{"id":9874,"date":"2023-03-06T09:52:09","date_gmt":"2023-03-06T08:52:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/?p=9874"},"modified":"2026-07-23T17:19:10","modified_gmt":"2026-07-23T16:19:10","slug":"die-ersten-schritte-in-der-anderswelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/en\/history-of-religion\/the-first-steps-in-the-other-world\/","title":{"rendered":"<strong><u>The first steps in the Otherworld<\/u><\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p>In <a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wirtschaft-und-soziales\/frueher-war-alles-besser\/\">\u201eFr\u00fcher war alles besser\u201c<\/a> wird unter der \u00dcberschrift \u201eDer Mensch lebt nicht vom Brot allein\u201c kurz auf den Weg des Menschengeistigen in der Nachsch\u00f6pfung eingegangen.<br>Nun wollen wir uns, in Anlehnung an die Gralsbotschaft &#8222;Im Lichte der Wahrheit&#8220; von Abd-ru-shin (1), die ersten Schritte eines Menschen nach seinem Ableben ansehen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Mensch liegt im Sterben\u2026<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Er soll in Ruhe ableben d\u00fcrfen, ohne Beeinflussung durch laut trauernde Angeh\u00f6rige. In alten Kulturen sollte der K\u00f6rper des Sterbenden in den letzten Stunden nicht mehr ber\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn das Herz zu schlagen aufh\u00f6rt, und das Gehirn seine T\u00e4tigkeit einstellt, beginnt die L\u00f6sung der \u201eSeele\u201c (wir bleiben bei diesem bekannten Begriff) von dem Erdenk\u00f6rper. Denn der irdische Tod ist nichts anderes, als das Ablegen der \u00e4u\u00dferen H\u00fcllen.<br>Je nach der inneren \u00dcberzeugung des Menschen kann diese L\u00f6sung k\u00fcrzere oder l\u00e4ngere Zeit dauern. Wer auf das Jenseits und ein Weiterleben nach dem Erdentode eingestellt ist, braucht vielleicht nur Stunden. Menschen, die alles Transzendente abgelehnt und sich ganz und gar auf das Irdische konzentriert haben, m\u00f6gen Tage oder Wochen ben\u00f6tigen, bis sie sich l\u00f6sen k\u00f6nnen und langsam zu dem Bewusstsein kommen, dass sie zwar irdisch gestorben sind, aber doch noch leben. <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn sich die Seele von dem Erdenk\u00f6rper (der H\u00fclle der Groben Grobstofflichkeit) l\u00f6st, wird eine H\u00fclle der Mittleren Grobstofflichkeit (Esoteriker sprechen vom \u201eAstralk\u00f6rper\u201c oder auch vom &#8222;Schatten&#8220;) mit herausgezogen, aber nicht sehr weit mitgenommen. Diese H\u00fclle zerf\u00e4llt, und ihr folgt der Zerfall des Erdenk\u00f6rpers, mit dem sie eng verbunden war.<br>Seele und K\u00f6rper sind zun\u00e4chst noch mit der \u201eSilbernen Schnur\u201c verbunden (die schon die Bibel kennt; Kohelet bzw. Prediger 12,6), einem hochelastischen Strahlungsband. Wenn diese Verbindungsschnur gerissen ist, gibt es keine Verbindung mehr zwischen der Seele und dem Erdenk\u00f6rper. Erst dann sp\u00fcrt die Seele nichts mehr vom K\u00f6rper, und ein R\u00fcckruf, eine Wiederbelebung ist nach dem Rei\u00dfen der Silbernen Schnur selbst mit g\u00f6ttlicher Kraft (wie sie Jesus hatte) nicht mehr m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten Stunden nach dem Ableben f\u00fchlt fast jede Menschenseele noch in abgeschw\u00e4chter Art mit, was mit ihrem K\u00f6rper geschieht. Wenn ein Transplantationsmediziner Organe entnimmt, kann das f\u00fcr den Abgeschiedenen durchaus noch schmerzhaft werden, und dieser bereut hoffentlich nicht, dass er in seiner unwissenden Hilfsbereitschaft die Zustimmung zur Organentnahme gegeben hat. Auch eine Feuerbestattung kann f\u00fcr \u00fcberzeugte Materialisten, die noch lange an ihrem irdischen K\u00f6rper h\u00e4ngen, unangenehm werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Seele wandert\u2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Seele tr\u00e4gt nach der L\u00f6sung zun\u00e4chst noch f\u00fcnf H\u00fcllen, als \u00e4u\u00dferste H\u00fclle eine H\u00fclle der Feinen Grobstofflichkeit, die sie ablegen muss, bevor sie in die Feinstofflichkeit eintreten kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun muss sich zeigen, welche Belastungen an der Seele h\u00e4ngen:<br>W\u00e4hrend ihres Lebens haben sich ihre <strong>Taten<\/strong> vor allem irdisch manifestiert. Doch die Taten waren begleitet von Worten, Gedanken und Empfindungen, die im transzendenten Raum Form angenommen haben.<br><strong>Worte<\/strong> formten sich in der Mittleren, die <strong>Gedanken<\/strong> in der Feinen Grobstofflichkeit, und die <strong>Empfindungen<\/strong> in der Feinstofflichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Worte und Gedanken bilden die Orte und die Ebenen der Mittleren und der Feinen Grobstofflichkeit, in denen die Seele sich bewegen muss, bevor sie in die Feinstofflichkeit einzutreten vermag.<br>Es kann dauern, bis die Seele sich frei gelebt, d. h. erkannt hat, dass alle diese irdischen Dinge nicht den Wert oder die Wichtigkeit besitzen, die sie ihnen zugeschrieben hat. <br>Daf\u00fcr muss sie &#8211; manchmal leidvoll &#8211; erkennen, dass sie Vieles wirklich Wichtige \u00fcbergangen oder auch gar nicht wahrgenommen hat. <br>Wie oft hat sie w\u00e4hrend ihres Erdenlebens an das Jenseits gedacht und sich gefragt, wie es nach dem Erdentode weitergehen wird? Hat sie sich innerlich vorbereitet auf den unvermeidlich auf sie zukommenden Eintritt in die andere Welt? <br>Ist der Geist, der eigentliche Mensch, der das ewige Sein erringen kann, schon im Erdensein erwacht, und konnte er die Verstandesbindungen an die Grobstofflichkeit \u00fcberwinden?<br>Nun hat die Seele wohl einiges nachzuholen, bevor sie weiterschreiten kann. <br>Erst wenn \u2013 dem Gesetz des Ausgleichs folgend \u2013 alle hemmenden Schicksalsf\u00e4den gel\u00f6st sind, die die Seele an die Grobstofflichkeit ketten, kann die Seele die H\u00fclle der Feinen Grobstofflichkeit ablegen und in die Feinstofflichkeit eintreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Manche, besonders \u00fcberzeugte Materialisten, also wohl die Mehrzahl der Seelen, bleiben l\u00e4nger \u201eerdgebunden\u201c &#8211; also an die Grobstofflichkeit gebunden &#8211; und werden vielleicht bald wieder auf der Erde inkarniert. Haben solche Seelen &#8211; wie sehr viele &#8211; auf der Erde nur oberfl\u00e4chlich gedacht und sich vom wechselhaften Zeitgeist [1] mitrei\u00dfen lassen, so k\u00f6nnen sie nun in der Feinen Grobstofflichkeit in ein wildes Chaos geraten, um dann in schlechterem Zustand verwirrt zur Erde zur\u00fcckkehren. Auf die Bedeutung klaren, reinen Denkens und Empfindens kann kaum zu oft hingewiesen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis hierher kann auch ein Hellseher oder &#8222;Geistforscher&#8220; aus eigener Kraft im g\u00fcnstigsten Fall vordringen. Von h\u00f6heren Ebenen k\u00f6nnen daf\u00fcr Begnadete nur durch besondere K\u00fcndungen oder Offenbarungen erfahren; es sein denn ein Menschengeist h\u00e4tte sich so weit entwickelt, das ihm geistiges Schauen geschenkt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Endlich in der Feinstofflichkeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hier haben sich Empfindungsformen verdichtet, die machtvollerer sind als die entsprechenden Verdichtungen in der Grobstofflichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Weg der Seele f\u00fchrt nun&nbsp; durch die Ebenen, mit denen sie verbunden ist, und die sie durchschreiten muss: Freundliche und unfreundliche.<br>&nbsp;Stufe um Stufe oder Ebene um Eben soll die Seele \u2013 angespornt von der Sehnsucht ihres Geistes nach seiner lichten Heimat, dem Geistigen Reich \u2013 von nun an aufw\u00e4rtsschreiten. Dabei muss sie erleben, was sie in ihrem Empfinden gewollt hat. Hoffentlich vorwiegend lichte Empfindungen, die nach oben f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur wenige Seelen sind so rein, dass sie v\u00f6llig unbelastet \u00fcber triste, tr\u00fcbe oder dunkle Ebenen hinwegschreiten k\u00f6nnen und gleich in lichtere Ebenen kommen, die im Altertum z. B. &#8222;Elysium&#8220; genannt wurden. (Vom &#8222;geistigen Reich&#8220;, unserer eigentlichen Heimat, wusste man in der Antike nichts). Solches uraltes Wissen wurde leider von den Priestern der Monotheisten verdr\u00e4ngt, die von den riesigen Welten nichts wissen wollen, die zwischen Gott und der grobstofflichen Sch\u00f6pfung liegen, in der wir uns befinden. Daf\u00fcr drohen sie ihren Gl\u00e4ubigen mit der H\u00f6lle, die solchen unwissenden Priestern dem Anschein nach n\u00e4her steht, als lichtere Ebenen des Jenseits.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die stofflichen H\u00fcllen der Seelen wirken, sowohl in der Grob- wie in der Feinstofflichkeit,&nbsp;besonders zwei Sch\u00f6pfungsgesetze:<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Das Gesetz der Schwere<\/em><\/strong><em>:<\/em><br>Dieses wirkt besonders in der Stofflichkeit. Je nach ihrer Beschaffenheit schwebt die Seele nach oben, in etwas lichtere Gefielde, oder sie sinkt nach unten in dunkle Ebenen. Seelen gleicher Schwere landen auf Ebenen gleicher H\u00f6he oder gleicher Dichte.<br>Unter \u201eSchwere\u201c ist die Beschaffenheit der Seele zu verstehen. Ist sie mit dunklen, \u201eschweren\u201c oder mit lichten, \u201eleichten\u201c Empfindungen umgeben, oder von abzul\u00f6sendem Karma oder H\u00e4ngen belastet.<br>Die Alten \u00c4gypter haben in einer symbolischen Darstellung das \u201eHerz\u201c des Abgeschiedenen von Gottheiten wiegen lassen. Damit lagen sie nicht so ganz falsch. Denn mit dem \u201eHerz\u201c ist wohl das Sonnengeflecht gemeint, \u00fcber das die Empfindung des Geistes zu uns spricht, und damit in letzter Konsequenz das Innenleben, auf das es in erster Linie ankommt. Und die \u201eGottheiten\u201c der \u00c4gypter repr\u00e4sentierten das Wirken der Sch\u00f6pfungsgesetze. <\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Das Gesetz der Anziehung der Gleichart<\/em>:<br><\/strong>Gleichzeitig wirkt auch dieses Gesetz und f\u00fchrt gleichartige Seelen auf den entsprechenden Ebenen zusammen.<br>Anziehend wirken vor allem auch die H\u00e4nge: Alkoholiker, Fanatiker, Feinschmecker, Geizige, Gewaltt\u00e4tige, Hassende, Raucher, Rauschgifts\u00fcchtige, Sexbesessene, Spiels\u00fcchtige, Sportfans, W\u00fctende usw. finden sich zusammen und machen es sich gegenseitig mehr oder weniger schwer.<br>In tieferen Ebenen kann es sehr unangenehm werden. Hier treffen zum Beispiel wilde Schl\u00e4ger auf einander und pr\u00fcgeln sich, bis sie ersch\u00f6pft umfallen, um dann nach einer Erholungspause von neuem anzufangen.<br>Es kann dauern, bis die Seelen in dunklen Niederungen erkennen, dass sie nicht in dem von den Kirchen versprochenen Paradies gelandet sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Verstand, auf den wir auf der Erde fast ausschlie\u00dflich geh\u00f6rt haben, mit ihm das Gef\u00fchl und sein angelerntes Wissen, sind mit dem Gehirn erloschen. Nun fehlen manche Hemmungen des Verstandes, wie auch seine Situationsanalysen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Seelen schwingen ganz im auf Erden vernachl\u00e4ssigten Empfinden und leben ihre Empfindungen&nbsp; ungehemmt aus. L\u00e4sst sich eine Seele von negativen Empfindungen erfassen, so st\u00fcrzt sie in eine tiefere Ebene &#8211; der entsprechenden Schwere und ihrer Gleichart gem\u00e4\u00df &#8211; ab. Dabei verengt sich auch ihr Horizont. Der R\u00fcckweg kann dann Kraft und Zeit kosten. Es besteht sogar die Gefahr, dass es weiter abw\u00e4rts geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Erwacht in einer Seele die Erkenntnis, der tiefe Wunsch nach Besserung und Gutmachung, und die dem\u00fctige Bitte um Hilfe, kann diese Seele auch aus einer dunklen Ebene herausgeleitet werden. Sie kommt dann in eine etwas lichtere Umgebung, in der sie weiter lernen und gutmachen darf, um schlie\u00dflich erneut auf der Erde inkarniert zu werden. Das kann ein langer, schwieriger Weg werden, und die Zeit kann knapp werden. Denn anders als Buddhisten lehren, steht uns keine Unendlichkeit, sondern nur eine begrenzte, inzwischen schon knapp gewordene Zeit f\u00fcr unseren Entwicklungsgang zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Karma entsteht den Seelen beim Ausleben ihrer H\u00e4nge in niederen Ebenen nicht. Denn sie schaden ja nur Gleichartigen, lassen sich gegenseitig das Falsche ihres niederen Wollens erleben, um zu einer besseren Einsicht zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine reichlich gro\u00dfe Ebene d\u00fcrfte die Fu\u00dfballebene sein, in der Spieler und Fans ihrer Leidenschaft hemmungslos fr\u00f6nen. Sind diese nicht sehr mit Karma belastet, k\u00f6nnen sie das Ganze recht unterhaltsam finden. Sie wissen ja nicht, dass sie nur Zeit vergeuden, die ihnen hoffentlich nicht in der  Zukunft fehlt.<br>In den beweglicheren, feineren Stofflichkeiten geht vieles schneller als auf Erden, und die dortigen Fu\u00dfballmannschaften w\u00fcrden den irdischen Weltmeister spielend schlagen \u2013 wenn denn die beiden Welten aufeinandertreffen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Mir pers\u00f6nlich wird es nicht erspart bleiben, die Fechter-Ebene zu durchschreiten. Dort darf ich mich dann nicht aufhalten lassen. Auch nicht, wenn ich alte Freunde und Partner treffe und so schnell und elegant gefochten wird, wie ich es auf Erden nie erleben konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber auch lichtstrebende Seelen treffen sich auf Ebenen, die ihrem Wollen und ihrer Gleichart entsprechen. Sie ermuntern und helfen sich gegenseitig beim Abarbeiten der noch f\u00e4lligen L\u00e4uterungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese transzendenten Ebenen der Grob- wie der Feinstofflichkeit bestehen aus Landschaften:<br>Bergen, Fl\u00fcssen, Meeren, Seen, T\u00e4lern, W\u00e4ldern, Wiesen usw.; aber auch D\u00f6rfern und St\u00e4dten unterschiedlichster Art. Hell und freundlich in lichteren Ebenen, absto\u00dfend und h\u00e4sslich in den dunklen Niederungen, in die man selbst hoffentlich nicht hineingezogen wird.<br>In niederen Ebenen kann man in halb oder ganz dunklen Sand- oder Felsw\u00fcsten landen. Dann ist man&nbsp; immer noch besser dran als Seelen, die bis zur Brust im Schlamm stecken, der aus von ihnen selbst und Gleichartigen geschaffenen h\u00e4sslichen Gedanken- oder Empfindungsformen erstand. Sich von da unten herauszuarbeiten kann dauern, schwierig sein, und die Zeit kann knapp werden.<br>Von dem Schicksal von Menschengeistern, die eine besonders schwere Schuld auf sich geladen, vielen Anderen schwer geschadet und entsprechend viel gutzumachen haben, nicht zu reden.<\/p>\n\n\n\n<p>Sehr Vielen wird zu sp\u00e4t die Bedeutung des Wortes von Abd-ru-shin bewusst:<br><em>\u201eHaltet den Herd Eures Wollens und Eurer Gedanken rein. Ihr stiftet damit Frieden und seid gl\u00fccklich.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Irdische Ausbildung, Titel, Verdienste, Anerkennungen und Auszeichnungen haben, ebenso wie die Dogmen der irdischen Religionen oder Konfessionen, im Jenseits ihre Bedeutung weitgehend verloren. Keine anerkannte Religionsgemeinschaft schwingt voll und ganz im Gotteswillen und kann&nbsp; ihren Bekennern einen sicheren Aufstieg im Jenseits garantieren.<br>Allerdings k\u00f6nnen auf Erden tief verinnerlichte materialistische Fehleinsch\u00e4tzungen und esoterische oder religi\u00f6se Irrlehren die Seele auch im Jenseits noch schwer belasten und ihr den Aufstieg sehr erschweren.<br>Die wenigsten Prediger und Priester scheinen zu wissen, welche Verantwortung sie \u00fcbernehmen, wenn sie uralte Irrlehren von Generation zu Generation weitertragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie schon gesagt, z\u00e4hlt dr\u00fcben allein die wahre, die innere Qualit\u00e4t, die im Weben der &nbsp;Sch\u00f6pfungsgesetze unausweichlich aufgedeckt wird. Und allm\u00e4chtige Sch\u00f6pferkr\u00e4fte sorgen f\u00fcr den gesetzm\u00e4\u00dfigen Ausgleich. Jede Seele trifft ihre, aufs Feinste abgewogene Wechselwirkung entsprechend ihrem wahren Wollen und ihren Taten \u2013 schon hier auf Erden, in der Feinen Grobstofflichkeit, oder in der Feinstofflichen Welt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Weg des Menschengeistes durch die Nachsch\u00f6pfung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie schon in \u201eFr\u00fcher war alles besser\u201c angedeutet, muss der unbewusst aus dem Geistigen Reich ausgehende Geistkeim die Nachsch\u00f6pfung (Fein- und Grobstofflichkeit) durchwandern, um sich dabei zum vollbewussten, reifen Geist zu entwickeln. Er muss, den Sch\u00f6pfungsgesetzen entsprechend, die stoffliche Sch\u00f6pfung erleben, um sie zu verstehen. Dabei entwickelt er sich vom Unbewussten zum Bewussten und Sichselbstbewussten.<br>Bei dieser Weltenwanderung tr\u00e4gt der Geist, also der eigentliche Mensch, auf Erden insgesamt sieben H\u00fcllen, die er &#8211; als Mittel zum Zweck &#8211; nacheinander anlegen musste. Jede dieser H\u00fcllen ist gleichbedeutend mit einem K\u00f6rper. Jede H\u00fclle bietet der Seele (dem Geist mit H\u00fcllen) in den jeweiligen Ebenen der Nachsch\u00f6pfung Schutz und erm\u00f6glicht ein Wirken nach au\u00dfen. Bei ihrem Aufstieg legt die Seele diese H\u00fcllen nach und nach ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Urspr\u00fcnglich sollte es eine abwechslungsreiche, fr\u00f6hliche Wanderung werden, mit laufend neuen Eindr\u00fccken: Beginnend als unbewusster Geistkeim im Wesenhaften Ring, dann durch die Feine, Mittlere und Grobe Feinstofflichkeit, sowie die Feine und Mittlere Grobstofflichkeit bis in die Grobe Grobstofflicht unserer Erde als End- und Wendepunkt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Die Erde ist etwas Besonderes:<\/em><\/strong><br>Auf unserer grobstofflichen Erde k\u00f6nnen \u2013 durch den Erdenk\u00f6rper, als \u00e4u\u00dferste und dichteste der sieben H\u00fcllen gesch\u00fctzt \u2013 Menschengeister ganz verschiedener Reifegrade auf einander treffen, die auf anderen Ebenen, durch die Gesetze der Schwere und der Gleichart, streng getrennt bleiben m\u00fcssten.&nbsp;<br>So k\u00f6nnen auch Geschaffene oder Urgeschaffene aus h\u00f6heren Ebenen, sogar Gottess\u00f6hne, inkarniert werden, um als Wegbereiter, Propheten oder Lichtgesandte den sich entwickelnden Menschengeistern Vorbild und Hilfe zu bieten.<br>Diese Unterschiede in der Geistesart der Erdenmenschen sollen ein besonderes Erleben bringen, mit starken Entwicklungsanst\u00f6\u00dfen f\u00fcr den Aufstieg. Die Seele soll ja von der Erde, als unterstem Punkt der Seelenreise, in das Geistige Reich zur\u00fcckkehren. <br>Die Erdenmenschen sind also sehr verschieden und alle Versuche k\u00fcnstlicher Gleichmacherei m\u00fcssen an Sch\u00f6pfungstatschaden scheitern.<\/p>\n\n\n\n<p>Dunklere Ebenen, landl\u00e4ufig als \u201eFegefeuer\u201c oder \u201eH\u00f6lle\u201c bezeichnet, die tiefer liegen als unser Erdenplan, muss ein Menschengeist zu seiner Reifung nicht kennen lernen. Da hinein geraten kann man schnell, z. B. durch hartn\u00e4ckige&nbsp;B\u00f6swilligkeit. Der Weg zur\u00fcck,&nbsp;der entsprechend dem Gesetz des Ausgleichs Gutmachung fordert, wird aber zeitraubend und m\u00fchsam werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Um gleich einem verbreiteten Missverst\u00e4ndnis vorzubeugen: <strong><em>Alles \u00dcble, auch die H\u00f6lle, ist ein Werk der Menschen. Von Gott geht nur Gutes aus; Liebe und F\u00f6rderung.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Das Versagen der Menschheit:<\/em><br><\/strong>Leider ist auf dem f\u00fcr den Menschengeist vorgesehenen Entwicklungsweg eine Katastrophe eingetreten:<br>Auf der Erde entdeckten die Menschen die M\u00f6glichkeiten des Erdverstandes zur Durchdringung des rein Irdischen. Sie lie\u00dfen sich von dessen M\u00f6glichkeiten faszinieren, wurden eitel, ichbezogen und materialistisch. Sie verga\u00dfen, dass sie im Kern geistig sind und auf ihr Empfinden h\u00f6ren m\u00fcssen.<br>So wurden sie schlie\u00dflich im Laufe von Jahrtausenden in ihrem Selbstverst\u00e4ndnis zu \u201ePrimaten\u201c mit besonders hoch entwickelten Gehirnen, die durch ihr \u00fcberragendes Denkverm\u00f6gen aus der \u00fcbrigen Natur herausragen, und sich stolz \u201eVerstandesmenschen\u201c und \u201eMaterialisten\u201c nennen. <br>Also eine grundlegende Fehleinsch\u00e4tzung der Natur des Menschen, als nicht mehr als einem \u201eintelligenten Affen\u201c, von dem man kaum Altruismus, Empathie, Gottvertrauen, Menschlichkeit, geistiges Streben, Religiosit\u00e4t, erwarten kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer sich selbst zum Gehirntier stempelt, sich von Begier und D\u00fcnkelhaftigkeit leiten l\u00e4sst, sagt allem echten Menschentum ab, das nur in Vergeistigung liegen kann. Denn der Geist ist der eigentliche Mensch. Nur der Geist mit seinem Empfinden (dem &#8222;spirituellen Erleben&#8220;, nicht dem Bauchgef\u00fchl) kann Kontakte zu h\u00f6heren Kr\u00e4ften kn\u00fcpfen, zu \u00fcbergeordneten Einsichten gelangen, oder gar Gott erkennen.<br>Also ein erschreckender geistiger Abstieg der Erdenmenschheit und ein Versto\u00df gegen die grundlegende Sch\u00f6pfungsordnung, der nicht ohne drastische R\u00fcckwirkungen bleiben kann; auf der Erde und in der jenseitigen Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Ein solch dramatischer, tiefgehender Irrtum beeindruckt auch das Innenleben; er wird nach dem Ableben von den Seelen in die Anderswelt mitgenommen und fesselt sie an die Grobstofflichkeit, der ja der Verstand entstammt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Folgen dieser totalen \u00dcberbewertung des Verstandes wirken sich aus \u2013 im Dies- und im Jenseits \u2013 in f\u00fcr uns unvorstellbarer Weise. <\/p>\n\n\n\n<p>Unter der Verstandesherrschaft wird Unglaubliches Wirklichkeit.<br>Die Menschen fragen, &#8222;weshalb l\u00e4sst Gott das alles zu?&#8220;, anstatt zu erkennen, dass sie selbst es sind, die alle \u00dcbel schaffen unter denen sie leiden m\u00fcssen \u2013 hier auf Erden und erst recht nach dem Ableben in der jenseitigen Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine nachhaltige Besserung verlangt <strong>geistiges Erwachen<\/strong>!<br>Noch so gut gemeinte verstandesm\u00e4\u00dfige Ans\u00e4tze k\u00f6nnen nicht zu dauerhaften L\u00f6sungen f\u00fchren.<br>Denn erfolgreich und dauerhaft k\u00f6nnen nur Werke sein, die im Einklang mit alles umfassenden Sch\u00f6pfungsgesetzen schwingen, die dem reinen Verstandesdenken unzug\u00e4nglich sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Den gr\u00f6bsten und dichtesten, den irdischen Teil dieser Natur- oder Sch\u00f6pfungsgesetze erforschen wir im Rahmen der Naturwissenschaften und sind davon fasziniert. Doch in der Begeisterung \u00fcber die universelle G\u00fcltigkeit dieser Naturgesetze im sichtbaren Universum, \u00fcbersehen wir, dass entsprechende Gesetze auch das Geschehen in den unseren Augen verborgenen Ebenen regeln. Diese \u201egeistigen\u201c Gesetze bestimmen das Leben, unser Schicksal, im Diesseits wie im Jenseits.<br>Dem Erdverstand sind diese \u201eh\u00f6heren\u201c Gesetze fremd. Kopfsch\u00fcttelnd muss ein wissenschaftsgl\u00e4ubiger Verstandsmensch alles ablehnen, was \u201enicht wissenschaftlich bewiesen\u201c ist: H\u00f6here Einsichten, die Existenz jenseitiger Welten, Weiterleben nach dem Tod, mehrfache Erdenleben (Reinkarnation), das unvermeidliche Zusammenspiel von Karma und Schicksal, von Entscheidungsfreiheit und Verantwortung, usw.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesen wissenschaftsgl\u00e4ubigen Zweiflern und Gehirnakrobaten steht nach ihrem irdischen Ableben ein unangenehmes Erleben bevor! <br>Hoffentlich kommen sie dann bald zu einer realistischeren Einsicht! <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zur Gr\u00f6\u00dfe der Sch\u00f6pfung, der Bedeutung des Menschen<\/strong> <strong>und der Hilfe Gottes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da wir Menschen sehr zur Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung neigen, noch ein paar Worte zur Gr\u00f6\u00dfe der Sch\u00f6pfung, zur Bedeutung des Menschen und der Hilfe Gottes. <\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Nachsch\u00f6pfung ist der kleinste und unterste Teil der Sch\u00f6pfung. Der grobstoffliche Teil dieser Nachsch\u00f6pfung, mit der kleinen Erde, besteht aus <em>sieben<\/em> Weltenteilen, von denen <em>einer<\/em> unser riesiges Universum ist. Die dar\u00fcber liegenden Sch\u00f6pfungsteile sind alle deutlich gr\u00f6\u00dfer als die Grobstofflichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Will man die Bedeutung eines Menschengeistes im Vergleich zum Ganzen absch\u00e4tzen, so ist der Einzelmensch nicht viel mehr als ein Atom im Vergleich zum Universum. Dabei bleibt unber\u00fccksichtigt, dass ein Atom aus derselben Materie besteht wie das Universum. Das Menschengeistige dagegen ist anderer, schw\u00e4cherer Art als die Wesenheiten in den \u00fcber seinem Ausgangspunkt liegenden Ebenen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Menschen, die heute noch an Gott glauben, machen sich oft ein falsches Bild von der Hilfe Gottes. Sie meinen, dass Gott ihre Gebete erh\u00f6ren m\u00fcsse, wenn sie in selbst geschaffenen Problemen stecken und um Hilfe bitten. <br>Dabei sind vom Verstand ausgehende Gebete &#8211; ohne tiefes Empfinden &#8211; von vornherein aussichtslos. <br>Dass wir Menschen selbst auch Pflichten zu erf\u00fcllen haben und nicht nur r\u00fccksichtslos nehmen d\u00fcrfen, ist den Wenigsten bewusst.<br>Ein Mensch kommt aber vor allem dann in Schwierigkeiten, wenn er mit seinem Wollen und Tun nur auf irdische Erw\u00e4gungen baut und dabei unver\u00e4nderliche Sch\u00f6pfungsgesetze missachtet. Dann muss er die f\u00e4lligen R\u00fcckwirkungen ertragen und daraus lernen. &nbsp;<br>Denn der Menschengeist ist ein von Gott abh\u00e4ngiges Gesch\u00f6pf, das die Pflicht hat, die Gottgesetze richtig zu erfassen und danach zu leben. <br>Hilfe kann ihm nur werden, nachdem er seine Schw\u00e4chen erkannt und sich innerlich umgestellt hat! <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Literatur:<br><\/strong>(1) Abd-ru-shin, \u201eIm Lichte der Wahrheit\u201c, Gralsbotschaft. Verlag der Stiftung Gralsbotschaft, Stuttgart. &nbsp;(<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/buch-und-filmbesprechungen\/im-lichte-der-wahrheit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Buchbesprechung<\/a>).<br>(2) Thanatos TV. (Zum Thema<strong>\u201e<\/strong> Au\u00dferk\u00f6rperliche Erfahrung\u201c). <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Endnote:<\/strong><br>[1] Der Zeitgeist har sich leider nicht sehr positiv entwickelt, wie sich an Beispielen aus der Literatur und der Musik zeigen l\u00e4sst:<br>Zur Zeit der <em>Aufkl\u00e4rung<\/em> wollte man die tiefere Vernunft des Menschen, z.  T. sogar seinen Geist ansprechen. (Lessing &#8222;Nathan der Weise&#8220;. H\u00e4ndel &#8222;Messias&#8220;). <br>Die <em>Romantik<\/em> wendete sich dann mehr an das Gef\u00fchl. (Goethe &#8222;Werther&#8220;, Weber &#8222;Freisch\u00fctz&#8220;.)<br>Die (sexistische)<em> Moderne von heute<\/em> spricht Instinkt und Emotion an. (Irreale &#8222;Fantasy-Stories&#8220;. &#8222;Barbarische T\u00e4nze und wildes Geschrei&#8220; versetzen Tausende in Euphorie und Ekstase.)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anhang:<\/strong><br>Es gibt auch Romane die einigerma\u00dfen anschauliche Einblicke in das jenseitige Leben bieten. Man muss aber bedenken, dass jeder Menschengeist alles seiner Pers\u00f6nlichkeit entsprechend individuell erlebt, und die Schilderungen entsprechend verschieden sind. Auch k\u00f6nnen sich bei Aufnahmen aus dem Jenseits durch irdische Vision\u00e4re Missverst\u00e4ndnisse und Unklarheiten einschleichen.<br>Drei <strong>Empfehlungen<\/strong> w\u00e4ren:<br>(I) Franchezzo: \u201eEin Wanderer im Lande der Geister\u201c, Turm-Verlag, Bietigheim, 1961.<br>(II) Manfred Kyber: \u201eNachruhm\u201c. Aus \u201eGesammelte Tiergeschichten\u201c Christian Wegner Verlag, Hamburg. Hier im Anhang von &#8222;<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/okologie\/macht-euch-die-erde-untertan\/\">Macht euch die Erde untertan<\/a>&#8222;. <br>(III) Estelle Stead, &#8222;Die blaue Insel&#8220;, G. E. Schroeder, Garmisch-Partenkirchen, 1961.<\/p>\n\n\n\n<p>Lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/geschichte\/der-gewalttatige-mensch-opfer-seiner-entwicklung\/\" rel=\"sponsored nofollow\">&#8222;Der gewaltt\u00e4tige Mensch &#8211; Opfer seiner Entwicklung?&#8220;<\/a> und &#8222;<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/weshalb-last-gaott-das-alles-zu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Weshalb l\u00e4sst Gott das alles zu?<\/a>&#8222;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In \u201eFr\u00fcher war alles besser\u201c wird unter der \u00dcberschrift \u201eDer Mensch lebt nicht vom Brot allein\u201c kurz auf den Weg des Menschengeistigen in der Nachsch\u00f6pfung eingegangen.Nun wollen wir uns, in Anlehnung an die Gralsbotschaft &#8222;Im Lichte der Wahrheit&#8220; von Abd-ru-shin (1), die ersten Schritte eines Menschen nach seinem Ableben ansehen. 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