{"id":1858,"date":"2012-10-29T13:16:48","date_gmt":"2012-10-29T12:16:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/?page_id=1858"},"modified":"2026-01-24T11:56:02","modified_gmt":"2026-01-24T10:56:02","slug":"kommen-die-apokalyptischen-reiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/it\/ecologia\/vengono-i-cavalieri-dellapocalisse\/","title":{"rendered":"I Cavalieri dell&#039;Apocalisse stanno arrivando?"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>(Ver\u00f6ffentlicht in GralsWelt 73\/2012)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Seit Jahrzehnten h\u00f6ren wir die Warnungen, dass unsere Weltwirtschaft nicht mehr wie bisher auf weiteres materielles Wachstum setzen kann; dass die Politiker endlich beginnen m\u00fcssen, weitschauend und global zu denken; und vor allem, dass wir Menschen unser Bewusstsein, unsere Einstellung zur Natur und unsere Verhaltensweisen \u00e4ndern m\u00fcssen. Nun h\u00f6rt man schon Warnungen von den \u201eapokalyptischen Reitern\u201c. Zu recht?<\/strong><\/p>\n<p>Immer mehr Menschen erkennen, dass die Weltprobleme von Jahr zu Jahr zunehmen, wodurch deren L\u00f6sungen laufend schwieriger werden. Einiges spricht sogar daf\u00fcr, dass unsere naturwissenschaftlich-technische Zivilisation auf Abwege geraten ist, die in eine Katastrophe f\u00fchren.<\/p>\n<p>Doch bisher ist ja alles noch recht gut gegangen: die Wirtschaft funktioniert, wer genug Geld hat, kann kaufen was er will, die Politiker sind von Berufs wegen Optimisten, und die Zukunftsprognosen der \u00d6konomen sind gar nicht so schlecht. Sollten wir uns also besser keine Sorgen machen?<\/p>\n<h5><strong>Eine besorgniserregende Bestandsaufnahme<\/strong><\/h5>\n<p>Sehen wir uns die wesentlichsten Fakten an, die viele Menschen dennoch beunruhigen:<\/p>\n<p>\u2022 Die Weltbev\u00f6lkerung von inzwischen \u00fcber 7 Milliarden Menschen w\u00e4chst weiter.<br \/>\n\u2022 Die Umweltprobleme k\u00f6nnten ein fatales Ausma\u00df annehmen.<br \/>\n\u2022 Der Klimawandel l\u00e4sst sich nicht mehr verleugnen, auch wenn \u00fcber die Ursachen gestritten wird. Dadurch breiten sich m\u00f6glicherweise die W\u00fcsten aus.<br \/>\n\u2022 Der Meeresspiegel steigt an und droht Inseln und K\u00fcsten zu \u00fcberschwemmen. Viele Gro\u00dfst\u00e4dte liegen an den K\u00fcsten!<a title=\"\" href=\"file:\/\/\/H:\/GralsWelt%2011\/Kommen%20die%20apokalyptischen%20Reiter.doc#_edn1\">[i]<\/a><br \/>\n\u2022 Durch Ausbreiten der W\u00fcsten, steigende Meeresspiegel und sonstige Umweltsch\u00e4den k\u00f6nnten gro\u00dfe Gebiete unbewohnbar werden. Viele Millionen Klimamigranten m\u00fcssten neue Lebenspl\u00e4tze finden.<br \/>\n\u2022 Wetterkapriolen werden h\u00e4ufiger und heftiger.<br \/>\n\u2022 Tier- und Pflanzenarten sterben in einem kaum mehr vorstellbaren Umfang aus.<br \/>\n\u2022 Die Anzahl der Armen nimmt zu; sogar in Industriel\u00e4ndern wie den USA.<br \/>\n\u2022 Viele Millionen Menschen in den Entwicklungsl\u00e4ndern sind unzureichend ern\u00e4hrt und medizinisch unterversorgt.<br \/>\n\u2022 Die landwirtschaftlich nutzbaren Fl\u00e4chen lassen sich kaum mehr ausweiten. Im Gegenteil: sie nehmen eher ab durch Erosion, Trockenheit, \u00dcbernutzung, steigenden Fl\u00e4chenbedarf f\u00fcr Stra\u00dfen, Geb\u00e4ude, Industrieanlagen usw.<br \/>\n\u2022 Inwieweit sich die Ertr\u00e4ge der Landwirtschaft durch verbesserte Anbaumethoden, Bew\u00e4sserung, D\u00fcngung, Gentechnik, Pflanzenschutzmittel usw. noch steigern lassen, ist umstritten. Jedenfalls tr\u00e4gt die Verwendung von Nahrungspflanzen f\u00fcr die Herstellung von Biosprit und Biogas zur Lebensmittelverknappung bei.<br \/>\n* Die Abholzung der tropischen Regenw\u00e4lder muss gestoppt werden.<br \/>\n\u2022 In vielen Regionen \u2013 nicht nur in Entwicklungsl\u00e4ndern \u2013 droht Wasserknappheit.<br \/>\n\u2022 Wichtige Rohstoffe und Energietr\u00e4ger \u2013 voran Erd\u00f6l \u2013 d\u00fcrften schon in naher Zukunft knapp werden.<br \/>\n\u2022 Durch die Globalisierung ist weltweit der h\u00e4rteste Wettbewerb aller Zeiten entstanden. Billiglohnl\u00e4nder scheren sich oft wenig um den Umweltschutz und schon gar nicht um Sozialstandards; sie machen den entwickelten L\u00e4ndern Konkurrenz und gef\u00e4hrden Arbeitspl\u00e4tze und Wohlstand in den Industriel\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Die L\u00f6sung der Weltprobleme ist untrennbar mit der Nutzbarkeit der vorhandenen Ressourcen, dem Energieproblem und dem Bev\u00f6lkerungswachstum verbunden.<\/p>\n<blockquote><p>\u00a0<em>\u201eDie Welt hat ein Problem, das man mit drei Worten umrei\u00dfen kann: hei\u00df, flach und \u00fcberv\u00f6lkert. Das hei\u00dft, die globale Erw\u00e4rmung, die erstaunliche Zunahme der Mittelschicht in aller Welt und das schnelle Bev\u00f6lkerungswachstum wirken in einer Weise zusammen, die unserem Planeten gef\u00e4hrlich instabil werden lassen k\u00f6nnte. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren belastet die Energieversorgung, beschleunigt das Aussterben von Pflanzen und Tieren, vergr\u00f6\u00dfert die Energiearmut, st\u00e4rkt die Petrodiktaturen und versch\u00e4rft den Klimawandel.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Thomas L. Friedman\u00a0(3, S. 14).<\/p><\/blockquote>\n<h5>Die Grenzen des Wachstums<\/h5>\n<p>Seit 1972 wird von den \u201eGrenzen des Wachstums\u201c (7) gesprochen, die sich in der Entwicklung der Menschheit schon mehrmals gezeigt haben. Jeder Fortschritt in der menschlichen Zivilisation war mit besserer Nutzung der vorhandenen oder der Erschlie\u00dfung neuer Ressourcen verbunden; also mit einer Anhebung der \u201eWachstumsgrenzen\u201c. Das l\u00e4sst sich anhand wichtiger Abschnitte der Menschheitsgeschichte zeigen:<\/p>\n<p>\u2022 Die Anfertigung von Werkzeugen aus Holz, Horn, Knochen oder Stein hat wohl vor mehr als zwei Millionen Jahren begonnen. Ein entscheidender Schritt in der Entwicklung der Menschheit. Zwar benutzen auch Tiere schon Werkzeuge; jedoch die Herstellung von Werkzeugen, um damit andere Werkzeuge anzufertigen, gilt als eine typisch menschliche Leistung.<br \/>\n\u2022 Seit 1,5 Millionen Jahren verwenden Urmenschen das Feuer.<br \/>\n\u2022 Die \u00dcberjagung der Gro\u00dftiere begann in Europa vor etwa 40.000 Jahren, in Amerika nicht viel sp\u00e4ter (\u201epleistoz\u00e4ner Overkill\u201c).<br \/>\n\u2022 Ackerbau und Viehzucht: Die \u201eneolithische Revolution\u201c vor 12.000 Jahren mit ihrer neuen Art der Lebensmittelproduktion erlaubte gr\u00f6\u00dfere Bev\u00f6lkerungsdichten. Die intensive Landwirtschaft brachte eine st\u00e4ndige Verlegung der Siedlungen mit sich; nach Erholung des Bodens kehrten die Bewohner in die urspr\u00fcnglichen Siedlungsgebiete zur\u00fcck.<br \/>\n\u2022 Metallverarbeitung: Mit Kupfer oder Bronze, besonders aber mit Eisen, ist seit etwa f\u00fcnf Jahrtausenden ungleich viel mehr m\u00f6glich, als mit den Werkzeugen und Materialien der Steinzeit. Allerdings begann damit schon der Raubbau. Denn auf l\u00e4ngere Sicht wurde \u2013 zum Beispiel f\u00fcr Metallgewinnung und Schiffbau \u2013 mehr Holz verbraucht als nachwachsen konnte. Auch die Erzlager mussten sich \u2013 in damals noch sehr fern scheinender Zukunft \u2013 ersch\u00f6pfen.<br \/>\n\u2022 Hochzivilisation: Durch organisierte Zusammenarbeit, zum Beispiel bei der Bew\u00e4sserung der Felder, werden seit 5.000 Jahren die vorhandenen Ressourcen besser genutzt und weitere erschlossen; eine Voraussetzung f\u00fcr die Entstehung von St\u00e4dten und Staaten. Sp\u00e4testens damit begann auch die Abholzung der W\u00e4lder und die \u00dcbernutzung oder Zerst\u00f6rung der B\u00f6den. Die L\u00e4nder, in denen der Ackerbau erfunden wurde, sind heute zum gro\u00dfen Teil W\u00fcsten oder aride Zonen.<br \/>\n\u2022 Die Domestizierung des Pferdes im 3. vorchristlichen Jahrtausend leitete eine kulturgeschichtliche Revolution ein. Im zivilen wie im milit\u00e4rischen Bereich war das Pferd als Trag-, Zug- oder Reittier bald unentbehrlich. Ohne Pferde (oder Kamele?) h\u00e4tte es wahrscheinlich keine Gro\u00dfreiche gegeben. Bis ins 19. Jahrhundert war die schnellste Art der Fortbewegung f\u00fcr einen Menschen auf dem R\u00fccken eines galoppierenden Pferdes.<br \/>\n\u2022 In der Antike entstanden die ersten Gro\u00dfreiche (zum Beispiel \u00c4gypter, Perser, R\u00f6mer, Chinesen, Inder, Mongolen). Wenn deren eigene Ressourcen nicht ausreichten, eroberten sie fremde L\u00e4nder und beuteten diese aus.<br \/>\n\u2022 Kolonialismus: Weiter entwickelte Technik und \u00fcberlegene naturwissenschaftliche Kenntnisse machten im 15. und 16. Jahrhundert die Reisen der Gro\u00dfen Seefahrer m\u00f6glich und leiteten im 17. Jahrhundert den Beginn einer naturwissenschaftlich-technischen Zivilisation ein, die sich weltweit ausbreitete.<br \/>\n\u2022 Kohle: Nach dem Jahrhunderte langen Raubbau an den W\u00e4ldern f\u00fcr Metallverarbeitung, Schiffbau, Energiegewinnung usw. war der Einsatz von Kohle die Voraussetzung f\u00fcr die im 18. Jahrhundert beginnende industrielle Revolution.<br \/>\n\u2022 Erd\u00f6l und Erdgas: Im 20. Jahrhundert verlor die Kohle an Bedeutung. Erd\u00f6l und Erdgas wurden immer wichtiger.<br \/>\n\u2022 Alternative Energien: Im 21. Jahrhundert m\u00fcssen fossile Brennstoffe, die \u201eTreibstoffe aus der H\u00f6lle\u201c (3, S. 49), durch naturvertr\u00e4gliche, erneuerbare Energiequellen ersetzt werden. Gelingt das nicht schnell genug, k\u00f6nnte unsere energieabh\u00e4ngige Zivilisation in Schwierigkeiten geraten.<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eWir sind eine dr\u00fcckende Last f\u00fcr die Welt, und die Ressourcen reichen kaum aus; \u00fcberall wird geklagt, weil Bed\u00fcrfnisse wachsen, obwohl die Natur uns schon nicht mehr tragen kann. Wir m\u00fcssen der Tatsache ins Auge sehen, dass Krankheit und Hunger, Krieg und \u00dcberschwemmung einer \u00fcberm\u00e4\u00dfig wachsenden Menschheit Schranken setzen.\u201c<\/em><br \/>\nQuintus Septimus Tertullianus (160-225)<\/p><\/blockquote>\n<p>Folgt man dem bekannten Historiker <em>Ian Morris<\/em>, so sind Zivilisationen in der Vergangenheit schon mehrmals an die Grenzen des Wachstums gesto\u00dfen. Im ersten Jahrhundert kam das R\u00f6mische Reich an eine solche Grenze, die es nicht \u00fcberwinden konnte, und ist dann zusammengebrochen. (Vgl. n\u00e4chsten Kasten &#8222;Energieverbrauch&#8220;). \u00c4hnlich ging es China ein Jahrtausend sp\u00e4ter. F\u00fcr die Entwicklungsm\u00f6glichkeiten eines Agrarreiches gab es demnach Grenzen. Diese konnten nur durchbrochen werden, indem die gespeicherte Energie der fossilen Rohstoffe genutzt wurde. (9, S. 536).<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr unsere naturwissenschaftlich-technische Zivilisation gibt es Wachstumsgrenzen, die sich aber nur schwer berechnen lassen. Wir werden sie sp\u00e4testens dann erkennen m\u00fcssen, wenn wir nicht nur an sie sto\u00dfen, sondern sie mit katastrophalen Folgen auch noch weit \u00fcberschreiten.<\/p>\n<h5>Energieverbrauch und Lebensstandard<\/h5>\n<p>So weit wir die menschliche Zivilisation zur\u00fcckverfolgen k\u00f6nnen, waren der Lebensstandard und der zivilisatorische Fortschritt an die Nutzung der Ressourcen und besonders an den Energieverbrauch gekoppelt.<\/p>\n<p>Damit verhielt sich die menschliche Zivilisation \u00fcbrigens ebenso wie die belebte Natur: H\u00f6here Lebensformen, wie warmbl\u00fctige V\u00f6gel und S\u00e4uger, ben\u00f6tigen deutlich mehr Energie pro Gramm K\u00f6rpermasse als zum Beispiel Fische oder Reptilien!<\/p>\n<p>So bietet sich der Energiebedarf als Indikator an f\u00fcr den Evolutionsgrad menschlicher Gesellschaften<a title=\"\" href=\"file:\/\/\/H:\/GralsWelt%2011\/Kommen%20die%20apokalyptischen%20Reiter.doc#_edn2\">[ii]<\/a>. Parallel zum erst langsam, dann exponentiell steigenden Energieverbrauch hat auch die Weltbev\u00f6lkerung zugenommen:<\/p>\n<pre><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Energieverbrauch in westlichen L\u00e4ndern<\/span><\/strong>\n<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Zeit  \u00a0 \u00a0 \u00a0    Kultur \u00a0  Weltbev\u00f6lkerung Kalorie pro \n                                  Mio.   Kopf und Tag <\/span><\/strong>\n14000 v.Chr. Jungsteinzeit\u00a0 \u00a0    ca. 0,2      4.000  \n4000 v.Chr.\u00a0 Landwirtschaft\u00a0 \u00a0   ca. 20\u00a0     10.000 \n2000 v.Chr.\u00a0 Metallverarbeitung  ca. 250     17.000 \n   1 n.Chr.\u00a0 Hochkulturen\u00a0 \u00a0 \u00a0   ca. 300     31.000 \n400  n.Chr.\u00a0 V\u00f6lkerwanderung \u00a0   ca. 200     28.000 \n700  n.Chr.\u00a0 Chaos in Europa\u00a0 \u00a0  ca. 250     25.000 \n1200 n.Chr.\u00a0\u00a0Hochmittelalter \u00a0   ca. 400     26.000 \n1600 n.Chr.\u00a0\u00a0Barockzeitalter\u00a0 \u00a0  ca. 500     29.000  \n1800 n. Chr.\u00a0\u00a0Kolonialzeitalter      978     38.000\u00a0     \n1900 n. Chr.\u00a0\u00a0Industriezeitalter   1.650     92.000\u00a0 \n2000 n. Chr.\u00a0\u00a0Globalisierung\u00a0\u00a0     6.158    230.000\u00a0   \n(2050 n. Chr. Weltfriedensordnung? 9.100?     ?\u00a0\u00a0\u00a0 )<\/pre>\n<p>Bis zum Kolonialzeitalter waren Lebensstandard und Energieverbrauch in den Hochkulturen weltweit nicht sehr unterschiedlich. Erst mit der Industrialisierung stieg der Energieeinsatz in den Industriel\u00e4ndern drastisch an und die restlichen L\u00e4nder blieben zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Derzeit ist in den Entwicklungs- und den Schwellenl\u00e4ndern der Energieverbrauch pro Kopf noch geringer als in den Industriestaaten. Doch die bev\u00f6lkerungsreichen Schwellenl\u00e4nder (zum Beispiel Brasilien, China, Indien) holen auf. Es ist damit zu rechnen, dass sie in einigen Jahrzehnten pro Einwohner nicht viel weniger Energie verbrauchen werden als derzeit die Industriel\u00e4nder.<\/p>\n<p>Dabei kommen die Gesetze der gro\u00dfen Zahl ins Spiel, wie David Douglas, Vizepr\u00e4sident von \u201eSun Microsystems\u201c vorrechnete. Was w\u00fcrde passieren, so fragte er, wenn eine weitere Milliarde Menschen hinzukommt und wir geben jedem eine 60-Watt-Gl\u00fchbirne:<br \/>\n<em>\u201eDie einzelne Gl\u00fchbirne wiegt nicht viel: etwa 20 Gramm mit Verpackung. Aber eine Milliarde davon w\u00f6gen 20.000 Tonnen, ebenso viel wie 15.000 Toyota Prius. Jetzt schalten wir die Lampen ein. Wenn sie alle zur selben Zeit brennen, ben\u00f6tigen sie 60.000 Megawatt. Zum Gl\u00fcck werden die Birnen nur vier Stunden pro Tag eingeschaltet, so dass zu jeder Zeit nur etwa 10.000 Megawatt ben\u00f6tigt werden.\u201c Es sieht so aus, als brauchten wir gut 20 neue 500-Megawatt-Kohlekraftwerke, nur damit die n\u00e4chste Milliarde Menschen das Licht einschalten kann.<\/em> (3, S. 47).<a title=\"\" href=\"file:\/\/\/H:\/GralsWelt%2011\/Kommen%20die%20apokalyptischen%20Reiter.doc#_edn3\">[iii]<\/a><\/p>\n<p>Diese Entwicklungslinie \u2013 steigender Energieverbrauch und stark wachsende Bev\u00f6lkerung \u2013 setzt die Weltwirtschaft zunehmend unter Druck. Nach der Meinung von \u00d6kologen \u00fcberschreitet unsere Zivilisation seit Jahrzehnten die Leistungsf\u00e4higkeit des Planeten Erde, und im 21. Jahrhunderts wird die Situation dramatisch.<\/p>\n<p>Bis sp\u00e4testens zur Jahrhundertmitte m\u00fcsste sich entscheiden, ob die Menschheit neue, bislang noch unbekannte Wege beschreiten kann, oder ob die Welt\u00f6konomie in Turbulenzen geraten muss. <em>Ian Morris<\/em> sagt dazu:<br \/>\n<em>\u201eWie die R\u00f6mer in der Verfallsperiode ihres Reiches sto\u00dfen wir gegenw\u00e4rtig an eine Decke, die es zu durchsto\u00dfen gilt. Entweder schaffen wir eine Transformation, die die industrielle Revolution weit \u00fcbertrifft und die meisten unserer Probleme l\u00f6sen wird, oder wir taumeln in eine Katastrophe, wie es noch keine gab. Dann werden die apokalyptischen Reiter wieder losgaloppieren: Klimawandel, Hungersn\u00f6te, Seuchen, Migrationsstr\u00f6me, zusammenbrechende staatliche Ordnungen\u201c. <\/em>(1)<\/p>\n<h5>Das Dogma des Wirtschaftswachstums<\/h5>\n<p>Obwohl die Weltwirtschaft in den letzten Jahrzehnten gewachsen ist, wurden der Hunger und die Armut in unserer Welt gr\u00f6\u00dfer, nicht geringer. Selbst in Industriel\u00e4ndern wie den USA sind die Zukunftsaussichten f\u00fcr Kleinverdiener und Benachteiligte nicht rosig, und die Kluft zwischen Arm und Reich wird laufend gr\u00f6\u00dfer. Misswirtschaft, Korruption, (organisierte) Kriminalit\u00e4t, \u00fcberschuldete Staaten, schlechte Regierungen, ein au\u00dfer Kontrolle geratenes Weltfinanzsystem und besonders die explosive Zunahme der Bev\u00f6lkerung werden daf\u00fcr verantwortlich gemacht.<\/p>\n<p>Afrika als Beispiel hatte am Ende des Zweiten Weltkriegs etwa 200 Millionen Einwohner und war nicht sehr dicht besiedelt. Nach damaliger Einsch\u00e4tzung stand diesem rohstoffreichen Kontinent eine gute \u00f6konomische Zukunft bevor.<\/p>\n<p>Heute leben dort \u00fcber eine Milliarde Menschen, B\u00fcrgerkriege flammen auf,\u00a0 Staaten zerfallen, viele Menschen hungern und haben kaum \u00e4rztliche Versorgung; die Bev\u00f6lkerung w\u00e4chst weiter und nimmt pro Jahr um gut 20 Millionen zu. Demnach m\u00fcssten in Afrika \u2013 zus\u00e4tzlich zu dem, was heute schon fehlt \u2013 Jahr f\u00fcr Jahr f\u00fcr weitere 20 Millionen Menschen Nahrungsmittel, Kleidung, Kinderg\u00e4rten, Schulen, Krankenh\u00e4user, Wohnungen, Arbeitspl\u00e4tze bereitgestellt werden.<a title=\"\" href=\"file:\/\/\/H:\/GralsWelt%2011\/Kommen%20die%20apokalyptischen%20Reiter.doc#_edn4\">[iv]<\/a><\/p>\n<p>In anderen Teilen der Welt \u2013 zum Beispiel in Indien und einigen Staaten S\u00fcdamerikas \u2013 ist die Situation kaum weniger dramatisch. Insgesamt w\u00e4chst die Weltbev\u00f6lkerung zurzeit (2012) j\u00e4hrlich um fast 60 Millionen (ca. 160.000 pro Tag). \u2013<\/p>\n<p>Derzeit wissen die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft auf so gut wie alle Weltprobleme nur eine Antwort: <em>weiteres wirtschaftliches Wachstum<\/em>. Dieses Wachstum scheint schon deshalb unerl\u00e4sslich, weil die Menschheit w\u00e4chst und mehr Menschen immer mehr ben\u00f6tigen. Aber woher sollen die ben\u00f6tigten Lebensmittel, Rohstoffe und Industrieprodukte, sowie die daf\u00fcr erforderliche Energie kommen?<\/p>\n<p>F\u00fcr das Jahr 2050 prognostiziert die UNO eine Weltbev\u00f6lkerung von 9,1 Milliarden Menschen und das Bev\u00f6lkerungsmaximum wird demnach im Jahr 2100 mit 10,1 Milliarden erreicht. Eine optimistischere Prognose erwartet das Maximum schon 2060 oder 2070 mit etwa 9 Milliarden. Danach sollte die Weltbev\u00f6lkerung in beiden Modellen langsam schrumpfen. (2)<\/p>\n<p>Ist unser blauer Planet leistungsf\u00e4hig genug, um diese Menschenmassen angemessen zu versorgen?<\/p>\n<p>Die Antwort vieler \u00d6kologen ist ein klares Nein! (vgl. \u201e<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/okologie\/wie-sehr-wir-unsere-erde-uberlasten-2\/\">Wie sehr wir unsere Erde \u00fcberlasten<\/a>\u201c, unter &#8222;\u00d6kologie&#8220;). Allerdings liegen die Sch\u00e4tzungen f\u00fcr die maximale Tragf\u00e4higkeit der Erde weit auseinander: sie bewegen sich zwischen einer Milliarde und 1.000 Milliarden Menschen! L\u00e4sst man die Extreme au\u00dfer acht, so kommt man im mittleren Bereich auf 7,7 bis 10 Milliarden, was \u2013 Zufall oder nicht \u2013 der Spannbreite entspricht, in der die Hochrechnungen der UN f\u00fcr die n\u00e4chsten 50 Jahre zu finden sind. (4, S. 219).<\/p>\n<p>So k\u00f6nnen die Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik derzeit immer noch Ausreden finden, die Grenzen des Wachstums zu ignorieren! Selbst Optimisten, die meinen, die Erde k\u00f6nnte 10 oder mehr Milliarden Menschen ern\u00e4hren, m\u00fcssen jedoch zugeben, dass das nur m\u00f6glich w\u00e4re mit einem Lebensstandard wie derzeit in Indien; keinesfalls jedoch mit einem Lebensstandard wie in den USA!<\/p>\n<h5>Was k\u00f6nnen wir tun?<\/h5>\n<p>Zahlreich sind die Empfehlungen, die den Kollaps der Weltwirtschaft abwenden wollen:<br \/>\n\u2022 Naturgem\u00e4\u00dfe Landwirtschaft<br \/>\n\u2022 Keine \u00dcberfischung der Meere<br \/>\n\u2022 Naturgem\u00e4\u00dfe Energiegewinnung sowie Energieeinsparung. <em>Ian Morris<\/em> meint dazu: <em>\u201eNichts spricht daf\u00fcr, dass wir unsere Energieaufnahme reduzieren werden, bevor uns eine Katastrophe dazu zwingt \u2013 was bedeutet, dass wir dem Ausverkauf der Ressourcen, der Vergiftung des Planeten oder beidem nur dann entkommen, wenn wir saubere, also erneuerbare Energiequellen anzapfen.<\/em>\u201c (9, S. 586).<br \/>\n\u2022 K\u00f6nnen neue, bisher unerschlossene Energiequellen gefunden werden? Derzeit werden verschiedenste, realistische und unrealistisch scheinende M\u00f6glichkeiten untersucht.<a title=\"\" href=\"file:\/\/\/H:\/GralsWelt%2011\/Kommen%20die%20apokalyptischen%20Reiter.doc#_edn5\">[v]<\/a><br \/>\n\u2022 Ausreichend gro\u00dfe, naturbelassene Lebensr\u00e4ume, um die Artenvielfalt zu erhalten. Von besonderer Bedeutung sind die tropischen Regenw\u00e4lder. Sie sind Kohlenstoffspeicher und bergen die gr\u00f6\u00dfte Vielfalt an Lebewesen.<br \/>\n\u2022 Kreislaufwirtschaft, die m\u00f6glichst alle R\u00fcckst\u00e4nde reinigt und wiederverwendet, um die bereits \u00fcberlastete Umwelt besser zu schonen.<br \/>\n\u2022 Abkoppelung des Wirtschaftswachstums vom Energieverbrauch. Ein Wachsen der Wirtschaft ist nur noch in unterentwickelten L\u00e4ndern mit hungerleidenden Menschen vertretbar. In den reichen L\u00e4ndern w\u00e4re eine Verringerung des Verbrauchs n\u00f6tig.<br \/>\n\u2022 Ende der Umweltvergiftung durch Abf\u00e4lle, Abgase, Abwasser, Chemikalien, Medikamente.<br \/>\n\u2022 Schonendere und m\u00f6glichst nachhaltige Ressourcennutzung. Ende der Naturzerst\u00f6rungen bei der Rohstoffgewinnung. Ein extremes Beispiel f\u00fcr den falschen Weg liefert derzeit Kanada: bei der energiefressenden Erd\u00f6lgewinnung aus \u00d6lsand wird die Natur gro\u00dffl\u00e4chig ruiniert.<br \/>\n\u2022 Bescheidenheit (nicht \u00c4rmlichkeit) in der pers\u00f6nlichen Lebensgestaltung.<br \/>\n\u2022 Verringerung des Bev\u00f6lkerungswachstums. Hier sind bisher alle Bem\u00fchungen, mehr oder weniger gescheitert. Man hofft, dass mit steigendem Lebensstandard und besserer Ausbildung, besonders der M\u00e4dchen, sich das Problem erledigen wird. Doch das wird eine oder mehrere Generationen dauern. \u2013<\/p>\n<p>Alle diese Vorschl\u00e4ge bewegen sich im Rahmen des bisherigen Denkens und wissenschaftlichen Wissens sowie der bereits vorhandenen oder noch zu entwickelnden technischen und organisatorischen Ma\u00dfnahmen. Au\u00dferdem ist umstritten, ob sich solche Reformen mit demokratischen Mitteln durchsetzen lassen, oder ob es \u2013 wie manche meinen \u2013 dazu einer \u201e\u00d6ko-Diktatur\u201c bedarf. (Vgl. \u201e<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wirtschaft-und-soziales\/brauchen-wir-die-okodiktatur\/\">Brauchen wir die \u00d6ko-Diktatur?<\/a>\u201c, hier unter &#8222;Wirtschaft und Soziales&#8220;).<strong>\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p>Vielleicht wird aber auch ein ganz anderer, v\u00f6llig neuer Ansatz ben\u00f6tigt.<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte geht es um wirkliche Existenzfragen. Doch die Wissenschaft ist sich nicht einig und die Politik ratlos. Kann im Gro\u00dfen und Ganzen weitergemacht werden wie bisher, und wenn ja, wie lange noch? Sind erhebliche Anpassungsma\u00dfnahmen an deutliche ver\u00e4nderte Lebensumst\u00e4nde erforderlich, und wenn Ja: wie m\u00fcssen diese aussehen? Ist die Menschheit nur noch durch eine radikale Trendwende zu retten? Oder soll sie das Leben genie\u00dfen, solange es geht, da ohnehin nichts mehr zu retten ist? \u00dcber alle diese Probleme wird heute mit der gleichen Leidenschaft gestritten wie im Mittelalter \u00fcber Himmel und Engel, H\u00f6lle und Teufel.&#8220;\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 <\/em>Meinhard Miegel<\/p><\/blockquote>\n<h5>Ist unser Weg schon vom Ansatz her falsch?<\/h5>\n<p>Folgt man Esoterikern, Hellsehern, K\u00fcnstlern, Mystikern, Vision\u00e4ren, so gibt es zwei grundverschiedene Wege zum Verst\u00e4ndnis der Natur:<br \/>\n1. Den <em>naturwissenschaftlich-mathematischen Ansatz<\/em> mit seinem analytischen Weltbild. Dieser Erkenntnisweg dominiert heute fast unangefochten und bestimmt unser irdisches Leben und Denken. Auf diesem modernen Weg will der Mensch die Natur beherrschen, sie f\u00fcr sich nutzbar machen und sie seinen Bed\u00fcrfnissen entsprechend umgestalten.<br \/>\n2. Einen <em>seelisch-geistig-symbolischen Erkenntnispfad<\/em>. Dem Weltbild der Wissenschaften wird ein empfindungsm\u00e4\u00dfig erahntes, ganzheitliches, spirituelles Weltbild gegen\u00fcberstellt. Auf diesem geistigen Weg will der Mensch sich in die Natur und ihre Gesetze einf\u00fcgen, also die Natur nicht vergewaltigen sondern sich ihr anpassen.<\/p>\n<p>So betrachtet w\u00e4re das naturfremde, technische Denken, das uns in die Weltprobleme gef\u00fchrt hat, nicht geeignet, diese Probleme zu l\u00f6sen. Unser seit Jahrtausenden praktizierter, materialistischer Weg w\u00e4re demnach schon vom Ansatz her falsch.<\/p>\n<p>Aber wie soll das Neue, die oft beschworene \u201eTransformation\u201c, aussehen? Das romantische \u201eZur\u00fcck zur Natur\u201c ist uns l\u00e4ngst versperrt.<br \/>\nIn der GralsWelt 67\/2011, Seite 40 \u201eLeben mit der Anderswelt\u201c wurde beispielsweise ein v\u00f6llig anderer Zugang zur Natur dargestellt, der derzeit nur f\u00fcr die wenigsten gangbar ist: die Zusammenarbeit mit den Naturwesen und durchgeistigtes menschliches Wollen und Empfinden. Wenn man die in diesem Beitrag vorgebrachten Gedanken, f\u00fcr die auch Aussagen aus der Gralsbotschaft von Abd-ru-shin (<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/buch-und-filmbesprechungen\/im-lichte-der-wahrheit\/\">Buchbesprechung<\/a>) sprechen, als ma\u00dfgeblich erachtet, dann stehen wir vor einem enormen Problem. Denn Alternativen zum naturwissenschaftlich-technischen Weltbild kennen wir nicht. Wenn auch Einzelne klarer sehen, Kontakte zu Naturwesen kn\u00fcpfen, und uns im rechten Sinn beraten k\u00f6nnen, wird es schwierig bis unm\u00f6glich sein, die Mehrheit zu \u00fcberzeugen und zu entsprechendem Handeln zu bewegen. Von den M\u00f6glichkeiten zur praktischen Umsetzung ganz abgesehen.<\/p>\n<p>Allein schon eine gesellschaftliche Diskussion zu diesem \u201eokkulten\u201c Thema w\u00e4re h\u00f6chst problematisch. F\u00fcr viele Naturwissenschaftler sind esoterische Ans\u00e4tze ein Konglomerat von Missverst\u00e4ndnissen und Aberglauben, w\u00e4hrend der Mehrzahl der Esoteriker, Mystiker und Sensitiven das naturwissenschaftliche Denken fremd sein d\u00fcrfte. Keine gute Basis f\u00fcr einen gesellschaftlichen Konsens als Voraussetzung f\u00fcr die geforderte Transformation.<\/p>\n<p>D\u00fcrfen wir trotz allem optimistisch bleiben und in den Weltproblemen, wie<em> Thomas L. Friedman<\/em> es in seinem Buch \u201eWas zu tun ist\u201c formuliert, <em>\u201eeine Serie gro\u00dfer Chancen in der Verkleidung unl\u00f6sbarer Probleme sehen\u201c<\/em>? Die eine Katharsis ausl\u00f6sen, die uns neue Wege aufzwingt?<\/p>\n<p>Auf absehbare Zeit werden wir uns wohl auf den bekannten Geleisen weiter bewegen, mit einigen \u00f6kologischen Korrekturen, deren Notwendigkeit jeder einsehen kann. Es bleibt aber die Hoffnung aus der Erfahrung, dass wir Menschen immer dann lernf\u00e4hig waren, wenn die Verh\u00e4ltnisse uns dazu gezwungen haben, so dass unser ichbezogenes Denken hoffentlich nicht zwangsl\u00e4ufig in eine Weltkatastrophe f\u00fchren muss. &#8211;<\/p>\n<p>Lesen Sie dazu auch \u00a0<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/okologie\/kommt-die-apokalypse-der-religionen\/\">&#8222;Welche Apokalypse kommt?&#8220;<\/a>, unter &#8222;\u00d6kologie&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Literatur: <\/strong><\/p>\n<p>(1) Der Spiegel, 25\/2011, Seite 133.<\/p>\n<p>(2) Der Spiegel. 44\/2011, Seite 144.<\/p>\n<p>(3) Friedman Thomas L., \u201eWas zu tun ist\u201c, Suhrkamp, Frankfurt 2009.<\/p>\n<p>(4) Gleich Michael u. a., Life Counts, Berliner Taschenbuch Verlag, 2002.<\/p>\n<p>(5) Hagl Siegfried, Die Apokalypse als Hoffnung, Droemer-Knaur, M\u00fcnchen 1984.<\/p>\n<p>(6) Lomborg Bj\u00f6rn, Apocalypse No!, zu Klampen, L\u00fcneburg 2002.<\/p>\n<p>(7) Meadows Dennis, Die Grenzen des Wachstums, DVA 1972.<\/p>\n<p>(8) Miegel Meinhard, Exit, Ullstein, Berlin 2011.<\/p>\n<p>(9) Morris Ian, Wer regiert die Welt?, Campus, Frankfurt 2011.<\/p>\n<p>(10) Stiglitz Joseph, die Chancen der Globalisierung, Siedler, M\u00fcnchen 2006.<\/p>\n<p>(11) Stiglitz Joseph, Die Schatten der Globalisierung, Goldmann, M\u00fcnchen 2004.<\/p>\n<p>(12) Weizs\u00e4cker Ernst Ulrich, Faktor F\u00fcnf, Droemer, M\u00fcnchen 2010.<\/p>\n<p><strong>www \u2026<\/strong><\/p>\n<p>Bev\u00f6lkerungsentwicklung:<\/p>\n<p>http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bev%C3%B6lkerungsentwicklung.<\/p>\n<p>Weltbev\u00f6lkerung:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weltbev%C3%B6lkerung\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weltbev%C3%B6lkerung<\/a>.<\/p>\n<p>Bev\u00f6lkerungswachstum:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/geolinde.musin.de\/afrika\/html\/bevoelkerungsentwicklung.htm\">http:\/\/geolinde.musin.de\/afrika\/html\/bevoelkerungsentwicklung.htm<\/a>.<\/p>\n<div><strong>Endnoten:<\/strong><\/div>\n<p><a title=\"\" href=\"file:\/\/\/H:\/GralsWelt%2011\/Kommen%20die%20apokalyptischen%20Reiter.doc#_ednref1\">[i]<\/a> Falls der Meeresspiegel um 1 Meter ansteigt, m\u00fcssten angeblich allein in Bangladesh 30 Millionen Menschen ungesiedelt werden; weltweit 300 Millionen!<\/p>\n<p><a title=\"\" href=\"file:\/\/\/H:\/GralsWelt%2011\/Kommen%20die%20apokalyptischen%20Reiter.doc#_ednref2\">[ii]<\/a> <em>Ian Morris<\/em> verwendet in seinem interessanten Buch \u201eWer regiert die Welt?\u201c vier Indikatoren f\u00fcr den Zivilisationsgrad: Energieausbeute, gesellschaftliche Organisation, Milit\u00e4rmacht und Informationstechniken. Wir begn\u00fcgen uns hier der Einfachheit halber mit dem wichtigsten Indikator: Energie.<\/p>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"file:\/\/\/H:\/GralsWelt%2011\/Kommen%20die%20apokalyptischen%20Reiter.doc#_ednref3\">[iii]<\/a> Und wie s\u00e4he es mit Windkraftwerken aus? Gro\u00dfe Windkraftwerke haben derzeit Spitzenleistungen von 10 Megawatt (MW). Im Binnenland kann man mit 2.000 Vollaststunden pro Jahr rechnen (ca. 25 Prozent der Zeit). Anstelle der 20 Kohlekraftwerke w\u00e4ren demnach ca. 4.000 Windr\u00e4der erforderlich. Von der Notwendigkeit, den \u00fcbersch\u00fcssigen Windstrom f\u00fcr Zeiten von Flauten zu speichern, einmal abgesehen.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"file:\/\/\/H:\/GralsWelt%2011\/Kommen%20die%20apokalyptischen%20Reiter.doc#_ednref4\">[iv]<\/a> Zum Vergleich: Die DDR hatte 1989 bei der Wiedervereinigung 17 Millionen Einwohner und war in weit besserem Zustand als die meisten afrikanischen Staaten. Der R\u00fcckstand der neuen Bundesl\u00e4nder gegen\u00fcber dem Westen Deutschlands ist nach mehr als 20 Jahren intensiver Aufbau- und Finanzhilfe noch nicht ganz aufgeholt.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"file:\/\/\/H:\/GralsWelt%2011\/Kommen%20die%20apokalyptischen%20Reiter.doc#_ednref5\">[v]<\/a> Zum Beispiel im Bericht E 5001\u201315 \u201eZukunftstechnologien\u201c des Bundesministeriums f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Neuerdings ist sogar die &#8222;Raum-Energie&#8220; oder die &#8222;Neutrino-Energie&#8220; im Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Ver\u00f6ffentlicht in GralsWelt 73\/2012) Seit Jahrzehnten h\u00f6ren wir die Warnungen, dass unsere Weltwirtschaft nicht mehr wie bisher auf weiteres materielles Wachstum setzen kann; dass die Politiker endlich beginnen m\u00fcssen, weitschauend und global zu denken; und vor allem, dass wir Menschen unser Bewusstsein, unsere Einstellung zur Natur und unsere Verhaltensweisen \u00e4ndern m\u00fcssen. 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