{"id":2290,"date":"2014-10-25T09:14:55","date_gmt":"2014-10-25T08:14:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/?page_id=2290"},"modified":"2022-05-15T11:55:21","modified_gmt":"2022-05-15T10:55:21","slug":"der-erste-monetheist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/es\/historia-religiosa\/el-primer-moneteo\/","title":{"rendered":"\u00bfEl primer monote\u00edsta?"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Ver\u00f6ffentlicht in GralsWelt 85\/2014<\/p><\/blockquote>\n<p><b><i>War der alttestamentliche Abraham der erste, der den Eingottglauben verbreitete? Eine bibelhistorische Ann\u00e4herung an das Leben des legendenumwobenen Stammvaters.<\/i><\/b><\/p>\n<p>Viele Teile der Bibel sind den Historikern zufolge keine zuverl\u00e4ssigen Berichte, und von der Mehrzahl der biblischen Personen \u2013 besonders im Alten Testament \u2013 ist unsicher, ob und wann sie gelebt haben. (Vgl. <a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/buch-und-filmbesprechungen\/ds-moses-ratsel\/\">&#8222;Das Moses-R\u00e4tsel&#8220;<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/buch-und-filmbesprechungen\/keine-posaunen-vor-jericho\/\">&#8222;Keine Posaunen vor Jericho&#8220;<\/a>).<\/p>\n<p>Da mag es \u00fcberraschen, das die Existenz einer bedeutenden religi\u00f6sen Pers\u00f6nlichkeit der Fr\u00fchgeschichte, die Jahrhunderte vor Moses lebte, von den meisten Historikern als gesichert angesehen wird, obwohl eindeutige Beweise fehlen: <i>Abram<\/i>, der sich sp\u00e4ter <i>Abraham<\/i> nannte.<\/p>\n<p>F\u00fcr Juden und Christen ist Abraham zusammen mit seinem Sohn Isaak und seinem Enkel Jakob einer der drei \u201eStammv\u00e4ter\u201c oder \u201ePatriarchen\u201c (nicht zu verwechseln mit \u201ePatriarch\u201c als kirchlichem Amtstitel). Im Islam gilt Abraham als Prophet.<\/p>\n<p>Der Genesis (dem ersten Buch Mose) zufolge ist Abraham der zehnte Nachkomme Noahs. Abraham lebte vermutlich zu Beginn des zweiten vorchristlichen Jahrtausends, vielleicht in der Stadt Ur beziehungsweise deren Umgebung. Manche halten seinen Vater f\u00fcr einen H\u00e4ndler der Stadt, doch es scheint wahrscheinlicher, dass Abraham (im Umkreis von Ur als dem Ausgangspunkt seiner Wanderungen ?) in einem Nomadenzelt geboren und Ziegenhirte wurde.<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eUnd wer h\u00e4tte einen sch\u00f6neren Glauben, als wer sein Angesicht Allah ergibt und das Gute tut und die Religion Abrahams, des Lauteren im Glauben, befolgt; und Allah nahm sich Abraham zum Freund.\u201c<br \/>\n<\/em>Koran (4. Sure, 124).<\/p>\n<p><em>\u201eEs gibt im Grunde nur zwei Arten des Umganges mit der Bibel: Man kann sie w\u00f6rtlich nehmen oder man nimmt sie ernst. Beides zusammen vertr\u00e4gt sich nicht.\u201c&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;<\/em>Pinchas Lapide (1922\u20131997).<\/p>\n<p><em>\u201eDie gr\u00f6\u00dften und bedeutendsten M\u00e4nner aller Zeiten, also auch der fr\u00fchen Antike, haben stets nur an einen, rein geistigen Gott geglaubt.\u201c<br \/>\n<\/em>Ernst Curtius (1814\u20131896).<\/p><\/blockquote>\n<h5>Ur und Haran zur Zeit Abrahams<\/h5>\n<p>Im vierten Jahrtausend vor Christus gab es in Mesopotamien bereits gr\u00f6\u00dfere St\u00e4dte wie Uruk und Ur. Um 2000 vor Christus \u2013 also zur Zeit Abrahams[1] \u2013 war Ur eine bedeutende Stadt am Euphrat, nahe dessen M\u00fcndung in den Persischen Golf. Ur war ein Handelszentrum mit Werkst\u00e4tten, Webereien, Modegesch\u00e4ften, Hafenanlagen, einem Tempelbezirk mit Zikkurat (Stufenpyramide), einem Herrscherpalast und Stadtmauern.<\/p>\n<p>Im alten Mesopotamien wurden viele G\u00f6tter verehrt: beispielsweise Adat der Wettergott; Inanna, Lebensspenderin und Vernichterin; Ninurta, der Kriegsgott; Schamasch, der Sonnengott; Sin, der Mondgott; Tiamat und ihr Gegenspieler Marduk (Weltsch\u00f6pfungsmythos) und weitere. In dieser G\u00f6tterschar gab es in der Regel einen Hauptgott und dessen Gemahlin[2]. Jede Stadt hatte au\u00dferdem ihre spezielle Schutzgottheit.<\/p>\n<p>Auch wenn Abraham nicht in Ur[3] aufgewachsen ist, hat er diese Stadt (oder eine andere chald\u00e4ische Stadt, zum Beispiel Mari) wahrscheinlich besucht und einen Eindruck von den herrschenden Gottheiten erhalten. Verwirrte ihn diese Vielfalt der G\u00f6tterkulte, die miteinander wetteiferten und sich wohl auch teilweise widersprachen?<\/p>\n<p>Von Ur aus begab sich Abrahams Sippe auf eine weite Reise:<br \/>\n\u201e<em>Terach nahm seinen Sohn Abram<\/em> [\u2026]<em>, um in das Land Kanaan zu ziehen. Als sie aber nach Haran kamen, siedelten sie sich dort an.\u201c<\/em><i> <\/i>(1. Mose, 11, 31).<\/p>\n<p>Das biblische Haran war ein Knotenpunkt von Karawanenstra\u00dfen. Es lie\u00df sich durch einen \u201eTell Hariri\u201c genannten Schutth\u00fcgel lokalisieren, wohl die \u00dcberreste des mesopotamischen Stadtstaates Mari. Ausgr\u00e4ber fanden zahlreiche beschriftete Tontafeln, sogar mit Hinweisen auf einen Stamm, der wohl mit den sp\u00e4teren Hebr\u00e4ern identisch war. (8).<\/p>\n<h5>Steuerflucht nach Kanaan<\/h5>\n<p>In der Genesis steht:<br \/>\n<em>\u201eDer Herr sprach zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde.\u201c<\/em> (1. Mose 12, 1).<\/p>\n<p>Arch\u00e4ologen haben nach Gr\u00fcnden gesucht f\u00fcr die Auswanderung der Familie Abrahams: \u00dcberweidung, kriegerische Bedrohung, Wassermangel, Stammesstreitigkeiten?<br \/>\nDie Erkl\u00e4rung fand sich in Nachrichten auf Tontafeln, die in Mari ausgegraben wurden. Der Staat hatte begonnen, seine gesetzliche Ordnung und seine Verwaltung auf die Sippen in der W\u00fcste auszudehnen. Dazu geh\u00f6rte eine \u201eVolksz\u00e4hlung\u201c, die Registrierung der nomadisierenden St\u00e4mme. Diese wurden nerv\u00f6s; denn sie hatten wohl schon andernorts die Erfahrung gemacht, dass eine Registrierung der erste Schritt zur Besteuerung und zur Zwangsrekrutierung von Kriegern ist. Der Bericht eines Beamten auf einer Tontafel warnt seinen Herrscher:<br \/>\n<em>\u201eZu dem Vorschlag der Benjaminiten-Z\u00e4hlung, \u00fcber den Du mir schreibst, sage ich: Die Benjaminiten sind f\u00fcr eine Z\u00e4hlung ungeeignet. Tust Du es trotzdem [\u2026], so werden sie das Land verlassen und nicht zur\u00fcckkehren.\u201c<\/em> (6, S. 43).<\/p>\n<p>Schon immer war es schwer, von Nomaden Steuern einzutreiben. T\u00fcrkischen Beamten ist das in Arabien oder Nordafrika noch im 19. Jahrhundert oft genug misslungen. Und selbst in der Gegenwart schafften es durchtriebene Schafz\u00fcchter, Beamte der Europ\u00e4ischen Union zu prellen (3). Entsprechend verhielt sich vor viertausend Jahren auch die Sippe Abrahams: Sie zog weiter. Salopp k\u00f6nnte man Abraham als den ersten prominenten Steuerfl\u00fcchtigen der Weltgeschichte bezeichnen!<\/p>\n<p>Abraham, inzwischen der Schech (Oberhaupt) seiner Sippe, suchte ein freieres Gebiet. Durch H\u00e4ndler oder wandernde Hirten hatte er Kunde von dem \u201ePurpurlande\u201c Kanaan erhalten, \u201ein dem Milch und Honig flossen\u201c. Es war d\u00fcnn besiedelt, nicht Bestandteil eines Gro\u00dfreiches, und Steuereintreiber waren kaum zu bef\u00fcrchten.<\/p>\n<p>Abraham durchzog Kanaan, musste (laut Bibel) vor einer Hungersnot nach \u00c4gypten ausweichen und war an kriegerischen Auseinandersetzungen beteiligt, bis ihm endlich seine gro\u00dfe Erkenntnis wurde.<\/p>\n<h5>Melchisedek \u2013 ein wahrer Priester?<\/h5>\n<p>Nach einem erfolgreichen Kriegszug traf Abraham auf eine der merkw\u00fcrdigsten Gestalten der Bibel:<br \/>\n<em>\u201eMelchisedek, der K\u00f6nig von Salem, brachte Brot und Wein heraus. Er war Priester des h\u00f6chsten Gottes. Er segnete Abram und sagte: Gesegnet sei Abram vom h\u00f6chsten Gott, dem Sch\u00f6pfer des Himmels und der Erde, und gepriesen sei der h\u00f6chste Gott, der deine Feinde an dich ausgeliefert hat. Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem.\u201c<\/em> (1. Mose 14, 18\u201320).<br \/>\nSalem wurde in Jerusalem (Verbindung von Jehova mit Salem) umbenannt, und im Neuen Testament steht:<br \/>\n<em>\u201eDieser Melchisedek [\u2026], dessen Name \u201aK\u00f6nig der Gerechtigkeit\u2018 bedeutet und der auch K\u00f6nig von Salem ist, das hei\u00dft \u201aK\u00f6nig des Friedens\u2018; er, der ohne Vater, ohne Mutter und ohne Stammbaum ist, ohne Anfang seiner Tage und ohne Ende seines Lebens, ein Abbild des Sohnes Gottes: dieser Melchisedek bleibt Priester f\u00fcr immer.\u201c<\/em> (Hebr. 7, 1\u20133).<\/p>\n<p>Es gibt zahlreiche Spekulationen \u00fcber Melchisedek, den zeitlich ersten der in der Bibel erw\u00e4hnten Priester. (9).<br \/>\nAus sp\u00e4terer j\u00fcdischer Sicht war er ein \u201eHeide\u201c[4]. Entspricht er dem sehr alten Idealbild eines Priesterk\u00f6nigs, der beide \u00c4mter \u2013 K\u00f6nig und Hohepriester \u2013 harmonisch vereint? Oder ist er ein Sinnbild f\u00fcr Jesus? Melchisedek reicht Brot und Wein; nimmt er damit das Abendmahl vorweg?[5] Da er Abraham segnet, steht er in der spirituellen Hierarchie \u00fcber diesem, und Steuern (den Zehnten) zahlt man nur einem St\u00e4rkeren. Hier findet sich auch die Legitimation f\u00fcr den Jahrhunderte lang von der Priesterschaft beziehungsweise der Kirche eingeforderten Zehnten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich die Bibel oft lang und breit \u00fcber die Genealogie ihrer Helden ausl\u00e4sst, bleibt die sonst so wichtig genommene Abstammung bei Melchisedek im Ungewissen. Was also ist von diesem merkw\u00fcrdigen Heidenpriester zu halten? War er vielleicht ein Produkt der Phantasie? Oder nichts weiter als der Schech eines Stammes, der von Abraham den Zehnten als Maut f\u00fcr seine Durchreise erpresste? Wurde Melchisedek in der Bibel dann zu einer m\u00e4chtigen, hohen Geistpers\u00f6nlichkeit hochstilisiert, um Abraham indirekt aufzuwerten?<\/p>\n<p>Da Abraham mehrmals Engel erschienen sind, neige ich pers\u00f6nlich dazu, auch in Melchisedek \u2013 wenn nicht ein Symbol \u2013 ein h\u00f6heres Geistwesen zu sehen, das aus der Anderswelt zu Abraham \u00fcber den<em> \u201eh\u00f6chsten Gott\u201c<\/em> gesprochen hat. Eine Offenbarung, die f\u00fcr Abraham zum Schl\u00fcsselerlebnis wurde f\u00fcr seine Gotterkenntnis? (Die Annahme vieler UFO-Gl\u00e4ubiger, dass es sich bei Melchisedek um einen Au\u00dferirdischen gehandelt haben k\u00f6nnte, scheint mir pers\u00f6nlich weniger wahrscheinlich.)[6<span style=\"font-size: 13.3333px;\">].<\/span><\/p>\n<h5>Ein Heroe des Glaubens<\/h5>\n<p>Ist es ein Zufall, dass die gro\u00dfen Religionen in der W\u00fcste entstanden sind? Muss man lange durch die W\u00fcste gewandert sein, bevor man das H\u00f6chste erfassen kann? Oder ist es der einem Stadtmenschen von heute fremde, tief beeindruckende Anblick eines klaren Nachthimmels voller glitzernder Sterne, der die Ewigkeit ahnen l\u00e4sst und zum Glauben an Gott anregt?<\/p>\n<p>Nachdem Abraham lange umhergezogen war, hatte er Visionen, in denen ihm Gott, der Herr, erschien (1. Mose 15). Im Alter von 99 Jahren (eine typische Symbolzahl) wurde Abraham f\u00fcr sich und seine Nachkommen ein Bund mit Gott gew\u00e4hrt, der diese Sippe aus der Vielzahl der anderen V\u00f6lker der Welt heraushob. Abraham wird zu einem vielfach bewunderten Heroen des Glaubens, auf den sich Jesus (Joh. 8, 56) und Paulus (R\u00f6m. 4, 13) berufen und den Mohammed lobend erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Auf Gottes Bund mit Noah (1. Mose 6, 18), der Berufung Abrahams (1. Mose 17, 2), dem von Gott mit Mose am Sinai geschlossenen Bund (2. Mose 19) und den dort \u00fcbergebenen Zehn Geboten (2. Mose 20) beruht das Selbstverst\u00e4ndnis der Juden als dem <em>\u201eauserw\u00e4hlten Volk\u201c<\/em>.<\/p>\n<p>Was das Alte Testament der Bibel sonst noch \u00fcber Abraham zu berichten wei\u00df, ist unerheblich gegen\u00fcber seiner grundlegenden Erkenntnis vom Sein des gr\u00f6\u00dften Gottes.<\/p>\n<p>Auch der Befehl Gottes an Abraham: <em style=\"font-size: inherit;\">\u201eNimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak [\u2026], und bringe ihn dort auf einem der Berge als Brandopfer dar\u201c<\/em><span style=\"font-size: inherit;\"> (1. Mose 22, 2) ist so wohl nicht erteilt worden. Diese Opfererz\u00e4hlung ist eine alte sumerische Sage (1, S. 98), die Abraham angedichtet wurde[7].<\/span><span style=\"font-size: inherit;\"> Ob der Bibel-Autor damit zum Ausdruck bringen wollte, dass der allm\u00e4chtige Gott Menschenopfer verabscheut?[8].<\/span><\/p>\n<h5>Der Glaube an den h\u00f6chsten Gott<\/h5>\n<p>Ein Ahnen von dem Sein des h\u00f6chsten, des alleinigen Gottes gab es schon in Naturv\u00f6lkern und in vielen alten V\u00f6lkern[9]. Ob im fr\u00fch-indischen Rig-Veda, im \u00c4gyptischen Totenbuch, im altpersischen Zoroastrismus (<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/ein-persischer-wahrheitsbringer\/\">\u201eEin persischer Wahrheitsbringer\u201c<\/a>, unter &#8222;Religionsgeschichte&#8220;), in den Spekulationen griechischer Philosophen oder in ostasiatischen Lehren wie in dem Lao-tse zugeschriebenen Tao-te-king. Die monotheistische Sonnenreligion Echnatons (Amenophis IV., 1364\u20131347 v. Chr.) entstand wohl nach Abrahams Zeit.<\/p>\n<p>So gilt Abraham in der Regel als der Erste, der deutlich von dem einen, dem allm\u00e4chtigen Gott sprach. Die drei \u201eabrahamitischen Religionen\u201c (Judentum, Christentum, Islam) verehren ihn als den Begr\u00fcnder ihrer Religionen:<br \/>\n<em>\u201eAls Abraham neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der Herr und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allm\u00e4chtige. Geh deinen Weg vor mir und sei rechtschaffen!\u201c<\/em> (1. Mose 17, 1).<\/p>\n<p>Historisch gesehen ist sp\u00e4testens seit Abraham die Idee von dem einen, dem allm\u00e4chtigen Gott in der Welt. Diese Gottesidee wirkte weiter, \u00fcber Jahrtausende hinweg. Sie wurde zur Grundlage von Weltreligionen und geh\u00f6rt zu den bedeutendsten Einsichten der Menschheit.<\/p>\n<p><b>Literatur:<br \/>\n<\/b>(1) Barthel, Manfred, Was wirklich in der Bibel steht, Econ, D\u00fcsseldorf 1987.<br \/>\n(2) Black, Jonathan, Die geheime Geschichte der Welt, Goldmann, M\u00fcnchen 2008.<br \/>\n(3) Der Spiegel, Nr. 14 vom 3. 4. 2010, S. 51.<br \/>\n(4) Scarre, Chris, Weltatlas der Arch\u00e4ologie, S\u00fcdwest, M\u00fcnchen o. J.<br \/>\n(5) Thompson, J. A., Hirten, H\u00e4ndler und Propheten, Brunnen, Gie\u00dfen 1996.<br \/>\n(6) Zierer, Otto, Ideen bewegen die Welt, Prisma, G\u00fctersloh 1978.<br \/>\n(7) Wikipedia-Enzyklop\u00e4die, Artikel \u201eAbraham\u201c.<br \/>\n(8) Wikipedia-Enzyklop\u00e4die, Artikel \u201eMari (Stadt)\u201c.<br \/>\n(9) Wikipedia-Enzyklop\u00e4die, Artikel \u201eMelchisedech\u201c.<\/p>\n<p><b>Endnoten:<br \/>\n<\/b>[1] In der \u201ePatriarchenerz\u00e4hlung\u201c (1. Mose 11, 10\u201350, 26) werden Gebr\u00e4uche beschrieben, die auf eine Zeit zwischen 2000 und 1400 v. Chr. schlie\u00dfen lassen, in der die Patriarchen nach Kanaan kamen. Eine genauere Zeitbestimmung ist kaum m\u00f6glich.<br \/>\n[2] Die Kanaaniter verehrten Aschera und Baal als Hauptg\u00f6tter, die Hebr\u00e4er zuerst Aschera und Jahwe, bis Aschera verdr\u00e4ngt wurde.<br \/>\n[3] \u201eIn Chald\u00e4a\u201c hei\u00dft so viel wie \u201eUr in der Ebene\u201c. Wir w\u00fcrden heute \u201eUr in Sumer\u201c sagen.<br \/>\n[4] Zum Volk Israel geh\u00f6rt, wer den Bund mit Gott geschlossen hat (1. Mose, 17). Die Anderen sind die Gojim (Nichtisraeliten).<br \/>\n[5] Die symbolische Bedeutung von Brot und Wein soll schon aus sehr fr\u00fcher Zeit, lange vor Abraham, stammen. (Vgl. etwa Bernd Hercksen, \u201eVom Urpatriarchat zum globalen Crash\u201c, Shaker Media, 2010, S. 103).<br \/>\n[6] In der kabbalistischen Tradition hat Melchisedek eine geheime Identit\u00e4t. Er ist dort Noah, der gro\u00dfe F\u00fchrer aus Atlantis, der der Menschheit die Landwirtschaft, den Anbau von Getreide und Wein gelehrt habe und nie wirklich gestorben, sondern in eine andere Dimension \u00fcbergegangen sei. Er sei nun zur\u00fcckgekehrt, um Abrahams spiritueller Lehrer zu sein und ihm h\u00f6here Weihen zu verleihen. (2, S. 247).<br \/>\n[7] Wie zu vielen biblischen Erz\u00e4hlungen gibt es auch hierzu esoterische Deutungen (2, S. 247).<br \/>\n[8] Menschenopfer hat es bei den Israeliten gegeben. In 5. Mose 18, 10 steht: <em>\u201eEs soll bei dir keinen geben, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen l\u00e4sst.\u201c<\/em> \u201eDurchs Feuer gehen\u201c bedeutet ein Brandopfer. In Richter 11, 30\u201339 glaubt Jiftach, er m\u00fcsse sein Gel\u00fcbde erf\u00fcllen, und bringt seine Tochter als Brandopfer dar.<br \/>\n[9] Vgl. dazu Ivar Lissner, \u201eAber Gott war da\u201c, Walter, Olten 1960.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ver\u00f6ffentlicht in GralsWelt 85\/2014 War der alttestamentliche Abraham der erste, der den Eingottglauben verbreitete? Eine bibelhistorische Ann\u00e4herung an das Leben des legendenumwobenen Stammvaters. Viele Teile der Bibel sind den Historikern zufolge keine zuverl\u00e4ssigen Berichte, und von der Mehrzahl der biblischen Personen \u2013 besonders im Alten Testament \u2013 ist unsicher, ob und wann sie gelebt haben. 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