{"id":1313,"date":"2009-08-23T11:47:04","date_gmt":"2009-08-23T10:47:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/?page_id=1313"},"modified":"2025-10-20T12:26:03","modified_gmt":"2025-10-20T11:26:03","slug":"das-feuer-des-christentums","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/en\/history-of-religion\/the-fire-of-christianity\/","title":{"rendered":"The fire of Christianity"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie wurde aus einer kleinen j\u00fcdischen Glaubensgruppe die gr\u00f6\u00dfte Weltreligion?<\/strong><\/p>\n<p>Schon mehrmals habe ich mich gefragt, was Menschen in den ersten Jahrhunderten veranlasst haben mag, sich zum Christentum zu bekennen. Zwar hatten die griechischen und r\u00f6mischen G\u00f6tterkulte sehr an Ansehen verloren, doch gab es im Neuplatonismus oder in der Gnosis interessantere und intellektuell anspruchsvollere weltanschauliche Alternativen. (Vgl. &#8222;<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/merkwuerdige-geschichten\/gotter-und-orakel-ein-alter-hut\/\">G\u00f6tter und Orakel &#8211; ein alter Hut?<\/a>\u00a0unter &#8222;Merkw\u00fcrdige Geschichten&#8220;).<br \/>\nWarum sollte man damals Christ werden?<\/p>\n<blockquote><p><em>\u201eEs gibt die Ebene des Glaubens und es gibt die Ebene des Verstandes und der Erfahrung. Beide sind zu respektieren und beide haben ihre W\u00fcrde.&#8220;<br \/>\n<\/em><span style=\"font-size: revert;\">Thomas von Aquin (1225-1274)<\/span><\/p>\n<p><em>\u201eDie Religion ist der Ort, wo ein Volk sich die Definition dessen gibt, was es f\u00fcr das Wahre h\u00e4lt.&#8220;<br \/>\n<\/em><span style=\"font-size: revert;\">Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831)<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>In den ersten Jahrhunderten war der \u00dcbertritt in die christliche Religion keineswegs ohne Risiko. Im R\u00f6mischen Reich gab es einen gesetzlich verordneten Staatskult, den Christen nicht praktizieren wollten. Sie brachten nicht die f\u00fcr die G\u00f6tter und den Kaiser vorgeschrieben Opfer, verweigerten den Kriegsdienst, prophezeiten das Ende des R\u00f6mischen Reiches und erwiesen sich dadurch als Staatsfeinde.<\/p>\n<p>Kaum verwunderlich, dass die Christen im 2. und 3. Jahrhundert, als Barbaren das Reich von au\u00dfen bedrohten, als innere Feinde des Staates unter Pogromen und staatlichen Verfolgungen litten<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_edn1\" name=\"_ednref1\"><\/a>[i]. Doch gerade in den Zeiten der Verfolgung wuchsen die christlichen Gemeinden am schnellsten, nach dem Motto <em>\u201esanguis martyrum semen christianorum&#8220;<\/em> (das Blut der M\u00e4rtyrer ist der Samen der Christenheit)<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_edn2\" name=\"_ednref2\"><\/a>[ii].<\/p>\n<p>Worin also lag die mitrei\u00dfende Kraft der neuen Religion, die &#8211; trotz heftiger Widerst\u00e4nde &#8211; innerhalb weniger Jahrhunderte zu einer bestimmenden Kraft im R\u00f6mischen Weltreich wurde?<\/p>\n<p>Vielleicht findet sich in der Bibel eine Antwort.<\/p>\n<h5>Paulus auf dem Areopag<\/h5>\n<p>In Athen steht westlich der Akropolis der \u201eAresh\u00fcgel&#8220;, der Areopag. Hier tagte einst der Hohe Rat der Stadt und das H\u00f6chste Gericht. Auf dem Felsen, der sich hinter der Gerichtsst\u00e4tte erhebt, war nach altgriechischem Volksglauben der Sitz der Erinnyen, der gefl\u00fcgelten Racheg\u00f6ttinnen. Im ersten nachchristlichen Jahrhundert hatte Athen zwar seine politische Bedeutung verloren, war aber noch immer eine der angesehendsten St\u00e4dte der abendl\u00e4ndischen Welt. Jeder B\u00fcrger des R\u00f6mischen Weltreiches hatte von dieser Stadt geh\u00f6rt, und viele konnten sich von ihren Tempeln, Stra\u00dfen und Pl\u00e4tzen ein Bild machen.<\/p>\n<p>Der Areopag scheint <em>Lukas<\/em>, dem Verfasser der Apostelgeschichte, als der geeignete Platz f\u00fcr die erste \u00fcberlieferte Auseinandersetzung zwischen der zeitgen\u00f6ssischen Philosophie und der neuen Erl\u00f6sungslehre.<\/p>\n<p>Folgen wir der Apostelgeschichte (Apg. 17,19-34), dann predigte um 54<em> Paulus<\/em> auf dem Areopag. Einige seiner H\u00f6rer lie\u00dfen sich \u00fcberzeugen und wurden zu Christen.<\/p>\n<p><em>Paulus<\/em> ging von der damals verbreiteten G\u00f6tterverehrung aus und erw\u00e4hnte einen dem \u201eunbekannten Gott&#8220; geweihten Altar. Von diesem unbekannten, allgegenw\u00e4rtigen Gott wolle er k\u00fcnden. Denn die Menschen sollten nicht l\u00e4nger durch menschliche Kunst geschaffene Bildnisse anbeten, sondern den Einen, den von einem Mann aus Galil\u00e4a gek\u00fcndeten, Gott verehren. Dann sprach<em> Paulus<\/em> von dem kommenden Weltgericht und der Auferstehung der Toten. <em>\u201eAls sie von der Auferstehung der Toten h\u00f6rten, begannen die einen zu spotten; die anderen aber sprachen: Wir wollen dich dar\u00fcber ein andermal weiter h\u00f6ren.&#8220;<\/em> (Apg. 17,32).<\/p>\n<p>Religionswissenschaftler bezweifeln, dass die Areopag-Rede in der in der Bibel \u00fcberlieferten Form von <em>Paulus<\/em> gehalten wurde. Denn diese Rede ist ihrer Zeit um Jahrzehnte voraus. Sie vertritt eine mildere Richtung des j\u00fcdisch-hellenistischen Christentums als sie uns in den Paulus-Briefen begegnet. Doch das muss uns nicht weiter besch\u00e4ftigen. Denn uns interessieren weniger die verschiedenen &#8211; untereinander teilweise heftig zerstrittenen &#8211; Zweige des fr\u00fchen Christentums<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_edn3\" name=\"_ednref3\"><\/a>[iii], als vielmehr die Auseinandersetzungen zwischen der antiken Philosophie und der christlichen Lehre. Noch Jahrhunderte lang mussten Apologeten<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_edn4\" name=\"_ednref4\"><\/a>[iv] ihre christliche Religion gegen zahlreiche Gegenargumente von Heiden, Neuplatonikern und Gnostikern verteidigen.<\/p>\n<h5>Wie glaubten die Menschen vor Jesus?<\/h5>\n<p>Seit dem 6. vorchristlichen Jahrhundert hatten von Asien bis in den Mittelmeerraum viele Religionen eine so\u00a0tiefgreifende Wandlung erfahren, dass man von reformatorischen Bewegungen sprechen kann. Aus dieser Zeit stammt vieles, das unsere Lebenseinstellung bis heute beeinflusst: Eine Ent-Konkretisierung der religi\u00f6sen Haltung. Die Zur\u00fcckdr\u00e4ngung des Bildhaften gegen\u00fcber dem Begrifflichen und Abstrakten, als Voraussetzung f\u00fcr reine Logik und Wissenschaft. Eine h\u00f6here Wertung des Individuums. Die G\u00f6tter (oder Gott) sind keine National- oder Stammesg\u00f6tter mehr, die unter den Menschen wohnen, sondern werden in himmlische Fernen entr\u00fcckt. (6).<\/p>\n<p>Verbreitet war auch eine \u00e4ngstliche Nachdenklichkeit \u00fcber das Leben nach dem Tod, die Hoffnung auf Erl\u00f6sung, und die Erwartung einer Erl\u00f6sergestalt als Mittler zwischen Gott und den Menschen. War die abendl\u00e4ndische Welt vorbereitet auf das Erscheinen eines Gottgesandten?<\/p>\n<p>Auch die klassische Philosophie stellte \u00fcberkommene Vorstellungen in Frage. Es muss vielen Menschen bewusst geworden sein, dass Orakeldeutungen, Opfer, Gebete, Rituale, Beschw\u00f6rungen nicht ausreichen, und dass ein anderer, ein neuer Weg zur Erkenntnis der Gottheit gesucht werden muss. Das zeigt sich beispielhaft im Schock des<em> Gilgamesch<\/em>, als er sich der Endlichkeit seiner irdischen Existenz bewusst wird (<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/religionen-der-antike-iii-die-suche-nach-der-unsterblichkeit\/\">&#8222;Die Suche nach der Unsterblichkeit&#8220;<\/a>). Die Alten \u00c4gypter (<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/leben-fuer-den-tod\/\">\u201eLeben f\u00fcr den Tod?&#8220;<\/a>), die Religionen Buddhas (<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/auf-den-pfaden-des-erleuchteten\/\">\u201eAuf den Pfaden des Erleuchteten&#8220;<\/a>) und Zarathustras (<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/ein-persischer-wahrheitsbringer\/\">\u201eEin persischer Wahrheitsbringer&#8220;<\/a>), der Mithraskult (<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/das-mithras-mysterium\/\">\u201eDas Mithras-Mysterium&#8220;<\/a>), die Mysterien und die Gnosis (<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/der-grosste-aller-ketzer\/\">\u201eDer gr\u00f6\u00dfte aller Ketzer&#8220;<\/a>), sie alle suchten Befreiung und Erl\u00f6sung, die keiner der \u00fcberkommen Kulte zu versprechen wusste.<\/p>\n<p>Die klassischen Religionen der Griechen und R\u00f6mer konzentrierten sich auf ihre Kultaus\u00fcbung. Sie befassten sich kaum mit einem Jenseits, hatten nur vage Vorstellungen vom \u201eHades&#8220; (Schattenreich), und konnten kein erfreuliches Leben nach dem Tod in Aussicht stellen[v].<\/p>\n<p>Auch die altj\u00fcdische Religion wei\u00df wenig von einem paradiesischen nachtodlichen Sein <em>\u201ein Abrahams Scho\u00df&#8220;<\/em> (Luk. 16,22), droht aber um so mehr mit der H\u00f6lle<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_edn6\" name=\"_ednref6\"><\/a>[vi]. Die Jenseits-Beschreibungen des Alten Testamentes sind durchweg h\u00f6chst unerfreulich<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_edn7\" name=\"_ednref7\"><\/a>[vii].<\/p>\n<p>Zu Beginn des ersten Jahrhunderts waren die Alten Juden in mehrere Gruppen zersplittert, die sich gegenseitig anfeindeten. Sie hofften auf den Messias als Befreier des Volkes (nicht des Einzelnen), der die R\u00f6mer aus dem Land jagen w\u00fcrde. Bis zu dessen Erscheinen hatten sie viele, komplizierte Regeln zu befolgen<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_edn8\" name=\"_ednref8\"><\/a>[viii]. Eine erstarrte j\u00fcdische Priesterkaste verteidigte eifers\u00fcchtig ihre Privilegien und wachte streng \u00fcber die \u00e4u\u00dferen Formen eines Kultes, dem der geistige Inhalt abhanden gekommen war. Daher die zerst\u00f6rerische Furcht des Sanhedrin<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_edn9\" name=\"_ednref9\"><\/a>[ix] vor dem Erfolg der lebendigen Lehre Jesu.<\/p>\n<h5>Die Befreiung aus dem Aberglauben<\/h5>\n<p>Im Alten Rom tummelten sich zur Zeitenwende alle m\u00f6glichen &#8211; mehr oder weniger abergl\u00e4ubischen &#8211; Lehren, Kulte, Philosophien, Religionen, Mysterien aus Europa und dem Orient. Wer sich darin zurechtfinden wollte, hatte es nicht leicht.<\/p>\n<p>In dieser Zeit der inneren Unsicherheit verk\u00fcndeten charismatische Prediger der Heiden-Mission &#8211; voran <em>Paulus<\/em> &#8211; etwas Neues:<br \/>\n<em>Die Erl\u00f6sung durch den Glauben an Jesus Christus und dessen Erl\u00f6sungstat f\u00fcr alle<\/em>.<\/p>\n<p>Keine G\u00f6tzenanbetung. Keine spitzfindigen philosophischen Behauptungen. Kein Wust von Vorschriften, die kaum einer alle befolgen kann. Keine Opfer f\u00fcr die vielen G\u00f6tter, denen fragw\u00fcrdige Verhaltensweisen unterstellt wurden. Keine Beschneidung und keine komplizierten Essens- und Hygieneregeln. Keine rassistischen Vorurteile, die Gottes Hilfe auf ein Volk oder einen Stamm beschr\u00e4nken. Keine engstirnige Priesterschaft, die sich im alleinigen Besitz der Wahrheit w\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Sondern schlicht und einfach den Glauben an den Gott der Liebe und des Lichtes, von dem nur Gutes ausgeht und der verzeiht. Dann N\u00e4chstenliebe (<em>\u201eDu sollst deinen N\u00e4chsten lieben wie dich selbst&#8220;<\/em>; Matth. 19,19), und die durch den Glauben bewirkte innere Wandlung (<em>\u201eDas Reich Gottes ist inwendig in euch&#8220;<\/em>; Luk. 17,21). Dazu als besonderen Kick die <em>Jesus<\/em> zugeschriebenen Wunder, und vor allem <em>die nahe bevorstehende Endzeit mit dem Weltgericht<\/em> (<em>Paulus<\/em> rechnete mit der Wiederkunft Christi noch zu seinen Lebzeiten, 1.Thess. 4,15-18).<\/p>\n<p>War das ein \u00fcberzeugendes Programm?<\/p>\n<h5>Die Religion der Armen und Ungebildeten<\/h5>\n<p>Besonders in unsicheren, wirtschaftlich, politisch und milit\u00e4risch schwierigen Zeiten fanden sich neue Anh\u00e4nger des Christentums. Der neue Glaube ist jedem zug\u00e4nglich, unabh\u00e4ngig von Herkunft und Geschlecht; denn vor dem Christengott sind alle Menschen gleich, ob Kaiser oder Sklave. Ein revolution\u00e4res Konzept! Durch ein einfaches Glaubensbekenntnis wird man Christ, und der Empfang der Taufe verspricht die Erl\u00f6sung.<\/p>\n<p>So weit wir wissen, hat <em>Paulus<\/em> die Lehre von Jesus ver\u00e4ndert, und das altj\u00fcdische S\u00fcndenbock-Denken in seine Theologie eingebaut: Die Erl\u00f6sung durch den Kreuzestod (bzw. neuerdings durch das am Kreuz vergossene Blut<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_edn10\" name=\"_ednref10\"><\/a>[x]) von <em>Jesus<\/em>. Aber nur wer an den Gottessohn glaubt, kann an dieser Erl\u00f6sung teilhaben und von den Toten auferstehen.<\/p>\n<p>Und sp\u00e4testens hier, bei der (leiblichen)<em> \u201eAuferstehung der Toten&#8220;<\/em> sind wohl schon zu <em>Paulus<\/em>&#8218; Zeiten christliche Verk\u00fcndigung und heidnische Philosophie kollidiert. F\u00fcr philosophisch geschulte Denker war damals eine <em>\u201eAuferstehung im Fleische&#8220;<\/em> ebenso unannehmbar wie heute f\u00fcr Naturwissenschaftler. Der Dialog war zu Ende.<\/p>\n<p>Ein weiterer Stolperstein war die bis heute strittige Frage, ob allein der Glaube erl\u00f6st, oder &#8211; wie z. B. Gnostiker lehrten &#8211; auch die entsprechenden guten Werke unerl\u00e4sslich sind. (Vgl. &#8222;<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/die-ersten-schritte-in-der-anderswelt\/\">Die ersten Schritte in der Anderswel<\/a>t&#8220;)<\/p>\n<p>Im europ\u00e4ischen Kulturraum der ersten Jahrhunderte kannte man durchaus das Konzept eines Sch\u00f6pfergottes, der die Welt von einem paradiesischen Himmelreich aus lenkt. Doch in der griechisch-r\u00f6mischen Philosophie ist die Vernunft das wichtigste Mittel, um Gott, die Welt und den Menschen zu erkennen. Daher konnte die christliche Mission, in der Wunder das Argument, die Prophetie den Beweis, und das M\u00e4rtyrertum die Philosophie ersetzen, bei gebildeten Zeitgenossen kaum Anklang finden.<\/p>\n<p>So gingen sendungsbewusste Missionare den \u201eIntellektuellen&#8220;, den philosophisch Gebildeten, lieber aus dem Weg und wendeten sich an die Masse der Armen und Unterdr\u00fcckten: An das st\u00e4dtische Proletariat, landlose Bauern, entlassene Soldaten, freigelassene Sklaven. Diese Zielgruppe l\u00e4sst sich bis heute in der christlichen Verk\u00fcndigung erkennen, und in der Bibel werden die Apostel und die ersten Christen als ungelehrte, einfache Menschen beschrieben. (Apg. 4,13 und 1. Kor. 1,26-29).<\/p>\n<p>Je schwieriger die Zeiten, desto schneller wuchs die neue Volksreligion. Schlie\u00dflich waren die Christen so zahlreich<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_edn11\" name=\"_ednref11\"><\/a>[xi] geworden, dass sich <em>Kaiser Konstantin I.<\/em> (280-337) im B\u00fcrgerkrieg &#8211; wohl aus politischen Motiven &#8211; ihrer Unterst\u00fctzung versicherte und im \u201eToleranzedikt&#8220; von 313 jedem Staatsb\u00fcrger die freie Wahl der Religion gew\u00e4hrte<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_edn12\" name=\"_ednref12\"><\/a>[xii].<\/p>\n<h5><strong>Das Absurde und die christlichen Grundwerte <\/strong><\/h5>\n<p>Anscheinend haben sich die Menschen seit <em>Paulus&#8216;<\/em> Zeiten nicht sehr ge\u00e4ndert. Damals wie heute verlangen Religionen, dass auch das Unlogische, allen Erfahrungen Widersprechende, geglaubt wird. Und damals wie heute gibt es Gl\u00e4ubige, die religi\u00f6se Lehren anscheinend gerade wegen ihrer Absurdit\u00e4t akzeptieren.<\/p>\n<p>Die Schwerpunkte haben sich allerdings verlagert. Waren es zu <em>Paulus&#8216;<\/em> Zeiten Philosophen, so sind es heute Naturwissenschaftler, die den Theologen unangenehme Fragen stellen. Die antike Philosophie war spekulativ, sie bot kaum mehr als Gedankengeb\u00e4ude, die wenig Beweiskraft besa\u00dfen. Anders die modernen Naturwissenschaften. Diese k\u00f6nnen in weitem Umfang zeigen, dass ihre Theorien nicht nur gedachte Annahmen sind, sondern dass sie sich praktisch bew\u00e4hren.<\/p>\n<p>Es hilft wenig, wenn man alles mit naturwissenschaftlichen Methoden Erfahrbare als blo\u00dfe \u201eTats\u00e4chlichkeiten&#8220; abtut; denn die hochgelobten \u201ereligi\u00f6sen Wahrheiten&#8220; haben in der Praxis, bei der Hebung der Menschheit und ihrer Kultur, oft genug versagt. F\u00fcr einen aufgekl\u00e4rten Wissenschaftler bleibt daher unerkl\u00e4rlich, warum sich Kirchen und sonstige Religionsgemeinschaften &#8211; oft noch immer in naturgesetzwidrige Vorstellungen verstrickt &#8211; bis heute halten, sogar neue Anh\u00e4nger gewinnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wenn wir heute von \u201echristlichen Grundwerten&#8220; sprechen, dann meinen wir vor allem die Ideen der Philosophie der Aufkl\u00e4rung. Diese Ideen sind wohl im christlichen Umfeld entstanden, unter dem Einfluss der Lehren Jesu und der antiken wie der neuzeitlichen Philosophie. Die Leits\u00e4tze der Aufkl\u00e4rung wurden aber gerade von den Kirchen lange erbittert bek\u00e4mpft: Menschenrechte, Religionsfreiheit, b\u00fcrgerliche Freiheiten, Trennung von Kirche und Staat, Gewaltenteilung, Gleichheit vor dem Gesetz, Demokratie, Zivilehe usw.<\/p>\n<p>Die Konfessionen aller Spielarten sind in ihrem Streben nach irdischer Macht weitgehend gescheitert, aber<strong>\u00a0die echte Religiosit\u00e4t lebt!<\/strong><\/p>\n<h5>Das \u00fcber allem stehende Wort Jesu<\/h5>\n<p>\u00dcber allen unseren kleinlichen Diskussionen &#8211; weit \u00fcber Wissenschaft, Philosophie, Kunst, Glaubensbekenntnissen, konfessionellen Vorschriften, Wunderglauben, kirchlichem Machtanspruch, Streit der Parteien, \u00f6konomischen Dogmen &#8211; stehen gro\u00dfe religi\u00f6se Ideen, deren Wahrheit von vielen Menschen empfunden wird.<\/p>\n<p>Es wirkte und wirkt auch die Ausstrahlung der Pers\u00f6nlichkeit von <em>Jesus<\/em>, mit seinem unerh\u00f6rten Sendungsbewusstsein, und seiner nach zwei Jahrtausenden kaum geschw\u00e4chten Anziehungskraft. Auch die vielen, nach der Zeitenwende im Abendland neu aufgetauchten Religionen standen unvermeidlich &#8211; mehr oder weniger &#8211; unter dem Einfluss christlicher Ideen. Selbst im Koran wird<em> Jesus<\/em> eine wichtige Rolle zugewiesen.<\/p>\n<p>Pers\u00f6nlich hat der Prophet aus Nazareth so gut wie nichts direkt Greifbares hinterlassen. Schriftliche Dokumente \u00fcber seine Lehre und sein Wirken gibt es nur aus zweiter und dritter Hand. Vieles davon wurde aus theologischen Gr\u00fcnden verf\u00e4lscht und ist mit guten Gr\u00fcnden ebenso anfechtbar wie die <em>Jesus<\/em> und den ersten Aposteln zugeschriebenen Wunder.<\/p>\n<p>Doch im h\u00f6heren, im geistigen Raum scheint die strahlende Kraft seiner K\u00fcndungen, die alles bezwingende Wucht seines Wortes ungebrochen. Wer einen Hauch seines Geistes versp\u00fcrt, der glaubt, dass <em>Jesus<\/em> ein Lichtgesandter war. Damit ersteht dann auch eine schwache Ahnung von der ewigen Gr\u00f6\u00dfe Seines Vaters und dessen gewaltiger Sch\u00f6pfung mit ihren heiligen Gesetzen. Dann schwinden auch Zweifel wie Nebel vor der durchbrechenden Sonne, und irdische Probleme erhalten den ihnen gem\u00e4\u00dfen Stellenwert.<\/p>\n<p>Konnten fr\u00fchchristliche Missionare dieses Erleben weitergeben, das Empfinden der von <em>Jesus<\/em> vermittelten Ewigkeitswerte erwecken? Entstand auf dieser Basis eine spirituelle Begeisterung, die Viele sogar das Martyrium auf sich nehmen lie\u00df? Ergaben sich seelische Erfahrungen, die wir nicht mehr nacherleben k\u00f6nnen, weil es Predigern wie H\u00f6rern an \u201eGlauben&#8220;, also an innerer Offenheit und geistiger Qualit\u00e4t mangelt?<\/p>\n<p>Der Weg zur\u00fcck zum Urchristentum, das nicht frei von Irrtum war, ist uns verbaut. Auch die Predigten der ersten Apostel &#8211; selbst wenn diese korrekt \u00fcberliefert w\u00e4ren &#8211; k\u00f6nnten uns heute in der damaligen Form kaum viel sagen. Denn auch Offenbarungen m\u00fcssen ihre Formen der Zeit anpassen. Die Verk\u00fcndigung muss in einer Weise erfolgen, die dem sich wandelnden Umfeld und dem zeitgebundenen Verst\u00e4ndnis der H\u00f6rer Rechnung tr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Also k\u00f6nnen wir nur nach vorne blicken und versuchen, die Hindernisse zu finden, die uns von der zu allen Zeiten m\u00f6glichen religi\u00f6sen Erfahrung trennen. Dieses Ziel ist keine R\u00fcckkehr zu unzeitgem\u00e4\u00dfem Aberglauben, an dem viele Religionsgemeinschaften kranken. Kein R\u00fcckfall ins mystische Weltbild. Keine Verteufelung der Naturwissenschaften. Kein Dogmatismus und keine Schw\u00e4rmerei. Sondern ein selbstbestimmter, befreiender Schritt des sichselbstbewussten Menschen.<\/p>\n<p>Lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/der-blick-uber-die-schwelle\/\">&#8222;Der Blick \u00fcber die Schwelle&#8220;,<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/merkwuerdige-geschichten\/gotter-und-orakel-ein-alter-hut\/\">&#8222;G\u00f6tter und Orakel &#8211; ein alter Hut?&#8220;<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/zur-verbreitung-des-christentums-und-der-ausbreitung-des-islam\/\">&#8222;Zur Verbreitung des Christentums und der Ausbreitung des Islam&#8220;<\/a> unter &#8222;Religionsgeschichte&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Literatur:<br \/>\n<\/strong>(1) Drehsen Volker u. a., W\u00f6rterbuch des Christentums, Orbis, M\u00fcnchen, 1995.<br \/>\n(2) Hagl Siegfried, Spreu und Weizen, Gralsverlag, Eggersdorf, 2003.<br \/>\n(3) Langbein Walter-J\u00f6rg, Die Geheimnisse der sieben Weltreligionen, R\u00fctten &amp; Loening, Berlin, 2005.<br \/>\n(4) Minois George, Die H\u00f6lle, Diederichs, M\u00fcnchen, 1984.<br \/>\n(5) Pleticha Heinrich, Panorama der Weltgeschichte Bd.1, Bertelsmann, G\u00fctersloh, 2002.<br \/>\n(6) Randa Alexander, Handbuch der Weltgeschichte, Walter, Olten, 1954.<br \/>\n(7) Strohm Leo, 2000 Jahre Christentum, Pattloch, M\u00fcnchen, 2000.<br \/>\n<strong><a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_ednref1\" name=\"_edn1\"><\/a>Endnoten:<br \/>\n<\/strong>[i]Im 1. Jahrhundert gab es zwar auch Verfolgungen, doch diese waren mehr sporadisch, nicht systematisch. (Vgl. &#8222;Kurz, knapp, kurios&#8220; Seite 282 &#8222;Eine klassische Verleumdung&#8220;).<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_ednref2\" name=\"_edn2\"><\/a>[ii] Ganz \u00e4hnlich denkt man im Islam. W\u00e4hrend des Krieges Irak\/Iran (1980-1988) sagte Ayatollah Khomeini (1900-1989): <em>\u201eDer Baum des Islam kann nur wachsen, wenn er st\u00e4ndig mit dem Blut der M\u00e4rtyrer getr\u00e4nkt wird.&#8220;<br \/>\n<\/em><a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_ednref3\" name=\"_edn3\"><\/a>[iii] Bald nach der Kreuzigung spaltete sich das Christentum. Die Jerusalemer Gemeinde, mit den ersten Aposteln und Verwandten von <em>Jesus<\/em>, wollte am j\u00fcdischen Gesetz, z.B. an der Beschneidung, festhalten und die Botschaft Jesu nur Juden predigen. Eine griechisch sprechende Gruppe, mit <em>Stephanus<\/em> als Sprecher, bef\u00fcrwortete die Heiden-Mission und lehnte das altj\u00fcdische Gesetz ab. <em>Stephanus<\/em> wurde (um 33) der erste christliche M\u00e4rtyrer. Beim Apostelkonzil zu Jerusalem im Jahr 48 oder 49, das in der Apostelgeschichte (Apg. 15, 6-19) gesch\u00f6nt dargestellt wird, wurde zwischen Juden- und Heiden-Christen heftig dar\u00fcber gestritten. (Vgl. &#8222;<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/religionsgeschichte\/die-urchristlichen-gemeinden\/\">Die urchristlichen Gemeinden<\/a>&#8222;.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_ednref4\" name=\"_edn4\"><\/a>[iv] Apologeten sind Schriftsteller, besonders des 2. und 3. Jahrhunderts, die das Christentum verteidigten.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_ednref5\" name=\"_edn5\"><\/a>[v] <em>Hesiod<\/em> und <em>Homer<\/em> beschreiben den Hades als einen unheilvollen, dunklen, nebligen Ort. (4, S. 32).<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_ednref6\" name=\"_edn6\"><\/a>[vi] Das hebr\u00e4ische Wort \u201eScheol&#8220; (das Unwahrnehmbare)\u00a0 wird je nach Bibel\u00fcbersetzung entweder \u00fcbernommen (Neue-Welt-\u00dcbersetzung), oder als \u201eH\u00f6lle&#8220; (Luther), \u201eUnterwelt&#8220; (Einheits\u00fcbersetzung), \u201eTotenreich&#8220; (H. Menge) usw. \u00fcbersetzt.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_ednref7\" name=\"_edn7\"><\/a>[vii] Z. B. Hiob 10,22; 17,13-16; Jesaia 14,11.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_ednref8\" name=\"_edn8\"><\/a>[viii] Es gab 613 Ge- und Verbote (3, S. 37).<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_ednref9\" name=\"_edn9\"><\/a>[ix] Sanhedrin (Synedrium) = die h\u00f6chste j\u00fcdische Staatsbeh\u00f6rde. Sie bestand vor allem aus dem sadduz\u00e4ischen Priesteradel, der seine F\u00fchrungsrolle aus den B\u00fcchern Levitikus und Numeri ableitete.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_ednref10\" name=\"_edn10\"><\/a>[x] Anscheinend sind sich manche Theologen nicht mehr sicher, dass Jesus am Kreuz gestorben ist. So bauen sie ihre Theologie vorsorglich schon so um, dass diese auch dann Bestand hat, wenn sich herausstellen sollte, dass Jesus die Kreuzigung \u00fcberlebt hat. (Vgl. &#8222;Kurz, knapp, kurios&#8220; Seite 416 &#8222;Die geheimnisvollste aller Reliquien&#8220;).<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_ednref11\" name=\"_edn11\"><\/a>[xi] Im Westreich gab es damals etwa 5 % Christen, im Ostreich ca. 15 %.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/blank.htm#_ednref12\" name=\"_edn12\"><\/a>[xii] Zur Staatsreligion wurde das Christentum erst 384 unter Theodosius.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie wurde aus einer kleinen j\u00fcdischen Glaubensgruppe die gr\u00f6\u00dfte Weltreligion? Schon mehrmals habe ich mich gefragt, was Menschen in den ersten Jahrhunderten veranlasst haben mag, sich zum Christentum zu bekennen. Zwar hatten die griechischen und r\u00f6mischen G\u00f6tterkulte sehr an Ansehen verloren, doch gab es im Neuplatonismus oder in der Gnosis interessantere und intellektuell anspruchsvollere weltanschauliche [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-1313","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-religionsgeschichte"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Das Feuer des Christentums &#8211; SiegfriedHagl.com<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.siegfriedhagl.com\/en\/history-of-religion\/the-fire-of-christianity\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Das Feuer des Christentums &#8211; SiegfriedHagl.com\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Wie wurde aus einer kleinen j\u00fcdischen Glaubensgruppe die gr\u00f6\u00dfte Weltreligion? 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