{"id":2189,"date":"2014-06-28T10:27:33","date_gmt":"2014-06-28T09:27:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/?page_id=2189"},"modified":"2024-06-26T15:27:26","modified_gmt":"2024-06-26T14:27:26","slug":"die-urkatastrophe-des-20-jahthundert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/es\/historia\/la-primaria-catastrofe-del-siglo-20\/","title":{"rendered":"La mayor cat\u00e1strofe del siglo XX."},"content":{"rendered":"<h5>100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges am 1. August 1914<\/h5>\n<blockquote><p>(Ver\u00f6ffentlicht in GralsWelt 83\/2014)<i><br \/>\n<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p><i>\u201eJetzt gehen in Europa die Lichter aus, und niemand von den Lebenden wird sie mehr leuchten sehen.\u201c<\/i><br \/>\nSo empfand der britische Au\u00dfenminister Sir Edward Grey (1862\u20131933), der Mann, der nach Historiker Golo Mann<i> \u201eden Krieg h\u00e4tte verhindern k\u00f6nnen\u201c, <\/i>den Ausbruch des 1. Weltkrieges im August 1914.<br \/>\nTats\u00e4chlich legte dieser Krieg das Fundament f\u00fcr eine Reihe tragischer Entwicklungen bis hinein in die heutige Zeit.<\/p>\n<p>Zur Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert sahen sich die Staaten Europas auf einem guten Weg. Wirtschaft und Technik hatten sich in einem noch nie dagewesenen Tempo entwickelt. Die europ\u00e4ische Wissenschaft und die europ\u00e4ische Kultur waren f\u00fchrend in der Welt. Sie wurden, wie auch das Christentum als gr\u00f6\u00dfte Weltreligion, in die Kolonien getragen; nach allgemeiner \u00dcberzeugung zu deren Wohl.<br \/>\nDie Weltpolitik bestimmten vor allem europ\u00e4ischen Staaten, einschlie\u00dflich Russlands, und das von inneren Krisen ersch\u00fctterte, schw\u00e4chelnde osmanische Reich. Die USA spielten in der Weltpolitik noch keine bedeutende Rolle.<\/p>\n<p>Durch das schnelle wirtschaftliche Wachstum waren in den Industriegesellschaften zwar tiefgreifende soziale Spannungen entstanden; doch diese w\u00fcrde der stetig steigende Wohlstand nach und nach entsch\u00e4rfen, und alle \u2013 Arme wie Reiche \u2013 k\u00f6nnten besser leben als je zuvor. Die Grausamkeiten der Kriege wollte man mildern durch humanit\u00e4re Vertr\u00e4ge wie die Genfer Konvention von 1864, die Kongoakte von 1885 und die Haager Landkriegsordnung von 1899.<\/p>\n<h5>Der Niedergang des Abendlandes?<\/h5>\n<p>Der erste Krieg mit modernen technischen Mitteln war der amerikanische B\u00fcrgerkrieg (1861\u201365, vgl. \u201eKurz, knapp, kurios&#8220; Seite 446 &#8222;Die Sklaverei endete, der Rassismus blieb\u201c) mit unglaublich vielen Toten und Verwundeten. Doch dieser grausame Krieg und seine Schrecken wurden in Europa zu wenig wahrgenommen.<br \/>\nDie europ\u00e4ischen Strategen hatten mehr den Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieg von 1870\/71 im Blick, in dem Kavallerieattacken Schlachten entscheiden konnten.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem glaubte \u2013 trotz aller R\u00fcstung \u2013 kaum einer an den ganz gro\u00dfen Krieg in Europa. W\u00e4hrend man deren Brisanz ignorierte, schaukelten sich die vielfachen politischen und wirtschaftlichen Rivalit\u00e4ten zwischen den europ\u00e4ischen M\u00e4chten auf, und zahlreiche innenpolitische Schwierigkeiten versch\u00e4rften die Spannungen, bis diese in die gro\u00dfe Katastrophe f\u00fchrten.<br \/>\nSo trieben Politik und Milit\u00e4r auf eine gigantische kriegerische Auseinandersetzung zu, deren Gewalt und Dynamik und vor allem deren Konsequenzen alle beteiligten Staaten weit untersch\u00e4tzten.<\/p>\n<blockquote><p><b>Ein gigantisches Ringen<br \/>\n<\/b><em>&#8222;Der Erste Weltkrieg war eine Trag\u00f6die f\u00fcrchterlichen Ausma\u00dfes gewesen. 65 Millionen M\u00e4nner waren mobilisiert worden \u2013 um viele Millionen mehr, als je zuvor an einer milit\u00e4rischen Auseinandersetzung teilgenommen hatten \u2013, um einen Krieg auszufechten, bei dem es, wie man ihnen erz\u00e4hlt hatte, um Gerechtigkeit und Ehre, um nationalen Stolz und hehre Ideale ging; einen Krieg, der allen Kriegen ein Ende bereiten und eine ganz neue, weltweite Ordnung des Friedens und der Gerechtigkeit begr\u00fcnden werde \u2026<br \/>\n<\/em><em>Bis zum 11. November 1918, als der Waffenstillstand unterzeichnet wurde und der Krieg zu Ende ging, waren acht Millionen Soldaten gefallen; weitere zwanzig Millionen waren verwundet oder verst\u00fcmmelt, siechten an Krankheiten dahin oder spuckten als Folge von Gasangriffen Blut. Die Zahl der Zivilisten, die im Zuge dieses gigantischen Ringens ihr Leben lie\u00dfen, wird auf den zweistelligen Millionenbereich beziffert.&#8220;<\/em> (1, S. 7).<\/p><\/blockquote>\n<p>Im August 1914 begann der Kollaps des \u201eAlten Europa\u201c. Die \u201eMittelm\u00e4chte\u201c (Deutschland, \u00d6sterreich-Ungarn und das Osmanische Reich) k\u00e4mpften gegen die \u201eEntente\u201c (franz. f\u00fcr Einverst\u00e4ndnis, B\u00fcndnis). Diese bestand aus Frankreich, Gro\u00dfbritannien und Russland sowie seit Kriegsbeginn noch aus Belgien und Serbien, au\u00dferdem ab 1915 Italien. 1917 griffen dann die USA kriegsentscheidend ein. Bis zum Kriegsende waren zudem China, Griechenland, Japan, Montenegro, Portugal, Rum\u00e4nien und Siam im Krieg gegen die Mittelm\u00e4chte.<\/p>\n<p>In m\u00f6rderischer Selbstzerfleischung ruinierten sich die Staaten Europas in einem Vernichtungskrieg von noch nie gekanntem Ausma\u00df, dem <em>\u201egro\u00dfen B\u00fcrgerkrieg des Westens\u201c<\/em> (1). Maschinengewehre, Luftschiffe, Fesselballone, Flugzeuge, weitreichende Kanonen schwersten Kalibers, Panzerschiffe, Unterseeboote, Flammenwerfer, Minen, Giftgas und Panzerwagen bewiesen in grausamen Materialschlachten das Zerst\u00f6rungspotential eines modernen Krieges mit Millionen Toten, Verwundeten, k\u00f6rperlich oder seelisch Verst\u00fcmmelten.<\/p>\n<p>Nach dem Ersten Weltkrieg war das Europa des 19. Jahrhunderts untergegangen, die Welt irreversibel ver\u00e4ndert. Die Vormachtstellung Europas in der Welt war gebrochen, das Ende des Kolonialismus und des Britischen Weltreiches kaum mehr aufzuhalten. Russland war nun bolschewistisch, und der expandierende Kommunismus war zu einer weltweit gef\u00fcrchteten, revolution\u00e4ren Ideologie geworden. Der Aufstieg der USA zur f\u00fchrenden Weltmacht war eingeleitet.<\/p>\n<h5>Die misslungene Friedensordnung<\/h5>\n<p>Schon die <strong>Napoleonischen Kriege<\/strong> kann man im Grunde als Weltkrieg bezeichnen. Es wurde nicht nur in den meisten L\u00e4ndern Europas gek\u00e4mpft \u2013 von Spanien bis Russland, von Italien bis D\u00e4nemark \u2013, sondern auch in \u00c4gypten, in der Karibik, in S\u00fcdafrika, im Atlantik, im Mittelmeer und im Indischen Ozean.<\/p>\n<p>Doch nach diesen z\u00e4hen Kriegen voller Hass und Grausamkeit gelang den Kabinetten der Monarchen eine relativ stabile Friedensordnung, die immerhin bis zum Ersten Weltkrieg \u2013 schlecht und recht \u2013 ein knappes Jahrhundert einigerma\u00dfen gehalten und den ganz gro\u00dfen Krieg verhindert hat.<\/p>\n<p>Dagegen gab es nach dem Ersten Weltkrieg und der Kapitulation Deutschlands am 11. November 1918 keine <strong>Friedensordnungen<\/strong>, sondern <strong>Kapitulationsbedingungen<\/strong>. Die siegreichen Demokratien lie\u00dfen dem Vergeltungsgedanken gegen\u00fcber den gest\u00fcrzten Monarchien freien Lauf. Die im Krieg gebrachten Opfer waren f\u00fcr alle Beteiligten hart, f\u00fcr die am schwersten Betroffenen katastrophal. Nun sollte besonders Deutschland, der verhasste Feind, der von den Siegern f\u00fcr alle Leiden und Zerst\u00f6rungen verantwortlich gemacht wurde, ganz entschieden zur Rechenschaft gezogen werden[1].<\/p>\n<p><em>Winston Churchill<\/em> (1874\u20131965) muss es geahnt haben, als er im Jahr 1901 in einer Parlamentsdebatte fast prophetisch sprach:<em><br \/>\n\u201eEin Krieg in Europa kann nur mit dem Ruin der Besiegten und der kaum weniger schwer wiegenden wirtschaftlichen Verelendung und der physischen Ersch\u00f6pfung des Siegers enden. Die Demokratie ist rachs\u00fcchtiger als die Kabinettspolitik, die Kriege der Nationen sind schrecklicher als die der K\u00f6nige.\u201c<\/em> (6, S. 37).<br \/>\nDoch im August 1914 begr\u00fc\u00dfte Churchill den ausbrechenden Krieg! (1, S. 36).<\/p>\n<p>Im Friedensvertrag von Versailles vom 28. Juni 1919 wurde Deutschland die alleinige Schuld am \u201eWeltkrieg\u201c zudiktiert. Das Deutsche Reich musste einen Teil seines Territoriums abtreten und verlor seine Kolonien[2]. Durch den aufgezwungenen Friedensvertrag wurde es schwer gedem\u00fctigt und durch untragbare Reparationsforderungen \u00fcberlastet.<\/p>\n<p>Unter diesen schwierigen, fast hoffnungslosen Startbedingungen litt die erste deutsche Demokratie und scheiterte. Somit wurde der Zweite Weltkrieg \u2013 wie Historiker immer deutlicher erkennen \u2013 eine Fortsetzung des Ersten! Beispielsweise sagte der englische Premier<em> David Lloyd George<\/em> (1863\u20131945) nach der Unterzeichnung des Vertrages von Versailles: <em>\u201eJetzt haben wir ein schriftliches Dokument, das uns Krieg in zwanzig Jahren garantiert.\u201c<\/em> (2, S. 58).<\/p>\n<h5>Wer trug die Verantwortung?<\/h5>\n<p>Lange konzentrierte sich die Kriegsschuldfrage auf den fragw\u00fcrdigen Artikel 231 des Vertrags von Versailles, der die Alleinschuld Deutschlands politisch festschrieb. Es gab danach unz\u00e4hlige F\u00fcr und Wider. Langsam setzte sich die Meinung durch, dass vom Tagesgeschehen weitgehend absorbierte Politiker, nach dem Krieg noch voller Hass, wenig geeignet sind, historische Sachverhalte festzulegen.<\/p>\n<blockquote><p><b>Europas Abgang von der Weltb\u00fchne<br \/>\n<\/b><em>&#8222;Die Anzeichen daf\u00fcr, dass der Westen in einen langsamen Todeskampf eingetreten ist, lassen sich l\u00e4ngst nicht mehr \u00fcbersehen. In einem einzigen Jahrhundert sind alle gro\u00dfen K\u00f6nigsh\u00e4user des europ\u00e4ischen Kontinents zugrunde gegangen. S\u00e4mtliche Reiche, die einst \u00fcber die Welt herrschten, geh\u00f6ren der Vergangenheit an. Vom islamischen Albanien abgesehen, weist keine einzige europ\u00e4ische Nation mehr eine Geburtenrate auf, die es ihr erm\u00f6glichen w\u00fcrde, ihren bev\u00f6lkerungsm\u00e4\u00dfigen Bestand bis zum Ende des 21. Jahrhunderts zu wahren. Seit drei Generationen schrumpft der Anteil der europ\u00e4ischst\u00e4mmigen V\u00f6lker an der Weltbev\u00f6lkerung unerbittlich. Infolge der Dritte-Welt-Invasion, gegen die sich kein Widerstand mehr regt, ver\u00e4ndert sich der ethnische Charakter s\u00e4mtlicher westlicher Nationen unwiderruflich. Wir sind drauf und dran, allm\u00e4hlich von der Erdoberfl\u00e4che zu verschwinden.<br \/>\n<\/em><em>Nachdem der Westen den Willen zum Herrschen verloren hat, scheint er mittlerweile auch den Willen zur Bewahrung seiner einzigartigen Kulturen zu verlieren. Er gibt sich hemmungslos den Freuden der Spa\u00dfgesellschaft hin; wer die Erde, \u00fcber die er einst regierte, als Erbe \u00fcbernehmen wird, ist ihm allem Anschein nach v\u00f6llig gleichg\u00fcltig.&#8220;<\/em> (1, S. 6).<\/p><\/blockquote>\n<p>Heute sind die meisten Historiker der Ansicht, dass man die Verantwortlichkeit nicht allein am Deutschen Kaiser Wilhelm II., seinem Kabinett und seinen Generalen festmachen kann. Denn so gut wie alle ma\u00dfgeblichen Politiker hatten versagt. Sie schlitterten schlafwandlerisch in einen Krieg, den niemand wollte und den niemand verhinderte. <em>David Lloyd Georg<\/em>e schrieb in seinen Erinnerungen:<br \/>\n<em>\u201eWir alle sind in den Krieg hineingestolpert.\u201c<\/em> (1, S. 13).<\/p>\n<p>Nach den Verantwortlichen f\u00fcr die ungerechten Friedensvertr\u00e4ge braucht man nicht lange zu suchen. Russland scheidet aus, denn es hatte nach seiner Oktoberrevolution von 1917 einen Sonderfrieden mit dem Deutschen Reich geschlossen. Nach der Kapitulation Deutschlands aber lie\u00dfen die italienische und die englische Regierung und besonders der franz\u00f6sische Ministerpr\u00e4sident <em>Georges Clemenceau<\/em> ihrem Hass gegen Deutschland freien Lauf, den die gem\u00e4\u00dfigteren USA nicht bremsen konnten. (Mitunterzeichner des Versailler Friedensvertrages waren die Staaten Belgien, Bolivien, Brasilien, China, Ecuador, Griechenland, Guatemala, Haiti, Hedschas, Honduras, Japan, Kuba, Liberia, Nicaragua, Panama, Peru, Polen, Portugal, Rum\u00e4nien, das K\u00f6nigreich der Serben, Kroaten und Slowenen, Siam, die Tschechoslowakei und Uruguay!) Entt\u00e4uscht zogen sich die Vereinigten Staaten aus der europ\u00e4ischen Politik zur\u00fcck und wurden nicht einmal mehr Mitglied in dem V\u00f6lkerbund, dessen Gr\u00fcndung besonders ihrer Initiative zu verdanken gewesen war.<\/p>\n<h5><b>Die zweite Gro\u00dfkatastrophe und danach<\/b><\/h5>\n<p>Nach dem Ersten Weltkrieg hatten die \u00fcberzogenen Wiedergutmachungsforderungen den Boden f\u00fcr die zweite Gro\u00dfkatastrophe des 20. Jahrhunderts in Europa fast zwangsl\u00e4ufig bereitet.<\/p>\n<p>Der Zweite Weltkrieg, der wie vorhergesagt fast genau 20 Jahre sp\u00e4ter, am 1. September 1939, ausbrach, forderte noch weit mehr Opfer, brachte noch viel gr\u00f6\u00dfere Zerst\u00f6rungen, erzeugte ungeheuerliche Verbrechen und ver\u00e4nderte die Weltkarte mehr als jeder Gro\u00dfkonflikt zuvor. Die Kriegsschuld f\u00fcr den zweiten europ\u00e4ischen Gro\u00dfkrieg wird dieses Mal einhellig dem \u201eF\u00fchrer des Gro\u00dfdeutschen Reiches\u201c zugeschrieben. Dieser hat sein verblendetes Volk in die totale milit\u00e4rische Niederlage und den schlimmsten moralischen Tiefpunkt seiner Geschichte gef\u00fchrt. Gegen\u00fcber dem warnenden Ruf <em>Abd-ru-shins<\/em> in seinem Vortrag \u201eDer Schrei nach dem Helfer\u201c \u2013 erschienen vor 1931 \u2013 waren die Deutschen taub geblieben.<\/p>\n<p>Nach der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 spaltete sich Europa in zwei geteilte Lager. Ein <em>\u201eEiserner Vorhang\u201c<\/em> trennte den kommunistischen Ostblock vom demokratischen Westen. Zwei ideologisch verfeindete, hochger\u00fcstete Lager standen sich nerv\u00f6s und misstrauisch gegen\u00fcber. Ein Irrtum oder eine Zuf\u00e4lligkeit konnte in den Jahren des \u201eKalten Krieges\u201c einen Atomkrieg ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Der Westen des Europ\u00e4ischen Kontinents konnte mit amerikanischer Hilfe z\u00fcgig wieder aufgebaut werden. Vor allem die USA waren an einem florierenden Europa interessiert. Westdeutschland wurde dieses Mal keine untragbaren Reparationen aufgezwungen, so dass sich an seiner wirtschaftlichen Entwicklung die \u00dcberlegenheit einer freiheitlichen Demokratie gegen\u00fcber sozialistischen Diktaturen beispielhaft zeigen lie\u00df.<\/p>\n<p>Auch gelang es, durch tats\u00e4chlichen Friedenswillen die alten Feindschaften aufzul\u00f6sen und speziell die \u201eErbfeindschaft\u201c zwischen Frankreich und Deutschland zu beenden. An die alte Konfrontation der Nationalstaaten tritt seither die Kooperation in der Europ\u00e4ischen Union. Diese hat vieles erreicht, doch sie hat Demokratie-Defizite, und die neue europ\u00e4ische B\u00fcrokratie in Br\u00fcssel hat einigen Nachholbedarf, um die Bev\u00f6lkerung aller Mitgliedsl\u00e4nder zu \u00fcberzeugen. Der Nationalegoismus ist noch nicht \u00fcberwunden. In Krisenzeiten sind R\u00fcckf\u00e4lle in Nationalismus und Rassismus nicht auszuschlie\u00dfen. Die dringend erforderliche politische Union Europas liegt noch in weiter Ferne.<\/p>\n<p>Mitteleuropa genoss in den sieben Jahrzehnten nach 1945 die l\u00e4ngste kriegsfreie Zeit seit der Epoche der \u201epax romana\u201c[3]. Trotz der Spannungen im Ost-West-Konflikt gab es keinen gro\u00dfen Krieg; nicht zuletzt, weil das Risiko eines Kernwaffeneinsatzes zu hoch ist. Auch nach dem Fall des Eisernen Vorhanges scheinen gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen den gr\u00f6\u00dferen europ\u00e4ischen M\u00e4chten unwahrscheinlich. Doch blutige kleinere Kriege und hasserf\u00fcllte B\u00fcrgerkriege blieben dem im 20. Jahrhundert in zwei gro\u00dfen Kriegen gebeuteltem Kontinent auch nach dem Zeiten Weltkrieg nicht erspart.<\/p>\n<h5>Das Ende einer einheitlichen Welt<\/h5>\n<p>Im fernen Osten dauerte der Krieg nach der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 noch Monate an. Erst der Einmarsch russischer Truppen in die Mandschurei und die Vernichtung von zwei japanischen St\u00e4dten durch Kernwaffen zwang Japan zur Kapitulation am 8. August 1945. Auch dieses Land wurde von US-Truppen besetzt.<\/p>\n<p>Vier Jahre sp\u00e4ter wurde China kommunistisch und damit zum Feind des Westens. Zur Eind\u00e4mmung des Kommunismus f\u00fchrten die USA verlustreiche Kriege in Korea und in Vietnam; zur Bek\u00e4mpfung des Terrorismus k\u00e4mpfen US- und internationale Truppen in Afghanistan. Der Koreakrieg endete mit einem Patt, die anderen Kriege der USA in Asien waren bzw. sind so gut wie verloren[4] . (Der bekannte Ausspruch <em>&#8222;never fight a land war in Asia&#8220;<\/em> wird <em>Dwight Eisenhowe<\/em>r zugeschrieben).<\/p>\n<p>Im Nahen Osten ist die von engstirnigen Kolonialisten nach dem Ersten Weltkrieg diktierte Aufteilung der einst osmanischen L\u00e4nder f\u00fcr die bis heute anhaltenden Instabilit\u00e4ten mit verantwortlich. In den meisten Staaten des Nahen Ostens gab es Volksaufst\u00e4nde, B\u00fcrgerkriege oder Kriege; zum Beispiel in Pal\u00e4stina und am Persischen Golf. Die US-Truppen hinterlie\u00dfen nach zwei kostspieligen Kriegen gegen den Irak dort ein Desaster. In Syrien zerfleischen sich derzeit unnachgiebige, hasserf\u00fcllte Gruppen und zerst\u00f6ren ihr eigenes Land.<\/p>\n<p>In Afrika sind nach dem Zweiten Weltkrieg so gut wie alle Kolonien selbst\u00e4ndig geworden; doch die daraus entstandenen Staaten \u2013 n\u00f6rdlich oder s\u00fcdlich der Sahara \u2013 sind noch l\u00e4ngst nicht alle im stabilen Gleichgewicht. Kaum ein Jahr vergeht ohne ernste Krisen, religi\u00f6s begr\u00fcndeten Terror, Volksaufst\u00e4nde, V\u00f6lkermord und B\u00fcrgerkriege.<\/p>\n<p>S\u00fcdamerika blieb von den beiden Weltkriegen verschont. Doch nicht von sozialen, wirtschaftlichen oder politischen Krisen und B\u00fcrgerkriegen, deren Ursachen nicht zuletzt auch Einfl\u00fcssen von au\u00dfen zuzuschreiben sind.<\/p>\n<p>Aus der vergleichsweise einheitlichen Welt des 19. Jahrhunderts wurde nach zwei ebenso unn\u00f6tigen[5] wie verderblichen Weltkriegen die multipolare Welt des 21. Jahrhunderts. Um 1900 gab es weltweit 55 souver\u00e4ne Staaten (Wikipedia). Heute haben die Vereinten Nationen 193 Staaten als Mitglieder. Kolonien gibt es so gut wie keine mehr, doch die ersehnte Selbst\u00e4ndigkeit brachte oft weder Frieden und Freiheit noch Demokratie und Wohlstand. Vom Demokratieversagen in vielen L\u00e4ndern einmal abgesehen.<\/p>\n<p>In fast allen L\u00e4ndern der Welt gibt es gr\u00f6\u00dfere oder kleinere Konflikte: Finanzchaos, Fremdenfeindlichkeit, Migrationsdruck, \u00f6konomische und \u00f6kologische Probleme, politische oder religi\u00f6se Spannungen, Radikalismus, Rassismus, \u00dcberschuldung \u2026<\/p>\n<h4><b>Neue Spieler im Weltgeschehen<\/b><\/h4>\n<p><b><\/b> Wenn man den heutigen Stand betrachtet, kann man durchaus Parallelen zu \u00e4hnlichen Situationen und Ereignissen der Vergangenheit finden und darauf Schlussfolgerungen aufbauen:<\/p>\n<p>Die Welt ver\u00e4ndert sich rasend schnell, weit schneller als je zuvor, und macht es den Verantwortlichen schwer, die kaum noch steuerbaren Entwicklungen zu kontrollieren.<\/p>\n<p>Das politisch uneinige Europa hat keine Weltgeltung mehr. Die einst weltweit ma\u00dfgebliche europ\u00e4ische Kultur ist l\u00e4ngst nicht mehr f\u00fchrend. Wenn sich der kleine Kontinent nicht bald aufrafft, zusammensteht, gemeinsam f\u00fcr seine Interessen eintritt, wird er unter den \u201e<em>global playern\u201c<\/em> nur eine Nebenrolle spielen.<\/p>\n<p>Diese n\u00f6tige Gemeinsamkeit der Europ\u00e4er hat in der Euro-Krise sehr gelitten. Mit einer un\u00fcberlegt eingef\u00fchrten Gemeinschaftsw\u00e4hrung wollte man eine Klammer schaffen, die Europa zusammenzwingt; doch die \u00d6konomie widerlegt die Politik! Die V\u00f6lker haben ihr Vertrauen zu Br\u00fcssel zum gro\u00dfen Teil verloren. In Nationen, die unter wirtschaftlichen Repressalien leiden, die nicht das Volk verschuldet hat, k\u00f6nnte es zu ernsthaften politischen Schwierigkeiten kommen bis hin zum Volksaufstand.<\/p>\n<p>Die USA sind \u2013 \u00e4hnlich dem Britischen Weltreich im 19. Jahrhundert \u2013 wirtschaftlich, politisch, milit\u00e4risch \u00fcberfordert. Bei dem folgendem Zitat k\u00f6nnte man meinen, es spr\u00e4che von den Ambitionen der USA seit 1950:<\/p>\n<p><em>\u201eIch bin der festen \u00dcberzeugung, dass die \u00f6ffentliche Meinung dieses Landes dem gef\u00e4hrlichen Irrtum verfallen k\u00f6nnte [\u2026], es sei unsere Aufgabe, alle erdenklichen Verpflichtungen auf uns zu nehmen, gegen jedermann zu k\u00e4mpfen und jede Meinungsverschiedenheit zu einem Streit ausarten zu lassen. Dies scheint mir eine sehr riskante Auffassung, nicht nur, weil sie andere Nationen gegen uns aufbringen k\u00f6nnte [\u2026], sondern weil sie eine noch ernsthaftere Gefahr in sich birgt, n\u00e4mlich dass wir unsere St\u00e4rke \u00fcbersch\u00e4tzen. Wie stark ein Mensch oder ein Land auch sein m\u00f6gen, es gibt einen Punkt, \u00fcber den ihre Kraft nicht hinausreicht. Leichtfertig dar\u00fcber hinauszugehen ist Wahnsinn und beschw\u00f6rt unweigerlich eine Katastrophe herauf.\u201c<\/em> (1, S. 5).<br \/>\nDies sagte der englische Premierminister, <em>Lord Salisbury<\/em> (1830\u20131903), in einer Thronrede des Jahres 1897!<\/p>\n<p>Und Politiker<em> Patrick Buchanan<\/em> schrieb 2009:<br \/>\n<em>\u201eDas Britische Empire hat kaum einen Fehler begangen, den wir \u2013 die USA \u2013 nicht nachge\u00e4fft h\u00e4tten.\u201c<\/em> (1, S. 315).<\/p>\n<p>Durch ihre oft kurzsichtige, arrogante, kriegerische Politik trieben uneinsichtige amerikanische Regierungen ihr Land in eine finanzielle Krise und machten es zum Feindbild der farbigen V\u00f6lker der Welt! Es wird den Vereinigten Staaten von Amerika schwer fallen, weiterhin die erste Geige zu spielen. Seine Bev\u00f6lkerung \u2013 in der zweiten H\u00e4lfte des 21. Jahrhunderts mit einer farbigen Mehrheit[6] \u2013 wird nicht einsehen wollen, dass die Vormachtstellung der einst unangefochten f\u00fchrenden Weltmacht zu Ende geht. Dabei besteht f\u00fcr uns Europ\u00e4er wenig Grund, schadenfroh zu sein. Weltpolitisch sind wir derzeit nicht viel mehr als ein Beiboot der USA, das leicht zusammen mit diesen untergehen kann!<\/p>\n<p>Aufstrebende M\u00e4chte \u2013 Brasilien, China, Indien \u2013 wollen die Welt nach ihren Vorstellungen mitgestalten. Ein derzeit unwahrscheinlich scheinender Zusammenschluss der islamischen Nationen k\u00f6nnte einen weiteren Schwerpunkt bilden im Weltgeschehen; von der schwer einzusch\u00e4tzenden Bedeutung des islamischen Terrorismus einmal abgesehen[7].<\/p>\n<h5><b>Wie geht es weiter?<\/b><\/h5>\n<p>Nach f\u00fcnf Jahrhunderten der Dominanz des vom Christentum gepr\u00e4gten Raumes um den Atlantik[8] \u2013 Europa und Amerika \u2013 formiert die Welt sich neu. Neue Mitspieler, neue Schwerpunkte, neue Herausforderungen! Das 19. Jahrhundert wurde von Europa dominiert, besonders von England. Im 20. Jahrhundert wurden die USA zur ma\u00dfgeblichen Weltmacht.<\/p>\n<p>Nun verlagern sich die wirtschaftlichen Zentren vom atlantischen in den pazifischen Raum. Damit hat im 21. Jahrhundert ein neuer Abschnitt der Weltgeschichte begonnen. Dieses <em>\u201epostindustrielle Zeitalter\u201c<\/em> k\u00f6nnte den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) geh\u00f6ren; allen voran China! Sofern nicht \u00f6kologische Probleme und die Sehnsucht der Menschen nach Freiheit dieser derzeit noch volkreichsten Diktatur Grenzen setzt.<\/p>\n<p>Die Staatslenker von heute haben es wieder schwer, den \u00dcberblick zu behalten \u2013 \u00e4hnlich wie 1914! Die globalisierte Gro\u00dfindustrie und die Hochfinanz agieren weitgehend unabh\u00e4ngig von staatlichen Vorgaben, und im Bereich der Staatsfinanzen haben die meisten Demokratien \u2013 von den USA \u00fcber Europa bis Japan \u2013 die Kontrolle schon so gut wie verloren. Sie sind \u00fcberschuldet und wissen nicht, wie sie den finanziellen und den damit verbundenen wirtschaftlichen Kollaps vermeiden k\u00f6nnen. Hoffentlich schlittern sie nicht noch in einen gr\u00f6\u00dferen Krieg um Rohstoffe!<\/p>\n<p>Die demokratische Entscheidungsfindung ist ein langsamer Prozess, der sich in einer sich immer schneller ver\u00e4ndernden Welt bew\u00e4hren muss. Die alten Rezepte der zerstrittenen, in ihrer Partei-Dogmatik befangenen Demokraten haben die Weltprobleme nicht gel\u00f6st. Ihre hilflosen Appelle f\u00fcr Demokratie, Menschenrechte, Umweltschutz beeindrucken autorit\u00e4re Regierungen, korrupte Politiker und Wahlbetr\u00fcger wenig. Schon gar nicht, wenn die demokratischen Vorbilder in den Konkurs schlittern und sozialen Krisen entgegen gehen.<\/p>\n<p>Aber es gibt auch Hoffnung, dass die Friedenssehnsucht der Menschen und die F\u00e4higkeit zur Vernunft sich als st\u00e4rker erweisen werden als die Phalanx uneinsichtiger, manchmal sogar verbrecherischer Kapitalisten \u2013 Banker, B\u00f6rsenspekulanten, Industrielle, korrupte Politiker. Die Hoffnung, dass sich zuletzt Menschlichkeit und Gerechtigkeit durchsetzen werden gegen alle zerst\u00f6rerischen Impulse. Hoffentlich ohne Revolutionen oder B\u00fcrgerkriege in vielen Staaten und ohne zivilisationsgef\u00e4hrdende Kriege zwischen Gro\u00dfm\u00e4chten!<\/p>\n<p>Lesen Sie dazu auch &#8222;<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/buch-und-filmbesprechungen\/licht-aus-dem-osten\/\">Licht aus dem Osten<\/a>&#8220; unter Buchbesprechungen.<\/p>\n<p><strong>Literatur:<br \/>\n<\/strong>(1) Buchanan Patrik J., Churchill, Hitler und der unn\u00f6tige Krieg. Wie Gro\u00dfbritannien sein Empire und der Westen die Welt verspielte, Pour le M\u00e9rite, D-24236 Selent, 2009.<br \/>\n(2) Carmin E. R., Guru Hitler, SV International\/Schweizer Verlagshaus, Z\u00fcrich, 1985.<br \/>\n(3) Clark Christopher, The Sleepwalkers. How Europe Went to War in 1914, Penguin, London, 2012.<br \/>\n(4) Der Spiegel, 39\/2012.<br \/>\n(5) Hagl Siegfried, Der okkulte Kanzler, Eigenverlag, Gr\u00e4felfing, 2000.<br \/>\n(6) Huges Emrys, Churchill 2. Auflage, Arndt, Kiel, 1986.<br \/>\n(7) Mann Golo, Deutsche Geschichte, Fischer, Frankfurt, 1962.<br \/>\n(8) Sethe Paul, Deutsche Geschichte, Heinrich Scheffler, Frankfurt, 1960.<br \/>\n<strong>Endnoten:<br \/>\n<\/strong>[1] Auch \u00d6sterreich-Ungarn und die T\u00fcrkei mussten harte Friedensbedingungen hinnehmen. Diese beiden Gro\u00dfreiche zerbrachen in kleinere Staaten.<br \/>\n[2] Das Deutsche Kaiserreich war nach England und Frankreich drittgr\u00f6\u00dfte Kolonialmacht. Allerdings kosteten die deutschen Kolonien stets mehr als sie einbrachten.<br \/>\n[3] Pax romana (r\u00f6mischer Friede) ist gleichbedeutend mit dem Augusteischen Frieden, in dem trotz \u00e4u\u00dferer Feinde das R\u00f6mische Reich im Inneren kulturell und wirtschaftlich bl\u00fchte.<br \/>\n[4] Diese Aussage ist nicht nachtr\u00e4glich eingef\u00fcgt, sondern wurde im Juli 2014 gedruckt. Warum konnten unsere Politiker das nicht sehen?<br \/>\n[5] Die Bezeichnung \u201eunn\u00f6tiger Krieg\u201c f\u00fcr den Zweiten Weltkrieg stammt von Winston Churchill (1, S. 13).<br \/>\n[6] Aus chinesischen, mexikanischen, schwarzafrikanischen, westindischen und weiteren Bev\u00f6lkerungsgruppen.<br \/>\n[7] Die Atommacht Pakistan ist derzeit fast schon ein zusammenbrechender Staat, in dem Islamisten die Regierung \u00fcbernehmen k\u00f6nnten.<br \/>\n[8] In der Antike und im Mittelalter spielte sich die \u201eWelt-\u201c Geschichte aus europ\u00e4ischer Sicht vorwiegend um das Mittelmeer herum ab (von den Weiten Asiens und der Bedeutung Chinas war wenig bekannt). In der Neuzeit dann vorwiegend im Atlantischen Raum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges am 1. August 1914 (Ver\u00f6ffentlicht in GralsWelt 83\/2014) \u201eJetzt gehen in Europa die Lichter aus, und niemand von den Lebenden wird sie mehr leuchten sehen.\u201c So empfand der britische Au\u00dfenminister Sir Edward Grey (1862\u20131933), der Mann, der nach Historiker Golo Mann \u201eden Krieg h\u00e4tte verhindern k\u00f6nnen\u201c, den [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-2189","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-geschichte"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts &#8211; SiegfriedHagl.com<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/es\/historia\/la-primaria-catastrofe-del-siglo-20\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"es_ES\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts &#8211; SiegfriedHagl.com\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges am 1. August 1914 (Ver\u00f6ffentlicht in GralsWelt 83\/2014) \u201eJetzt gehen in Europa die Lichter aus, und niemand von den Lebenden wird sie mehr leuchten sehen.\u201c So empfand der britische Au\u00dfenminister Sir Edward Grey (1862\u20131933), der Mann, der nach Historiker Golo Mann \u201eden Krieg h\u00e4tte verhindern k\u00f6nnen\u201c, den [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/es\/historia\/la-primaria-catastrofe-del-siglo-20\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"SiegfriedHagl.com\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2014-06-28T09:27:33+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2024-06-26T14:27:26+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"siegfriedhagl\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Escrito por\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"siegfriedhagl\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Tiempo de lectura\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"18 minutos\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/die-urkatastrophe-des-20-jahthundert\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/die-urkatastrophe-des-20-jahthundert\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"siegfriedhagl\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f\"},\"headline\":\"Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts\",\"datePublished\":\"2014-06-28T09:27:33+00:00\",\"dateModified\":\"2024-06-26T14:27:26+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/die-urkatastrophe-des-20-jahthundert\\\/\"},\"wordCount\":3421,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f\"},\"articleSection\":[\"Geschichte\\\/Historik\"],\"inLanguage\":\"es\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/die-urkatastrophe-des-20-jahthundert\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/die-urkatastrophe-des-20-jahthundert\\\/\",\"name\":\"Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts &#8211; SiegfriedHagl.com\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2014-06-28T09:27:33+00:00\",\"dateModified\":\"2024-06-26T14:27:26+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/die-urkatastrophe-des-20-jahthundert\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"es\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/die-urkatastrophe-des-20-jahthundert\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/geschichte\\\/die-urkatastrophe-des-20-jahthundert\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/\",\"name\":\"SiegfriedHagl.com\",\"description\":\"Artikel und Blog von Siegfried Hagl\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"es\"},{\"@type\":[\"Person\",\"Organization\"],\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.siegfriedhagl.com\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f\",\"name\":\"siegfriedhagl\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"es\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"siegfriedhagl\"},\"logo\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g\"},\"sameAs\":[\"http:\\\/\\\/www.hagl.net\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"La cat\u00e1strofe original del siglo XX - SiegfriedHagl.com","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/es\/historia\/la-primaria-catastrofe-del-siglo-20\/","og_locale":"es_ES","og_type":"article","og_title":"Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts &#8211; SiegfriedHagl.com","og_description":"100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges am 1. August 1914 (Ver\u00f6ffentlicht in GralsWelt 83\/2014) \u201eJetzt gehen in Europa die Lichter aus, und niemand von den Lebenden wird sie mehr leuchten sehen.\u201c So empfand der britische Au\u00dfenminister Sir Edward Grey (1862\u20131933), der Mann, der nach Historiker Golo Mann \u201eden Krieg h\u00e4tte verhindern k\u00f6nnen\u201c, den [&hellip;]","og_url":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/es\/historia\/la-primaria-catastrofe-del-siglo-20\/","og_site_name":"SiegfriedHagl.com","article_published_time":"2014-06-28T09:27:33+00:00","article_modified_time":"2024-06-26T14:27:26+00:00","author":"siegfriedhagl","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Escrito por":"siegfriedhagl","Tiempo de lectura":"18 minutos"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/die-urkatastrophe-des-20-jahthundert\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/die-urkatastrophe-des-20-jahthundert\/"},"author":{"name":"siegfriedhagl","@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#\/schema\/person\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f"},"headline":"Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts","datePublished":"2014-06-28T09:27:33+00:00","dateModified":"2024-06-26T14:27:26+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/die-urkatastrophe-des-20-jahthundert\/"},"wordCount":3421,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#\/schema\/person\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f"},"articleSection":["Geschichte\/Historik"],"inLanguage":"es"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/die-urkatastrophe-des-20-jahthundert\/","url":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/die-urkatastrophe-des-20-jahthundert\/","name":"La cat\u00e1strofe original del siglo XX - SiegfriedHagl.com","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#website"},"datePublished":"2014-06-28T09:27:33+00:00","dateModified":"2024-06-26T14:27:26+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/die-urkatastrophe-des-20-jahthundert\/#breadcrumb"},"inLanguage":"es","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/die-urkatastrophe-des-20-jahthundert\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/die-urkatastrophe-des-20-jahthundert\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#website","url":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/","name":"SiegfriedHagl.com","description":"Art\u00edculo y blog de Siegfried Hagl","publisher":{"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#\/schema\/person\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"es"},{"@type":["Person","Organization"],"@id":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/#\/schema\/person\/263c4a916fa13b3e7eda58f6c8c2695f","name":"siegfriedhagl","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"es","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g","caption":"siegfriedhagl"},"logo":{"@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/45b010d0734a07d6fa163753be02d78684ff4128f419d6ee0a0370de54233f1c?s=96&d=mm&r=g"},"sameAs":["http:\/\/www.hagl.net"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2189","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2189"}],"version-history":[{"count":32,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2189\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11027,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2189\/revisions\/11027"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2189"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2189"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2189"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}