutende indianische Weissagungen gingen um die Welt.<\/p>\n<p>Viele der Schilderungen \u00fcber das, was sich im \u201eWilden Westen&#8220; zugetragen hatte, blieben jedoch an der Oberfl\u00e4che und wurden dem Schicksal der \u201eIndianer&#8220; (diese Bezeichnung geht auf die irrige Meinung des Kolumbus zur\u00fcck, der in ihnen \u201eBewohner Indiens&#8220; zu erkennen glaubte) nicht ann\u00e4hernd gerecht.<\/p>\n<p>F\u00fcr die siebenteilige GralsWelt-Serie \u201eDas war der Wilde Westen&#8220; hat sich Siegfried Hagl intensiv mit der indianischen Kultur und der Geschichte Nordamerikas besch\u00e4ftigt und die wichtigsten Schaupl\u00e4tze dieser Geschichte im Verlauf mehrerer, l\u00e4ngerer Reisen durch die USA erfahren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Lassen Sie sich in der Folge in das Innere dieses Landes f\u00fchren und erfahren Sie mehr \u00fcber das folgenschwere Aufeinanderprallen von \u201eroter&#8220; und \u201ewei\u00dfer&#8220; Gesinnung.<\/p>\n<h5><strong>Die Eroberung der Neuen Welt<\/strong><\/h5>\n<p>Wenn wir vom \u201eWilden Westen&#8220; sprechen, denken wir vielleicht besonders an Sioux (Dakota) Indianer, die im 19. Jahrhundert auf schnellen Mustangs \u00fcber die Pr\u00e4rie galoppierten, und, wenn sie nicht gerade B\u00fcffel jagten, auf Cowboys schossen, Wagenz\u00fcge oder gar Eisenbahnen angriffen.<\/p>\n<p>Diese Pr\u00e4rieindianerkultur war allerdings eine kurzlebige Folge des Eindringens der Wei\u00dfen, denn Pferde kamen erst mit den Spaniern nach Amerika. Nach einem Aufstand der Puebloindianer (1680-1682), die Santa Fee eroberten und niederbrannten, entkamen viele Pferde; der Grundstock f\u00fcr die Mustangherden, die sp\u00e4ter auf den Gro\u00dfen Ebenen (Great Plains) grasten, so dass sich Indianer beritten machen konnten.<\/p>\n<p>Die <strong>vielen Indianerst\u00e4mme<\/strong> waren sehr verschieden, hatten unterschiedliche Sprachen und Kulturen. Man spricht von \u201ef\u00fcnfhundert indianischen Nationen&#8220; allein in Nordamerika. Eine ganz grobe Einteilung m\u00fcsste zumindest unterscheiden zwischen den \u201eWaldindianern&#8220; im Osten, den \u201ePr\u00e4rieindianern&#8220; auf den Gro\u00dfen Ebenen und den \u201ePuebloindianern&#8220; im S\u00fcdwesten. Wir werden hier diese grobe Zusammenfassung ben\u00fctzen, um diese Arbeit nicht mit zu vielen Details zu \u00fcberfrachten.<\/p>\n<p>Lange bevor Goldsucher und Siedler \u00fcber die Fl\u00fcsse Mississippi und Missouri nach Westen str\u00f6mten, und Eisenbahnen gebaut wurden, welche die Ost- mit der Westk\u00fcste verbanden (die Themen der meisten Indianerfilme), waren europ\u00e4ische Zivilisation und indianische Steinzeitkultur schon vielfach aufeinander geprallt.<br \/>\nDiese Auseinandersetzungen, lange vor dem amerikanischen B\u00fcrgerkrieg, waren f\u00fcr die Geschichte der Indianer wie f\u00fcr die Geschichte Nordamerikas wichtiger als die letzten Verzweiflungsk\u00e4mpfe auf den Gro\u00dfen Ebenen, im Felsengebirge (Rocky Mountains), oder in Neu-Mexiko.<\/p>\n<p>Wir wollen mit dieser GralsWelt-Serie einen \u00dcberblick \u00fcber die Geschichte des \u201eWilden Westens&#8220; geben, in der die h\u00f6her entwickelte Zivilisation gewann, w\u00e4hrend die untergegangene Kultur, seinerzeit als minderwertig abgetan, erst posthum Verherrlichung fand. Im Vordergrund stehen dabei die Indianer, denen man erst im 20. Jahrhundert erlaubte, sich an die wei\u00dfe Kultur anzupassen oder diese zu \u00fcbernehmen. Doch da waren die \u201eRoten&#8220; l\u00e4ngst dezimiert, verdr\u00e4ngt, verzweifelt, und ihre Kultur war zerst\u00f6rt.<\/p>\n<h5>Die Wei\u00dfen kommen<\/h5>\n<p><strong>Spanier und Portugiesen<\/strong> erhoben als erste Anspruch auf die \u201eNeue Welt&#8220;. Ihr Interesse konzentrierte sich auf Mittel- und S\u00fcdamerika, das zum gro\u00dfen Teil erobert war, bevor sich erste Siedler in Nordamerika niederlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Die von unglaublichem Eroberungsdrang getriebenen Spanier hatten sich gleich nach seiner Entdeckung durch Ponce de Leon im Jahr 1513 in Florida niedergelassen, gro\u00dfe Teile des \u201eWestens&#8220;<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> durchstreift (Coronado 1540-42), den Grand Canyon und den Mississippi entdeckt und 1605 Santa Fee erobert.<\/p>\n<p>F\u00fcr Mitteleurop\u00e4er wurde der Weg nach dem noch weitgehend unbekannten Nordamerika erst frei, als 1588 die spanische Armada vernichtet war, und sich nicht mehr nur Seer\u00e4uber und Abenteurer auf den Nordatlantik wagten. Nun entstanden an der nordamerikanischen Ostk\u00fcste verschiedene, von einander isolierte Niederlassungen der <strong>Franzosen, Engl\u00e4nder, Holl\u00e4nder<\/strong>, die jeweils riesige Gebiete f\u00fcr sich beanspruchten.<\/p>\n<p>Alle Indianerst\u00e4mme hatten fast von Anfang an Probleme mit den Wei\u00dfen, deren verschiedene Gruppen und Nationalit\u00e4ten sich gegenseitig bek\u00e4mpften; gemeinsam war allen Wei\u00dfen nur das Verlangen nach Land. Die St\u00e4mme an der Ostk\u00fcste hatten die Neuank\u00f6mmlinge zun\u00e4chst willkommen gehei\u00dfen und ihnen geholfen.<br \/>\nBald mussten sie jedoch entdecken, dass sie, wenn sie eine Gruppe der Wei\u00dfen unterst\u00fctzten, in Opposition zu den anderen gerieten. Gleich welche Seite sie w\u00e4hlten, es war immer Indianerland, das ihnen verloren und in den Besitz der Wei\u00dfen \u00fcberging.<\/p>\n<p>Aus den unterschiedlichsten Anl\u00e4ssen kam es zu Kriegen zwischen Indianern und Wei\u00dfen. Die primitive Bewaffnung der St\u00e4mme konnte den Angriffen mit moderneren Waffen nicht standhalten. Indianer, die in diesen K\u00e4mpfen nicht ums Leben kamen, wurden von Krankheiten heimgesucht, gegen die sie keine Immunit\u00e4t aufgebaut hatten: Masern, Keuchhusten, Pocken, Windpocken, Typhus und Cholera.<\/p>\n<p>Trotz dieser Leiden k\u00e4mpften einige Stammesmitglieder weiter f\u00fcr ihr Territorium. Sie wurden \u00fcberwunden, gefangen genommen und auf Schiffen nach Westindien gebracht, wo man sie als Sklaven verkaufte. Das war zur gleichen Zeit, als auch die ersten schwarzen Sklaven nach Nordamerika kamen (1619 auf einem holl\u00e4ndischen Schiff, das in Jamestown anlegte. In der Karibik hatten Spanier schon 1510 mit dem Import von Negersklaven begonnen, als Ersatz f\u00fcr die auf manchen Inseln bereits fast ausgerotteten Ureinwohner).<\/p>\n<h5>Handel bringt Wandel<\/h5>\n<p>Bei der Erforschung Nordamerikas waren zun\u00e4chst die <strong>Franzosen<\/strong> voraus. Schon zw\u00f6lf Jahre nach Kolumbus erster Reise begannen bretonische Fischer vor Neuschottland Kabeljau zu fangen. Sie drangen auch ins Inland vor, und fanden heraus, dass man bei den Indianern wertvolles Pelzwerk gegen Eisenwaren eintauschen konnte.<\/p>\n<p>Dieser lukrative Handel fand die Unterst\u00fctzung der franz\u00f6sischen Krone, und ab 1603 wurde ein franz\u00f6sisches Kolonialreich aufgebaut. Abenteuerlustige Franzosen waren die ersten Pelzj\u00e4ger, Fallensteller (Trapper), Waldl\u00e4ufer, Pelzh\u00e4ndler im Norden Amerikas. Diese \u201eVoyageurs&#8220; drangen bis zu den gro\u00dfen Seen vor, gr\u00fcndeten Niederlassungen und missionierten.<br \/>\nAb 1632 tauften die \u201eBlack Robes&#8220; (Jesuiten in ihrem schwarzen Habit) schon Konvertiten[<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">2]<\/a> unter den St\u00e4mmen westlich des Oberen Sees (Lake Superior), mehr als ein Jahrhundert bevor die britischen Kolonisten sichere Kunde vom Land jenseits der Appalachen hatten.<\/p>\n<p>In einer abenteuerlichen Reise fuhr Ren\u00e9 Robert de La Salle 1681 bis 1682 den Mississippi hinab. Die Franzosen beanspruchten damit ein riesiges Gebiet vom Sankt-Lorenz-Golf \u00fcber die Gro\u00dfen Seen und den Mississippi entlang bis zum Golf von Mexiko mit der Stadt New Orleans als Kolonie \u201eLouisiana&#8220; (am Mississippi) bzw. \u201eNeufrankreich&#8220; (Kanada).<\/p>\n<blockquote><p><strong>Das Kalumet<br \/>\n<\/strong>Von besonderer Bedeutung bei indianischen Zeremonien war das \u201eKalumet&#8220;. Es bestand aus dem Pfeifenkopf und dem &#8211; zeremoniell bedeutsameren &#8211; meist h\u00f6lzernen Pfeifenrohr.<br \/>\nDer Pfeifenkopf konnte aus verschiedenen Materialien bestehen: Holz, Stein, Knochen, Metall. Zu diesem Zweck am begehrtesten war ein in den \u201eheiligen Br\u00fcchen&#8220; gebrochenes weiches Sedimentgestein (Catlinit, H\u00e4rte 2,5 nach Mohs) aus in Millionen von Jahren zusammengebackenem Ton. Die r\u00f6tliche Schicht von nur einigen Zentimetern Dicke ist eingebettet in weit dickere Schichten aus hartem Quarzit (H\u00e4rte 7,5), so dass der Abbau mit einfachem Werkzeug m\u00fchsam ist.<br \/>\nDer wichtigste Steinbruch lag in Minnesota bei dem heutigen Ort Pipestone (ca. 25 Meilen, etwa 40 km, n\u00f6rdlich der I-90 bei Sioux Falls). Jahrhundertlang gewannen Indianer diesen Pfeifenstein, der als wichtiges Handelsgut bis nach Mittelamerika kam. Im 18. Jahrhundert erlangten die Sioux die Kontrolle \u00fcber diesen \u201eheiligen Ort&#8220;, an dem Friedenspflicht f\u00fcr alle galt.<br \/>\nVerschiedene Legenden berichten, dass die Verwendung des Pfeifensteins urspr\u00fcnglich auf Weisung einer \u00fcberirdischen Erscheinung zur\u00fcckgeht.<br \/>\nDas Kalumet hatte bei so gut wie allen Indianern Nordamerikas, von Kanada bis Mittelamerika, rituelle Bedeutung, wenn auch die Formen der Rituale von Stamm zu Stamm verschieden waren. Geraucht wurde \u201eKinnikinnik&#8220; (der, der gemischt ist), eine Mischung aus Tabak (den viele Indianerst\u00e4mme anbauten), Rinde von Roterlen, rotem Hartriegel, roter Weide und weiteren Pflanzenbestandteilen. Kinnikinnik hat eine leicht berauschende Wirkung, und der Gebrauch des Kalumets sollte u. a. Verbindungen zu h\u00f6heren Kr\u00e4ften oder Wesen herstellen.<br \/>\nDie Br\u00fcche von Pipestone sind heute ein \u201eNational Monument&#8220;, das man besichtigen kann. Indianer haben das Recht, den weichen Stein mit \u00e4hnlichen Methoden wie vor Jahrhunderten abzubauen und Pfeifen herzustellen, die an Touristen verkauft werden.<br \/>\n<strong>Literatur: <\/strong>Murray, Robert A. \u201ePipes on the Plains&#8220;, National Park Service, Washington, 1993.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wegen ihrer Bereitschaft zu engen Kontakten mit den Eingeborenen und h\u00e4ufigen Heiraten mit indianischen Frauen kamen die Franzosen meist gut mit den Indianern zurecht. Gelegentliche Irritationen dauerten nicht lange. Die Indianer hatten erkannt, dass sie, aus der Steinzeit herausgerissen und pl\u00f6tzlich mit modernen Ger\u00e4tschaften versorgt (st\u00e4hlerne Messer, Beile und Kochkessel, Feuerwaffen und Munition, Gewebe, Farben, Decken, Alkohol usw.), von diesen Handelsg\u00fctern, die ihnen die Franzosen brachten, abh\u00e4ngig wurden.<\/p>\n<p>Schwierigkeiten gab es mit den selbstbewussten Irokesen, den ber\u00fchmten \u201eF\u00fcnf Nationen&#8220;. Deren demokratische Stammesordnung wurde bemerkenswerterweise sp\u00e4ter Vorbild f\u00fcr die amerikanische Union. In Unkenntnis der Verh\u00e4ltnisse hatten franz\u00f6sische H\u00e4ndler ihre ersten Kontakte mit Algonquin (Algonkin) und Huronen aufgenommen und damit Feinde der Irokesen mit Feuerwaffen ausger\u00fcstet. Seitdem waren die Irokesen den Franzosen feindlich gesinnt und versuchten sie mit Hilfe der Holl\u00e4nder zu vertreiben. Im Jahre 1665 mussten Truppen aus Frankreich der Kolonie zu Hilfe eilen. Die Irokesen wurden zerschlagen, ihre D\u00f6rfer und Felder niedergebrannt. (Lesen Sie dazu in &#8222;Kurz, knapp, kurios&#8220; Seite 265 &#8222;Ein Prophet in Nordamerika&#8220;).<\/p>\n<h5>Engl\u00e4nder in der Neuen Welt<\/h5>\n<p>Nicht so gut wie die Franzosen kamen die Siedlungen in Neuengland, an der Ostk\u00fcste, mit den Indianern zurecht. Ausnahme waren die Qu\u00e4ker, deren Friedfertigkeit von den Indianern honoriert wurde. \u00dcber die ersten Kontakte mit Engl\u00e4ndern schreibt ein Indianer folgendes:<br \/>\n<em>\u201eDie ersten Erfahrungen, die die Algonkin mit Engl\u00e4ndern machten, zeigten ganz genau, welcher Art diese wei\u00dfh\u00e4utigen Raubmenschen waren: Als die Indianer den ersten Seer\u00e4uber (Sir Humphrey Gilbert, 1584) mit seinen Kolonisten freundlich aufnahmen, ihnen Mais, Tabak und Bohnen gaben und ihnen zeigten, wie man sie pflanzte, bedankten sie sich, als sie einen Zinnbecher vermissten, damit, dass sie einige Indianer t\u00f6teten. Den zweiten Seer\u00e4uber (Sir Walter Raleigh) und seine wei\u00dfen Kolonisten nahmen sie wieder freundlich auf, versorgten sie mit Nahrung und Fleisch und halfen ihnen dabei, ihre ,Roanoke Island&#8216;-Kolonie zu bauen. Dann fand ein Indianer-H\u00e4uptling ein St\u00fcck Zinnblech, das an einen Baum genagelt war und seltsame Zeichen trug (engl. K\u00f6nigswappen). Er nahm es ab, um sich daraus einen Pfeifenkopf zu machen. Sie schlugen den alten H\u00e4uptling nieder und verurteilten ihn wegen Unehrenhaftigkeit und Missachtung des englischen K\u00f6nigs zum Tode. Sie hingen ihn am Ast einer Lebenseiche auf und dankten Gott daf\u00fcr, dass er ihnen diese Tat erm\u00f6glicht hatte, wie sie diesem Gott dankbar waren, wenn sie t\u00f6ten wollten und get\u00f6tet hatten. Die Indianer nahmen ihnen allen das Leben und verbrannten ihre H\u00e4user.&#8220;<\/em><br \/>\n(Flying Hawk, Oglalla-Sioux; 4, S. 70).<\/p>\n<p>Auch die Kolonisten, die 1607 in der Chesapeake Bay landeten und Virginien mit Jamestown (nahe dem heutigen Williamsburg) gr\u00fcndeten, mussten aufgrund ihres arroganten Auftretens bald gegen Indianer k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Dann war es der legend\u00e4ren H\u00e4uptlingstochter \u201ePocahontas&#8220; (1596-1617) vom Stamme der Powhatan zu verdanken, dass es einige friedlichere Jahre gab. Der Gouverneur von Jamestown hatte sie rauben lassen, doch sie verliebte sich in einen Engl\u00e4nder, der sie heiratete. Sie kam mit ihrem Mann nach London, wurde als \u201eIndianerprinzessin&#8220; anerkannt und von K\u00f6nigin Elisabeth empfangen. Mit 21 Jahren starb Pocahontas in London an den Pocken.<\/p>\n<p>Nach dem Tod ihres Vaters entschloss sich dessen Nachfolger Opechancanough, die dauernden Reibereien mit den Wei\u00dfen zu beenden.<\/p>\n<h5><strong>Der erste gro\u00dfe Indianerkrieg<\/strong><\/h5>\n<p>Im M\u00e4rz 1622 begann der erste gro\u00dfe Indianerkrieg. Von 80 Siedlungen der Engl\u00e4nder wurden 72 zerst\u00f6rt, von mehr als 4.000 Kolonisten blieben 347 am Leben. Dann machten die Indianer einen entscheidenden \u201eFehler&#8220;: Anstatt auch die \u00fcberlebenden Kolonisten zu t\u00f6ten, begn\u00fcgten sie sich mit dem Sieg und beendeten die K\u00e4mpfe. Als H\u00e4uptling Opechancanough einer Einladung zu Friedensgespr\u00e4chen folgte &#8211; weil ein Indianer auch den Unterlegenen Respekt schuldet -, fielen die Wei\u00dfen \u00fcber die Indianer her, t\u00f6teten den gr\u00f6\u00dften Teil von ihnen, und er selbst konnte nur mit knapper Not entkommen.<\/p>\n<p>Erst nach 22 Jahren, als Neunzigj\u00e4hriger, konnte er die Wei\u00dfen erneut angreifen. Er f\u00fcgte ihnen im Krieg von 1644 schwere Verluste zu, wurde aber schlie\u00dflich gefangengenommen und erschossen.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Indianische Kriegstaktik<br \/>\n<\/strong>In den Krieg zu ziehen war in vielen Indianerst\u00e4mmen Tradition, fast ein \u201esportliches Abenteuer&#8220;. Ein Indianer gewann vor allem als erfolgreicher Krieger (ausnahmsweise auch als Schamane oder Redner) Ansehen und Einfluss. Denn die Felder &#8211; ein Besitz, der Prestige bedeutet &#8211; geh\u00f6rten in der Regel den Frauen, die sie auch bestellten. In vielen St\u00e4mmen, wie bei den Irokesen, w\u00e4hlten Frauen auch den H\u00e4uptling. So waren die Bet\u00e4tigungen der M\u00e4nner vor allem Jagd und Krieg.<br \/>\nDie indianische Kriegsf\u00fchrung war der \u00dcberraschungsangriff, \u201ehit and run&#8220; (treffe und verschwinde), der nicht unbedingt dem Gegner gro\u00dfe Verluste zuf\u00fcgen sollte. Wurden Pferde erbeutet oder Gefangene gemacht (die meist in den eigenen Stamm aufgenommen wurden), dann war der \u00dcberfall ein Erfolg, der kriegerischen Ruhm brachte.<br \/>\nEin Mutbeweis besonderer Art war das Ber\u00fchren eines Feindes, \u201eCoup&#8220; genannt, auch ohne diesen zu verletzen; bei einem bewaffneten Feind war das alles andere als ungef\u00e4hrlich.<br \/>\nKriegerische Leistungen wurden sichtbar dokumentiert; zum Beispiel durch Adlerfedern, an deren Zuschnitt und Bemalung der Kundige die Taten des Tr\u00e4gers ablesen konnte. H\u00e4uptlinge trugen einen B\u00fcffelmantel mit Abbildungen ihrer Erfolge.<br \/>\nLangwierige Belagerungen, Ausharren unter Beschuss, oder Standhalten bei einem geschlossenen Sturmangriff war ihre Sache nicht. Nur Tecumseh brachte seine Indianer so weit, dass sie einem Bajonettangriff mit einem koordinierten Pfeilhagel antworteten, der die Attacke der Armeesoldaten zusammenbrechen lie\u00df. (2, S. 424).<br \/>\nNach einem verlorenen Gefecht fiel es Indianern schwer, den Kampf fortzusetzen. Selbst wenn sie in einer Schlacht kurz vor einem Sieg standen, zogen sie sich zur\u00fcck, wenn zu viele Tote und Verwundete zu beklagen waren. Nach einem gr\u00f6\u00dferen Erfolg brachten sie ihre Beute stolz nach Hause, um den Sieg zu feiern, ohne sich um den Ausgang des Krieges zu k\u00fcmmern. F\u00fcr wei\u00dfe Truppen waren sie schwer einsch\u00e4tzbar. Sofern die Kommandeure nicht auf den Rat von Indianerkennern h\u00f6rten, waren die als Sp\u00e4her und im Dschungelkampf versierten Indianer nur unzuverl\u00e4ssige Verb\u00fcndete.<br \/>\nDieses Verhalten erkl\u00e4rt sich zum Teil dadurch, dass sich die kleinen Indianerv\u00f6lker gro\u00dfe Menschenverluste nicht erlauben konnten; jeder einzelne Krieger, jedes Stammesmitglied war f\u00fcr das \u00dcberleben der Gruppe wichtig. Wei\u00dfe Generale hatten weniger Scheu vor verlustreichen Kampagnen und setzten ihre Truppen manchmal feindlichem Feuer rigoros aus. In nicht wenigen F\u00e4llen konnten sie dadurch schwierige Lagen wenden.<br \/>\nIm Kampf gegen regul\u00e4re Soldaten waren Indianer in der Regel nur erfolgreich, wenn sie den Gegner \u00fcberraschend angreifen oder in eine Falle locken konnten. Eine typische indianische Falle gab es bei dem \u201eVettermann-Massaker&#8220; am 21. Dezember 1866 (sofern Indianer geschlagen wurden und es viele Tote gab, war das in den Augen der Wei\u00dfen ein \u201eSieg&#8220;; wenn Indianer Erfolg hatten, nannte man das ein \u201eMassaker&#8220;):<br \/>\nCaptain William J. Vettermann sollte von Fort Phil Kearny*) aus einer angegriffenen Gruppe von Holzf\u00e4llern zu Hilfe eilen. Die Kavalleristen trieben die Indianer zur\u00fcck und lie\u00dfen sich, entgegen ausdr\u00fccklichem Befehl, dazu verleiten, die fliehenden Indianer zu verfolgen. Prompt gerieten sie in einen Hinterhalt, in dem zweitausend Sioux, Cheyenne und Arapaho, angef\u00fchrt von dem ber\u00fchmten \u201eCrazy Horse&#8220;(ca. 1840 &#8211; 1877), warteten. Keiner der 81 Soldaten \u00fcberlebte. Diese Niederlage trug dazu bei, dass die Regierung Fort Kearny und weitere 2 Forts r\u00e4umen lie\u00df.<br \/>\n<strong>Fu\u00dfnote:<\/strong><br \/>\n*) Heute eine \u201eNational Historic Landmark&#8220; an der I-90 (Exit 44), zwischen Sheridan und Buffalo (Wyoming).<br \/>\n<strong>Literatur:<br \/>\n<\/strong>(1) Dillon, Richard H.: \u201eIndianerkriege&#8220;, Lechner, Limassol (Cypern), 1994.<br \/>\n(2) Steuben, Fritz: \u201eGro\u00dfer H\u00e4uptling Tecumseh&#8220;, Franckh&#8217;sche Verlagshandlung, Stuttgart, 1966.<\/p><\/blockquote>\n<p>In den ersten \u201eIndianerkriegen&#8220; zeigte sich schon eine verh\u00e4ngnisvolle Schw\u00e4che des indianischen Verhaltens, die den Indianern auch sp\u00e4ter immer wieder zum Ungl\u00fcck wurde: Sie konnten oder wollten eine Auseinandersetzung nicht unter allen Umst\u00e4nden bis zum Ende durchstehen und waren dadurch gegen\u00fcber den r\u00fccksichtsloseren Wei\u00dfen benachteiligt. Ein Indianer erkl\u00e4rt diese Verhaltensweise folgenderma\u00dfen:<br \/>\n<em>\u201eIndianer glauben nicht an ein Leben <\/em>nach <em>dem Tode, sondern dass der k\u00f6rperliche Tod der \u00dcbergang in eine andere Dimension des Lebens sei. Deshalb konnte kein Indianer in den Kampf gehen, ohne sich nicht vorher mit der M\u00f6glichkeit dieses \u00dcberganges vertraut zu machen. Das geschah in langen, rituellen T\u00e4nzen, in denen er sich auch mit den Gegnern, die er eventuell t\u00f6ten w\u00fcrde, mit den Pferden, die er t\u00f6ten m\u00fcsste, vers\u00f6hnte. H\u00e4ufig dauerten diese Vorbereitungen bis zur totalen k\u00f6rperlichen Ersch\u00f6pfung. Alsdann legte man die pr\u00e4chtigste Regalia an, die man besa\u00df, denn der Lebensgeist des Leders, der Felle, der Adler- und Truthahnfedern, der Muscheln und des Holzes, die Geister derer, deren Troph\u00e4en man bei sich trug, das Holz des Sattels, die Sehnen der Tiere, mit denen die B\u00f6gen bespannt waren &#8211; alles dies war als n\u00fctzlicher Teil von Lebendigem vom und f\u00fcr den Tr\u00e4ger bewahrt, hatte ihn begleitet und geh\u00f6rte mit allen vorherigen Vers\u00f6hnlichkeitsritualen zum Tr\u00e4ger, wie seine Augen, seine H\u00e4nde, oder seine Gedanken.<br \/>\n<\/em><em>Deshalb waren Indianer nahezu unf\u00e4hig, einem pl\u00f6tzlichen Angriff mit sofortigem, konzentrierten Handeln zu begegnen. Es gelang ihnen deshalb auch nicht, sich auf einen spontanen Angriff mit Leib und Seele einzustellen. Wenn es irgendwie m\u00f6glich war, zogen sie sich zur\u00fcck, um sich vorzubereiten. Und wie bei den Tieren der Wildnis, lie\u00df ein Indianer vom Gegner, der aufgab, ab. Er kannte nur den Augenblickssieg, nicht den Vernichtungswillen der Wei\u00dfen. Die Wei\u00dfen aber ruhten sich vor einem Kampf aus und waren, wenn er ausbrach, in bester k\u00f6rperlicher Verfassung. Sie konnten spontan, von einer Sekunde zur anderen, den Entschluss fassen, einen Menschen zu t\u00f6ten und dies dann sofort mit der ganzen Kraft ihres Leibes und Geistes tun. Der Tod eines Menschen, das T\u00f6ten selbst, war f\u00fcr sie etwas Gleichg\u00fcltiges, ja beinahe so etwas wie ein Spiel. Einen Menschen nicht zu t\u00f6ten, fiel ihnen viel schwerer, als irgendetwas sonst. Und wenn sie k\u00e4mpften, so war ihnen eine Niederlage des Gegners nicht genug, und sie hetzten den Geschw\u00e4chten, bis sie den letzten Menschen get\u00f6tet hatten. So wurden die meisten ihrer Siege zur Vernichtung, so gewannen sie selbst nach verlorenen Schlachten dennoch alle Kriege gegen Indianer.&#8220;\u00a0<\/em><br \/>\n(Der Cherokee Jess Moshulotubbe, 4, S. 73).<\/p>\n<p>So gaben die Indianer von Anfang an dem Druck der ihnen technologisch und psychisch \u00fcberlegenen Wei\u00dfen nach. Zuerst wurden die St\u00e4mme der K\u00fcste, zum Beispiel Delawaren, Pekhot, Powhatan, ganz oder teilweise ausgerottet und ins Hinterland vertrieben. Mit den dort lebenden St\u00e4mmen mussten sie sich friedlich einigen oder neue Siedlungsgebiete erobern.<\/p>\n<p>Bald begannen alle Indianer des Ostens diesen Druck zu sp\u00fcren und sich Sorgen um ihre Zukunft zu machen.<\/p>\n<p>Fortsetzung <a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/das-war-der-wilde-westen-teil-2\/\">&#8222;Das war der wilde Westen&#8220; Teil 2.<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>Lesen Sie dazu auch unter &#8222;Religionsgeschichte&#8220; den Beitrag &#8222;<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/die-religion-der-nordamerikanischen-indianer\/\">Die Religion der nordamerikanischen Indianer<\/a>&#8222;.<\/p>\n<p><strong>Endnoten:<br \/>\n<\/strong><a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Unter dem \u201eWesten&#8220; verstand man im 18. Jahrhundert das Land westlich der Appalachen, im 19. Jahrhundert das Land westlich des Mississippi.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Konvertit = jemand, der zu einem anderen Glauben \u00fcbergetreten ist.<br \/>\n<strong>Literatur:<br \/>\n<\/strong>(1) Cooke, Alistair \u201eGeschichte Amerikas&#8220;, Pawlak, Herrsching, 1975.<br \/>\n(2) Eckert, Allan W. \u201eThat Dark and Bloody River&#8220;, Bantam, New York, 1995.<br \/>\n(3) Josephy, Alvin \u201e500 Nations&#8220;, Frededing &amp; Thaler, M\u00fcnchen, 1996<br \/>\n(4) Stammel, H.J. \u201eIndianer&#8220;, Bertelsmann, G\u00fctersloh, 1977.<\/p>\n<hr size=\"1\" \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Ver\u00f6ffentlicht in Gralswelt 27\/2003) Heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, gilt Nordamerika als die f\u00fchrende Weltmacht, und amerikanische Ideale dienen vielen Menschen als Vorbild. Der Werdegang der \u201eVereinigten Staaten von Amerika&#8220; scheint dabei geschichtlich weitestgehend aufgearbeitet: Man wei\u00df, wie blutig der Kampf um die \u201eNeue Welt&#8220; einst gef\u00fchrt wurde, und man bedauert das Schicksal der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-1113","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-geschichte"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Das war der Wilde Westen Teil 1 &#8211; SiegfriedHagl.com<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/\u0438\u0441\u0442\u043e\u0440\u0438\u044f\/\u044d\u0442\u043e-\u0431\u044b\u043b-\u0434\u0438-\u0437\u0430\u043f\u0430\u0434-\u0447\u0430\u0441\u0442\u044c-1\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"ru_RU\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Das war der Wilde Westen Teil 1 &#8211; SiegfriedHagl.com\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"(Ver\u00f6ffentlicht in Gralswelt 27\/2003) Heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, gilt Nordamerika als die f\u00fchrende Weltmacht, und amerikanische Ideale dienen vielen Menschen als Vorbild. Der Werdegang der \u201eVereinigten Staaten von Amerika&#8220; scheint dabei geschichtlich weitestgehend aufgearbeitet: Man wei\u00df, wie blutig der Kampf um die \u201eNeue Welt&#8220; einst gef\u00fchrt wurde, und man bedauert das Schicksal der [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/\u0438\u0441\u0442\u043e\u0440\u0438\u044f\/\u044d\u0442\u043e-\u0431\u044b\u043b-\u0434\u0438-\u0437\u0430\u043f\u0430\u0434-\u0447\u0430\u0441\u0442\u044c-1\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"SiegfriedHagl.com\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2009-05-12T09:29:58+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2023-12-13T11:14:16+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"siegfriedhagl\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"\u041d\u0430\u043f\u0438\u0441\u0430\u043d\u043e \u0430\u0432\u0442\u043e\u0440\u043e\u043c\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"siegfriedhagl\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"\u041f\u0440\u0438\u043c\u0435\u0440\u043d\u043e\u0435 \u0432\u0440\u0435\u043c\u044f \u0434\u043b\u044f \u0447\u0442\u0435\u043d\u0438\u044f\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"18 \u043c\u0438\u043d\u0443\u0442\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/das-war-der-wilde-westen-teil-1\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/das-war-der-wilde-westen-teil-1\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"siegfriedhagl\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f\"},\"headline\":\"Das war der Wilde Westen Teil 1\",\"datePublished\":\"2009-05-12T09:29:58+00:00\",\"dateModified\":\"2023-12-13T11:14:16+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/das-war-der-wilde-westen-teil-1\\\/\"},\"wordCount\":3277,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f\"},\"articleSection\":[\"Geschichte\\\/Historik\"],\"inLanguage\":\"ru-RU\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/das-war-der-wilde-westen-teil-1\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/das-war-der-wilde-westen-teil-1\\\/\",\"name\":\"Das war der Wilde Westen Teil 1 &#8211; SiegfriedHagl.com\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2009-05-12T09:29:58+00:00\",\"dateModified\":\"2023-12-13T11:14:16+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/das-war-der-wilde-westen-teil-1\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"ru-RU\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/das-war-der-wilde-westen-teil-1\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/das-war-der-wilde-westen-teil-1\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Das war der Wilde Westen Teil 1\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/\",\"name\":\"SiegfriedHagl.com\",\"description\":\"Artikel und Blog von Siegfried Hagl\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"ru-RU\"},{\"@type\":[\"Person\",\"Organization\"],\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f\",\"name\":\"siegfriedhagl\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"ru-RU\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"siegfriedhagl\"},\"logo\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g\"},\"sameAs\":[\"http:\\\/\\\/www.hagl.net\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"\u042d\u0442\u043e \u0431\u044b\u043b \u0414\u0438\u043a\u0438\u0439 \u0417\u0430\u043f\u0430\u0434 \u0427\u0430\u0441\u0442\u044c 1 - SiegfriedHagl.com","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/\u0438\u0441\u0442\u043e\u0440\u0438\u044f\/\u044d\u0442\u043e-\u0431\u044b\u043b-\u0434\u0438-\u0437\u0430\u043f\u0430\u0434-\u0447\u0430\u0441\u0442\u044c-1\/","og_locale":"ru_RU","og_type":"article","og_title":"Das war der Wilde Westen Teil 1 &#8211; SiegfriedHagl.com","og_description":"(Ver\u00f6ffentlicht in Gralswelt 27\/2003) Heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, gilt Nordamerika als die f\u00fchrende Weltmacht, und amerikanische Ideale dienen vielen Menschen als Vorbild. Der Werdegang der \u201eVereinigten Staaten von Amerika&#8220; scheint dabei geschichtlich weitestgehend aufgearbeitet: Man wei\u00df, wie blutig der Kampf um die \u201eNeue Welt&#8220; einst gef\u00fchrt wurde, und man bedauert das Schicksal der [&hellip;]","og_url":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/\u0438\u0441\u0442\u043e\u0440\u0438\u044f\/\u044d\u0442\u043e-\u0431\u044b\u043b-\u0434\u0438-\u0437\u0430\u043f\u0430\u0434-\u0447\u0430\u0441\u0442\u044c-1\/","og_site_name":"SiegfriedHagl.com","article_published_time":"2009-05-12T09:29:58+00:00","article_modified_time":"2023-12-13T11:14:16+00:00","author":"siegfriedhagl","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"\u041d\u0430\u043f\u0438\u0441\u0430\u043d\u043e \u0430\u0432\u0442\u043e\u0440\u043e\u043c":"siegfriedhagl","\u041f\u0440\u0438\u043c\u0435\u0440\u043d\u043e\u0435 \u0432\u0440\u0435\u043c\u044f \u0434\u043b\u044f \u0447\u0442\u0435\u043d\u0438\u044f":"18 \u043c\u0438\u043d\u0443\u0442"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/das-war-der-wilde-westen-teil-1\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/das-war-der-wilde-westen-teil-1\/"},"author":{"name":"siegfriedhagl","@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#\/schema\/person\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f"},"headline":"Das war der Wilde Westen Teil 1","datePublished":"2009-05-12T09:29:58+00:00","dateModified":"2023-12-13T11:14:16+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/das-war-der-wilde-westen-teil-1\/"},"wordCount":3277,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#\/schema\/person\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f"},"articleSection":["Geschichte\/Historik"],"inLanguage":"ru-RU"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/das-war-der-wilde-westen-teil-1\/","url":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/das-war-der-wilde-westen-teil-1\/","name":"\u042d\u0442\u043e \u0431\u044b\u043b \u0414\u0438\u043a\u0438\u0439 \u0417\u0430\u043f\u0430\u0434 \u0427\u0430\u0441\u0442\u044c 1 - SiegfriedHagl.com","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#website"},"datePublished":"2009-05-12T09:29:58+00:00","dateModified":"2023-12-13T11:14:16+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/das-war-der-wilde-westen-teil-1\/#breadcrumb"},"inLanguage":"ru-RU","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/das-war-der-wilde-westen-teil-1\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/das-war-der-wilde-westen-teil-1\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Das war der Wilde Westen Teil 1"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#website","url":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/","name":"SiegfriedHagl.com","description":"\u0421\u0442\u0430\u0442\u044c\u044f \u0438 \u0431\u043b\u043e\u0433 \u0417\u0438\u0433\u0444\u0440\u0438\u0434\u0430 \u0425\u0430\u0433\u043b\u044f","publisher":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#\/schema\/person\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"ru-RU"},{"@type":["Person","Organization"],"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#\/schema\/person\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f","name":"\u0437\u0438\u0433\u0444\u0440\u0438\u0434\u0445\u0430\u0433\u043b\u044c","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"ru-RU","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g","caption":"siegfriedhagl"},"logo":{"@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g"},"sameAs":["http:\/\/www.hagl.net"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1113","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1113"}],"version-history":[{"count":23,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1113\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10408,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1113\/revisions\/10408"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1113"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1113"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/ru\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1113"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}