Siegfried Hagl - Schriftsteller

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Japan I: Vom Land der aufgehenden Sonne

(Veröffentlich in GralsWelt 15/2000)

Uralte chinesische Sagen berichten von einem „Land der Unsterb­lichen”, weit im Osten, und schon in grauer Vorzeit machten sich verschiedene Gruppen auf die Suche nach diesem märchen­haften Land. Einige dieser Flüchtlinge oder Abenteurer fanden möglicherweise die japanischen Inseln, die allerdings weder das „Land der Unsterblichen” noch unbesiedelt waren. Wir setzen unsere Serie zur „Weisheit Asiens” mit einem zweiteiligen Beitrag über das „Land der aufgehenden Sonne” fort. Land und Leute stehen heute im Mittelpunkt einer Reportage.

Der japanische Archipel gehört zu einem Gebirgszug, der sich bogenförmig am östlichen Saum des asiatischen Kontinents ent­lang durch den pazifischen Ozean zieht. Dieser Archipel be­steht aus vier großen und mehr als tausend kleinen Inseln, die mit einer Fläche von 370.000 km2 zusammen etwa so groß sind wie Italien. Drei Viertel des Landes bestehen aus Ge­birgsketten (höchste Erhebung ist der Fujisan mit 3776 m). Heiße Quellen und Vulkane prägen das Land, das pro Jahr von etwa Tausend Erdstößen erschüttert wird. Die Siedlungen drän­gen sich zwischen den Gebirgsketten und im Schwemmland der kurzen, im Oberlauf reißenden Flüsse. Gefürchtet sind in dieser Region die Unterwasserbeben, Er­schütterungen am Grunde des Pazifiks, die hohe Flutwellen (Tsunami) auslösen, die auch noch Inseln überfluten und ganze Landstriche verwüsten können, nachdem sie Hunderte von Kilo­metern durch den Ozean geschwappt sind.

Wie die Berge, so hat auch das Meer Japan geformt, in dem ja kein Ort weit von der Küste entfernt ist. Warme Meeresströmungen von Süden und kalte aus dem Norden treffen an den japanischen Inseln zusammen. Sie bringen große Klimaunterschiede zwischen Nord und Süd und sorgen für Fischreichtum im Meer, der durch Meeresverschmutzung und Überfischung im 20. Jahrhundert leider zerstört wird.

Die ersten Einwanderer kamen vor etwa 50.000 Jahren vom asi­atischen Kontinent über eine Landbrücke nach Japan. Weitere Einwanderungswellen folgten, bis die Landbrücke vor etwa 12.000 Jahren im Meer versank.

Die japanische Geschichte läßt man meist mit dem sagenhaften Kaiser Jimmu (um 660 v. Chr.) beginnen. Er zog von der Süd­westinsel Kyushu durch die Inlandsee nach dem später so be­deutsamen Zentralgebiet der Hauptinsel Honshu, in dem sich heute die Städte Osaka, Nara und Kyoto finden.

Unter den Bewohnern der eng zusammen liegenden Inseln bil­dete sich früh ein Nationalgefühl, so daß sich die Japaner schon vor der Zeitenwende in ihrem Selbstverständnis von Koreanern und Chinesen abgrenzten.

In den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung gab es dann zahlreiche Clans, aus denen später drei größere Königreiche entstanden, die Tribute an China entrichten mußten. Kriegeri­sche Auseinandersetzung zwischen den rivalisierenden Gruppen waren häufig.

Natur und Kultur

Die Beziehung zur Natur hat sich in Japan aufgrund der örtli­chen Gegebenheiten anders entwickelt als in Europa. Die Schön­heit der japanischen Landschaft zeigt sich besonders an den Küsten im schroffen Gegensatz von Fels und Meer. In Lande selbst sind die steilen Berghänge mit niedrigem Buschwald bedeckt, der durch Bambusgras und Dornen verfilzt ist und alles andere als einladend wirkt. Ebenen und flachere Hänge sind mit kunstvoll angelegten Reisfeldern bedeckt. Dazu mußte die ursprünglich unregelmäßige Oberfläche für den arbeitsin­tensiven Naßreisanbau eingeebnet werden. Kleine Dämme, die meist nur eine Handbreit über das Wasser ragen und an der Krone oft nur 15 Zentimeter breit sind, umschließen die Felder, in denen Reispflanzen säuberlich in Reih und Glied stehen. Zum Spaziergang einladende Parks, Wiesen, Weiden oder lichte Hochwälder fehlen: Die Landschaft ist entweder undurchdring­liche wilde Natur (im verfilzten Bergwald) oder durch den Fleiß der Menschen ertrotzte Agrikultur. Wo immer möglich, hat der Mensch das Land in Besitz genommen und bis auf den letzten Quadratmeter „sinnvoll” genutzt.

Große, weite Flächen bietet nur das Meer. Die Landschaft ist meist kleinräumig gestaltet, und die traditionelle dörfliche Kultur hat dazu beigetragen, mit geringem Raumbedarf auszu­kommen, den Blick für das Kleine und Nahe zu schulen und sich in jeder Beziehung zu bescheiden.

Spätestens seit dem 5. Jahrhundert pflegten die Japaner engere Kontakte zu China; zum Beispiel durch Tribut‑Delegationen. Zu dieser Zeit wurde auch die chinesische Schrift übernommen, aus der sich die heutige japanische Schrift entwickelte.

In der Mitte des 6. Jahrhunderts kommt der Buddhismus, der in China und Korea bereits Fuß gefaßt hatte, durch Einwanderer aus diesen Ländern nach Japan, und erste buddhistische Tempel wer­den gebaut. Im Mittelalter wird dann der Buddhismus zur domi­nierenden Religion.

Das buddhistische Denken brachte Anstöße zu einer Reihe von Reformen, die Japan zwischen dem 7. und 9. Jahrhun­dert umgestalteten.

Die Samurai

Die Militärelite, die die japanische Gesellschaft vom 12. bis ins 19. Jahrhundert prägte, nannte man gewöhnlich „bushi” oder „samurai”. Bushi bedeutet „kämpfende Männer” und ist ganz allgemein die Bezeich­nung für die Krieger der mittelalterlichen Epoche. Die meisten leb­ten auf Dörfern und verwalteten ihre Ländereien, während sie sich in den Kriegskünsten übten und sich für den Einsatz auf dem Schlacht­feld breit hielten. Einige dieser Provinzkrieger waren Vasallen des Shogun.

Zunächst bezeichnete der Begriff „samurai” den Waffendienst eines Vasallen. Nach dem 16. Jahrhundert verwendete man ihn im allgemei­nen für die Krieger, die vom Land in die Burgstädte übersiedelten und hier als fest besoldete Vasallen lebten. Seit dem Mittelalter ent­wickelte diese Kriegerklasse ihre eigene soldatische und sparta­nische Lebensweise, deren Richtlinien im „Weg des Ritters” oder „bushido” mit Tugenden wie loyaler Dienstausübung oder Familien­ehre festgelegt wurden. Im Extremfall drückte sich die Loyalität in der Bereitschaft aus, sich für seinen Herrn in dem grausigen Ritual des „seppuko” („harakiri” = Bauchaufschneiden) zu opfern. In der Tokugawa‑Gesellschaft der Edo‑Periode (1600-1867) genossen die Samurai, die weniger als 10 % der Bevölkerung ausmachten, eine privilegierte Stellung. Als Symbol ihrer Macht war es ausschließ­lich ihnen gestattet, ein Schwert zu tragen und „einen gemeinen Bürger niederzustechen”. Man fürchtete sie, und selbst ein armer Samurai schaute verächtlich auf einen reichen Kaufmann herab. In den Friedenszeiten der Edo‑Epoche verlagerten die Samurai ihre konfuzianischen Tugenden auf ihre Rolle als Herrscher, Be­amter oder Gelehrter. Heute kann man ihren Nachfahren als höfli­che Beamte oder als Manager in korrektem Outfit begegnen, und der einst gefürchtete militärische Geist zeigt sich vielleicht noch beim sportlichen Training oder in der zur Schau getragenen Ge­lassenheit bei Naturkatastrophen.

Nach Collcutt u. a.: „Japan”, Christian Verlag, München, 1989

Im Zuge dieser Reformen wurden chinesische Vorbilder auf fast allen Gebieten richtungweisend – ob Literatur, Philosophie, Kunst, Architektur, Landwirtschaft oder Rechtstheorie. Diese Sinesierung, insbesondere eine kaiserlich‑bürokratische Regie­rung nach chinesischem Vorbild, wird von nun an zu einem wich­tigen Mittel, um einen einheitlichen Staat zu schaffen. Denn etwa vom 4. Jahrhundert an etablierte sich ein Herrscherge­schlecht in der Provinz Jamato, das die Herrschaft über ganz Japan anstrebte. Dieses Geschlecht berief sich auf seinen Vor­fahren, den sagenhaften Jimmu Tenno, einen Abkömmling der Son­nengöttin.

Im 8. Jahrhundert wurde nach chinesischen Vorbild auch die erste Japanische Hauptstadt gegründet: das bezaubernde Nara, noch heute eine der ersten Touristenattraktionen. Bis dahin hatte fast jeder Tenno bei seinem Regierungsantritt eine neue Residenz gewählt, und es war nicht zur Bildung einer größeren Stadt gekommen. Nun zog der Tenno samt seinem Hofstaat in eine neu erbaute Stadt, die an die 30.000 Einwohner aufnahm und gegen Ende des 8. Jahrhunderts schon 200.000 Bewohner hatte.

Nara mit seinen großartigen Tempeln – wie dem Todaiji – war auch das Zentrum des Buddhismus. Als buddhistische Mön­che (einer brachte es bis zum Großkanzler) dem Tenno Dokyos (Regierungszeit 781-806) zu mächtig wurden, verlegte er seine Residenz zuerst nach Nagoya (784) und dann endgültig nach Kyoto (794), bis heute eine der ersten Sehenswürdigkeiten für Japan‑Touristen. Damit die mächtigen Tempelpriester dem Tenno nicht nach Kyoto folgen konnten, wurde ihnen eine Übersiedlung kurzerhand verboten. Kyoto blieb der Sitz des Kaisers und da­mit die Hauptstadt bis zur Meiji‑Restauration im 19. Jahrhun­dert.

Eine typisch japanische Religion

Shintoismus, Buddhismus, Konfuzianismus und in geringerem Maße auch Taoismus und Christentum haben die heutige Kultur Japans geformt.

Der Shinto, oder „Weg der Kami” hatte dabei als älteste Reli­gion besonderen Einfluß. Es handelt sich um eine uralte Natur­religion mit dem zentralen Konzept des „Weges der Kami”.

Die Kami sind zahllose mystische, der Natur innewohnende Mächte, Geister oder Wesen, die mit Wachstum und Erneuerung in Verbin­dung gebracht werden. Die Kami gelten aber weder als personifizierte Naturkräfte noch als Himmelsgestalten, die über die Menschen richten. Männer und Frauen können sie zu Hilfe rufen oder sie durch rituelle Reinigung oder Unterhaltung besänftigen, falls sie verärgert sind. Die Zahl der Kami ist grenzenlos, denn jede Person, ob tot oder lebendig, jeder Ort oder Gegenstand mit numinosen Qualitäten kann als Kami verehrt werden.

Ursprünglich huldigte man den Kami unter freiem Himmel. Später baute man Schreine, deren typisches Eingangstor (Torii) ihre Bestimmung erkennen läßt. In der Haupthalle befindet sich dann meist ein Symbol, zum Beispiel eine vergoldete Schnitzerei, die aber weder Menschen‑ noch Tiergestalt hat. Die Schreine waren bzw. sind nicht nur Orte des Rituals und der Andacht; dort wurde auch getanzt, man vergnügte sich, veranstaltete Sumo‑Kämpfe, Pferde­rennen oder Bogenschießen, um die Kami zu unterhalten.

Vor dem Eindringen des Buddhismus im 6. Jahrhundert bestand Shinto aus unzusammenhängenden Ahnen‑ oder Lokal‑Kulten ohne literarische oder bildhafte Darstellungen seiner Mythen. Seine Weltsicht war optimistisch und mehr mit der Gegen­wart als mit einem Leben nach dem Tode befaßt. Im Mittelpunkt stand die Beziehung zwischen Mensch, Natur und Kami. Gott iden­tifizierte man mit Reinheit, das Böse mit Unreinheit. „Mahate”, Aufrichtigkeit oder Reinheit des Herzens und der Handlungen, war die Kardinaltugend des Shinto, der im Mittelalter auch buddhistische Lehren übernahm. Später entstanden politisch gefärbte Mythen, die zum Beispiel die Ab­stammung der Yamato‑Herrscher von der Sonnengöttin begründeten. Diese Tradition von der Göttlichkeit des Kaisers (Tenno) hielt bis ins 20. Jahrhundert. Erst auf amerikanischen Druck hin mußte der Tenno Hirohito nach dem 2. Weltkrieg dem Anspruch auf Gött­lichkeit entsagen.

In den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts wurden Shinto und Budd­hismus von der Meiji-Regierung voneinander abgegrenzt, denn Shinto wurde die Staatsreligion, der jeder Japaner durch Geburt angehört. Mit der Zugehörigkeit zum Shinto sollte automatisch die Loyalität zum „göttlichen” Kaiser einhergehen. Dieses Konzept war nach der Niederlage im 2. Weltkrieg nicht mehr zu halten, und der einstige Staats‑Kult ist heute ein Kult neben anderen. Die fortschreitende Amerikanisierung des japanischen Lebens, das Entstehen einer hochtechnisierten, modernen Industriegesellschaft, macht es dem Shinto wie anderen Religionen schwer, an seine einstige Bedeutung anzuknüpfen.

Das Geheimnis der „Geishas”

Sie kannten weder Gesichtspackungen, Peeling, Tiefencreme noch Vitaminpillen. Aber sie wa­ren der Inbegriff der gepflegten, kultivierten Frau, geschaffen und erzogen für die gehobene Unterhaltung.

Tanz, Gesang, Samisenspiel – die Geisha hat bis heute ein fest umrisse­nes Berufsbild innerhalb einer eigens entstandenen Teehauskultur, ausge­hend von der Tokugawa‑Zeit. Man konnte die Damen mieten, aber nicht kaufen. So vermerken noch heute die Lexika in Klammern („… von Dirnen je­doch zu unterscheiden”).

Gerühmt wurde Schönheit, Leibreiz, Anmut und körperliche Vollkommenheit. Die durch gesellschaftliche Normen na­hezu garantierte Unnahbarkeit der Geishas (gei = Unterhaltungskunst, sha = Person) lenkte zwangsläufig die Bewunderung auf Äußeres.

Frisur, Kleidung, Schminke und Er­scheinungsbild wurde stilisiert, ja rituali­siert. Vor allem die Haut hatte es den Shogunen, Samurais und bürgerlichen Notabeln angetan.

Zahllose Widmungen und Verse, soge­nannte Tanka, Waka oder Haikus-­Stimmungsbilder – da es im Japani­schen keine Reime gibt – zeugen da­von.

Die Bewunderung körperlicher Voll­kommenheit war grenzenlos: „Aller Schaum der Sterne liegt sanft auf Dei­ner Haut, die Früchte des Juwelbaums brechen das Mondlicht nicht sanfter”.

Die Haut, versteckt unter weißem Reis­puder, sanft markiert von hauchzarten, aber tiefschwarzen Augenbrauenbögen, aufgebrochen nur durch das Korallenrot der Lippen – diese Haut war immer makellos, straff, feinporig und zart wie ein persischer Pfirsich.

Aus: „Academic Voices”, Jahrgang 1, Ausgabe 2, Ulm, August 1998

Am „Ende der Welt”

Stürme und starke Meeresströmungen machten in früheren Jahrhunder­ten die Schiffsreise von und nach dem Festland zu einem Abenteuer. Seine Abgeschiedenheit schenkte Japan die Möglichkeit, eine eigenständige Kultur ohne Angriffe von außen relativ ungestört zu ent­wickeln. Nicht einmal die Mongolen, die ganz China überrannt hatten, konnten Japan unterwerfen. Ihre Invasionen scheiterten 1274 und 1275 in Taifunen – später als kamikaze (= göttlicher Wind) verherrlicht -, und am erbitterten Widerstand der japani­schen Krieger.

Diese günstige geographische Lage führte leider nicht zu einer friedlichen Entwicklung. Die mittelalterliche Geschichte Japans ist durch zahlreiche Kriege rivalisierender Staaten und Gruppen, durch Bauernaufstände und Bürgerkriege gezeichnet, die das Land immer wieder schwer schädigten. Es gab auch Kriege mit Korea. Im 6. und 7. Jahrhundert versuch­ten die Japaner vergeblich, dieses Nachbarland zu erobern. Es dauerte dann fast ein Jahrtausend, bis Japan erneut in Korea einfiel.

Aus dem kriegerischen Mittelalter stammt auch die Hochschätzung der Kriegerkaste. Konfuzianischen Lehren entsprechend, war jede Familie einem von vier Ständen zugehörig. Während in China der Gelehrtenstand am höchsten geschätzt wurde, zählte in Japan der Militäradel zur ersten Kategorie der Gesellschaft. Diese Wert­schätzung des Kriegers (jeder kennt den sagenumwobenen Samurai) zeigt sich unterschwellig bis heute: Die nach dem 2. Weltkrieg zum Tode verurteilten Generale beispielsweise galten als Patri­oten, die ihr Leben für den Tenno gaben. Wenn heute in Japan an militärische Abenteuer auch nicht mehr zu denken ist, so wird doch vielleicht der Wettbewerb in der Wirtschaft als eine Art Krieg mit anderen Mitteln gesehen.

Der Japaner ist stolz auf sein Land mit seiner besonderen Kultur, und er sieht in den Bewohnern der japanischen Inseln die einzige „reine” Rasse, die sich auch von ethnisch verwandten Gruppen, wie den Koreanern, deutlich abgrenzt. Die schwierige japanische Sprache mit ihrer fremdartigen Schrift macht es Ausländern schwer, mit japanischen Sitten und dem japanischen Leben ver­traut zu werden und fördert einen von Elitebewußtsein getragenen Stolz auf die japanische Nation, der Einwanderern die Inte­gration sehr erschwert.

 

Literatur:

Colcutt, Martin u.a.. „Japan”, Christian Verlag; München; 1989

Erlinghagen, Helmut. „Japan”, DTV; München; 1979

Ladstätter/Linhart. „China und Japan”, Carl Ueberreuther; Wien 1983

Kiyoshi, Inoue: „Geschichte Japans”, Campus, Ffm., 1995

Zierer, Otto: „Die Mandschu Kaiser”, Seb. Lux, Murnau, 1960